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Nutzen Sie Ihre körpereigenen Opiate – Natürliche Drogen machen Sie ohne Nebenwirkungen glücklich

Ihr Körper verfügt über ein kleines Schmuckkästchen. Darin versteckt sind Substanzen, die dem Opium ähneln. Diese machen Sie glücklich, kreativ und können sogar Schmerzen hemmen.

Ich zeige Ihnen, wie Sie die positiven Eigenschaften des körpereigenen Opiums nutzen können, das Sie glücklich und leistungsfähig macht.

Sie müssen nur Ihre eigene natürliche Produktion anregen. Mit meinen Tipps schaffen Sie das ganz einfach.

Musik hören© jd-photodesign - Fotolia

Rund 30 Jahre ist es her, da machten Forscher eine erstaunliche Entdeckung im menschlichen Körper. Sie fanden Rezeptoren (Andockstellen an den Nervenzellen) – für Morphin, den Hauptbestandteil von Opium.

Diese Andockstellen sind nicht nur bei opium­süchtigen Menschen vorhanden, sondern bei allen. Doch was soll an diesen Rezeptoren andocken, wenn nicht der getrocknete Milchsaft des Schlafmohns, das Opium?

Die Wissenschaftler suchten und fanden körpereigene Stoffe, die in ihrer Struktur und Wirkung dem natürlichen Opium ähnlich sind.

Diese Botenstoffe wurden als Endomorphine bezeichnet – umgangssprachlich wurden schnell die Endorphine daraus.

So wirkt Ihr körpereigenes Opium

Heute wissen wir allerhand über die Wirkungsweise von Endorphinen. Sie können

  • Schmerzen hemmen
  • Ängste auflösen
  • Depressionen vertreiben
  • Schlaf fördern
  • glücklich machen
  • euphorisch wirken

Körpereigene Botenstoffe wirken nicht nur in Ihrem Gehirn. Rezeptoren für die körpereigenen Botenstoffe, zu denen auch die Endorphine gehören, finden sich zum Beispiel auch im Darm.

Gerade hier können sie beruhigend wirken und zum Beispiel Durchfall stoppen.

Der größte Vorteil Ihrer „körpereigenen Drogenfabrik“ ist, dass die Endorphine nebenwirkungsfrei sind. Das liegt daran, dass sie direkt abgebaut werden, nachdem sie einen Reiz am Rezeptor ausgelöst haben.

Ohne Endorphine keine Kreativität

Endorphine machen Sie auch kreativ. Sie können grübeln, wie Sie wollen: Werden in Ihrem Körper keine Endorphine ausgeschüttet, kommen Ihnen einfach keine guten Ideen.

Steigt dagegen der Endorphinspiegel an, entstehen die Ideen scheinbar aus dem Nichts. Nach langer, vergeblicher Suchen finden Sie die Lösung, haben Sie die alles entscheidende Idee.

Das kommt übrigens nur dann vor, wenn Ihr Geist völlig entspannt ist – was aber nicht heißt, dass Ihr Körper sich nicht bewegen darf. Gerade beim langsamen Laufen können Sie sich wunderbar vom Stress des Alltags lösen und sich mental entspannen.

So locken Sie Ihre Endorphine

Aber wie erreichen Sie es, dass die Endorphine Ihre Zellen fluten? Ich zeige Ihnen die fünf wirksamsten Methoden, mit denen Sie Ihre Endorphinproduktion ganz natürlich anregen können.

So können Sie die positiven Effekte des Endorphins gezielt für sich nutzen – wann Sie möchten.

