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Künstliche Hormone haben Sie nicht nötig: So erhöhen Sie Ihren Hormonspiegel auf natürliche Weise

Obst© Andrey Armyagov - Fotolia
Hormone sind der Jungbrunnen Ihres Körpers. Und auch die Pharmaindustrie hat entdeckt, dass „Jung-, Kreativ- und Schlankhormone“ ein großer Markt sind. Lassen Sie sich nicht darauf ein!

Ich zeige Ihnen die Gefahren der künstlichen Hormone – und welche natürlichen Alternativen es gibt, mit denen Sie Ihren Hormonspiegel ansteigen lassen.

Viele Menschen haben einen Hormonspiegel im Blut, bei dem ich als Mediziner nur den Kopf schütteln kann.

Zu viel Insulin findet sich da, und auch alle schädlichen Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin sind auf einem hohen Niveau vertreten.

Dagegen kann ich die Hormone, die unbedingt in Ihrem Blut vorhanden sein sollen, nur selten in ausreichender Menge messen.

Es sind die Hormone, die Sie optimistisch, glücklich und kreativ machen und Sie zu Höchstleistungen antreiben.

Das sind die Gefahren der künstlichen Hormone

Mit der ausreichenden Hormonmenge bleiben Sie nicht nur stundenlang leistungsfähig, sondern auch jahrelang jung. Dafür sollten Sie aber nicht zu Hormonpillen oder -spritzen greifen, die die Pharmaindustrie für Sie bereithält.

Hier drohen Ihnen einige Gefahren, zum Beispiel:

  • ein gesteigertes Krebsrisiko
  • bei Frauen Vermännlichung (z. B. tiefe Stimme und starke Körperbehaarung)
  • Akne
  • bei Männern Verweiblichung (z. B. Brustwachstum)

Diese Hormone sollten Sie fördern – rein natürlich

Versorgen Sie Ihren Körper lieber ausreichend mit den Stoffen, die er zur Eigenbildung der Hormone braucht. So heben Sie Ihre Hormonwerte auf natürliche Weise an.

Es gibt einige Hormone in Ihrem Körper, deren natürliche Produktion Sie unbedingt fördern sollten. Hierzu gehören:

  • Testosteron. Wenn Sie Ihre Aufgaben schnell erledigen, in der Lage sind, kreative Lösungen zu finden, oder beim Sport zu Höchstleistungen auflaufen – immer spielt Testosteron dabei eine Rolle. Es verleiht Ihnen die Fähigkeit, neue Lösungen zu finden, gibt Ihnen Kraft und Antrieb. Gerade bei Machtmenschen oder erfolgreichen Führungskräften messen wir Mediziner einen hohen Testosteronspiegel. Durch den Erfolg, den diese Menschen haben, werden sie wiederum mit einem neuen Testosteronschub belohnt, der sie noch leistungsfähiger macht. Übrigens: Testosteron reguliert auch die Potenz – und das nicht nur beim Mann. Auch Frauen haben Testosteron im Blut, nur zehnmal weniger als Männer. Dennoch entscheidet es auch bei ihnen über Antrieb oder Schlappheit. Das bietet Ihnen die Pharmaindustrie: Wenn ein Testosteronmangel diagnostiziert wird, hat die Pharmaindustrie gleich eine Lösung parat. Ihr Arzt wird Ihnen dann ein Testosteronpflaster verschreiben. Es soll Ihr Befinden verbessern sowie zu Dynamik und neuem Schwung verhelfen. Diese chemischen Helfer können starke Nebenwirkungen haben. Bei Frauen können sie zur Vermännlichung, zu tiefer Stimme und Akne führen. Bei Männern kann es zu einem bösartigen Prostatatumor kommen.

Ich empfehle Ihnen: Nutzen Sie natürliche Quellen. Denn es geht auch ohne medikamentöse Helfer. Alles