  • Laufen Sie. Wenn sich nach den ersten Schritten Ihr Geist entspannt und Sie nicht mehr an Ihre üblichen Sorgen und Probleme denken, werden die ersten Endorphine ausgeschüttet. Sie machen sich in Ihrem Gefühlszentrum breit und docken hier an. So sorgen sie dafür, dass Ihnen beim Laufen die besten Ideen und Lösungen für Ihre Probleme kommen. Laufen Sie länger als üblich und beanspruchen Sie Ihre Muskeln über Gebühr, dann erwischen Sie die Endorphine richtig. Es kommt zum so genannten „Runners’ High“. Eine Flut von Endorphinen strömt in Ihre Körperzellen. Sie spüren die Schmerzen in Ihren Muskeln nicht mehr, sondern laufen wie auf Wolken.
  • Hören Sie Musik. Nehmen Sie einen tragbaren Musikabspieler (MP3-Player, Discman) mit, wenn Sie einen Arzttermin haben, bei dem Sie Schmerzen verspüren können. Kaum ein Arzt wird etwas dagegen haben, wenn Sie während der Behandlung über Kopfhörer Musik hören. Denn mittlerweile hat sich das Wissen durchgesetzt, dass Musik, die Sie als angenehm empfinden, die Ausschüttung von Endorphinen anregt. Diese lassen Sie die Schmerzen als geringer empfinden.
  • Tanzen Sie. Bewegen Sie sich ganz ungezwungen und frei zum Rhyth­mus der Musik, nehmen Sie ihn in sich auf. Wenn Sie die Musik etwas lauter stellen können, ohne Nachbarn zu verärgern, tun Sie das. Das ist übrigens eine uralte Methode, um Endorphine zu locken und den Körper so in einen Glückszustand zu versetzen. Schon seit einigen hundert Jahren nutzen Indianer und afrikanische Stämme den Rhythmus von lauter Musik dazu.
  • Lassen Sie Liebe in Ihr Leben. Der erste Liebesrausch, das Gefühl des Frisch-verliebt-Seins überflutet Ihren Körper mit Endorphinen. Auch Sex regt die Ausschüttung der körpereigenen Opiate an.
  • Entspannen Sie sich. Lernen Sie Entspannungstechniken wie Yoga, ­Autogenes Training oder Meditation. Solche Techniken habe ich Ihnen zum Beispiel in den Ausgaben August bis Oktober 2005 von Dr. Spitzbart’s Gesundheits-Praxis vorgestellt. Sind Sie in der Lage, sich richtig zu entspannen, können Sie so Ihre Endorphinausschüttung erhöhen. Damit können Sie Schmerzen verhindern. Übrigens arbeiten so Fakire und Menschen, die über glühende Kohlen laufen.

Mein Tipp: Beherzigen Sie meine fünf Hinweise, produziert Ihr Körper bald eine ausreichende Menge Endorphine, um Sie dauerhaft glücklich und kreativ zu machen.

Serotonin: Denken Sie in Lösungen und nicht mehr in Problemen

Das Hormon Serotonin – der Botenstoff für Nerven und Gehirn – ist fast ausschließlich mit positiven Merkmalen belegt.

Denn Serotonin beschert uns Glücksgefühle, verschafft uns die „… Und-das-schaff-ich-auch-noch-Mentalität“, fördert das Gedächtnis und wirkt – last but not least – einschlaf- und durchschlaffördernd.

Anders ausgedrückt: Bei einem hohen Serotoninspiegel denkt man mehr in Lösungen, bei einem niedrigen eher in Problemen.

Leider sinkt der Spiegel dieses Hormons – gerade bei sehr belasteten Menschen – häufig ab. Gründe dafür sind oft falsche Ernährung und/oder psychischer Stress.

Bei meinen Patienten achte ich darauf, dass der Blutspiegel des Serotonins möglichst über 150 µg/l liegt. Damit sind die wichtigsten Grundvoraussetzungen für Glück und mentale Stärke gegeben.

Halten Sie Ihren Serotoninspiegel hoch – und Sie brennen nicht aus

Bei tieferen Spiegeln sieht es nicht mehr so rosig aus. Belastbarkeit und Stimmungslage wandern in den Keller, und eine „… Wie-soll-ich-das-denn-jetzt-noch-schaffen-Stimmung“ breitet sich aus.

Bei sehr tiefen Spiegeln droht dann die Depression oder – bei sehr belasteten Menschen – das Burnout-Syndrom. Bei oft gleicher Ursache sind die Grenzen hier verwaschen.

Mittlerweile spricht man von einer Volkskrankheit Depression, und 20 % der arbeitenden Bevölkerung sind nahe am Burnout.

Typischerweise trifft das Burnout-Syndrom immer die sehr engagierten Menschen. Man muss nämlich erst einmal brennen, um auszubrennen.

Mit künstlichem Serotonin bekämpfen Sie nur die Symptome

Die Pharmaindustrie hat natürlich sofort ein Mittel parat. Künstlich produziertes Serotonin würde wegen der Molekülgröße zwar nie die Blut-HirnSchranke passieren.

Es gibt aber einige andere chemische Bomben, die über Umwege die Serotoninkonzentration künstlich erhöhen.

Zu zweifelhaftem Ruhm hat es in Amerika das Präparat „Prozac“ gebracht, welches jeder vierte erwachsene Amerikaner schon über einen längeren Zeitraum geschluckt hat. Auch Lady Di hat es eingenommen, als der Stress mit ihrem „Froschkönig“ zu groß wurde.

Prominentester Vertreter dieser Präparate ist in Deutschland das Medikament „Fluctin“. Jeder achte Deutsche hat mit diesem Präparat schon einmal nähere Bekanntschaft gemacht.

Doch Vorsicht: Mit solchen Präparaten wird nur an Symptomen herumgedoktert, nicht aber an der Ursache. Ich nenne das immer „die Treppe von unten nach oben kehren“.

Gehen Sie Ihrem Serotoninmangel auf den Grund

Richtig wäre es zu untersuchen, warum weniger Serotonin produziert wird.

Die Ursache ist nämlich fast immer die gleiche: Im Stoffwechsel fehlt es an dem essenziellen Eiweißbaustein Tryptophan, welches das Gehirn zwingend braucht, um ausreichende Mengen Serotonin selbst zu produzieren.

Die Aminosäure Tryptophan ist klein genug, um direkt ins Gehirn vorzudringen. Und kaum hat sie die Blut-Hirn-Schranke überwunden, wird sie in Serotonin umgewandelt.

Die Stimmung hebt sich augenblicklich, die grauen Nebelschwaden der Depression verziehen sich, Glück und Zufriedenheit bestimmen unsere Gedankenwelt.

In der Medizin nenne ich das „die Treppe von oben nach unten kehren“. Nicht am Symptom herumdoktern, sondern an der Ursache arbeiten.

Cashewnüsse und Tunfisch machen Sie fröhlich und geistig fit

Als natürlicher Nahrungsbaustein ist Tryptophan besonders vorhanden in

  • Cashewnüssen (460 mg pro 100 Gramm),
  • Erdnüssen (335 mg),
  • Thunfisch (300 mg),
  • Hühnerbrust (260 mg),
  • Eiern (230 mg),
  • Quark (175 mg) und
  • Milch (50 mg).

Wenn Sie Ihren Spiegel sehr schnell auffüllen möchten, empfehle ich Ihnen, sich aus der Apotheke die nicht verschreibungspflichtige Nahrungsergänzung L-PAT 520 (2-mal 1 Kapsel täglich) zu besorgen. Diese enthält natürliches Tryptophan in Reinform.

Der Vorteil: Der Tryptophanspiegel steigt schneller und zuverlässiger an, und hier wird gleichzeitig eine zweite essenzielle Aminosäure zugeführt, nämlich das gehirnaktive Phenylalanin.

Dadurch produziert der Körper mehr vom Hormon Dopamin, das uns u. a. in Handlungsbereitschaft versetzt.

Lassen Sie bei Depressionen Ihren Aminosäurespiegel überprüfen

Selbstverständlich soll nun niemand, der unter schweren Depressionen leidet (die auch einmal andere Ursachen haben können), eigenmächtig seine vom Arzt verordneten Medikamente über Bord werfen und nur noch Cashewnüsse kauen oder das natürliche L-PAT 520 schlucken.

Aber fragen Sie doch einmal andersherum: Bei welchem Patienten mit Depressionen wurden denn zuvor die essenziellen Aminosäuren im Blut bestimmt? Ich glaube, Sie ahnen bereits die Antwort.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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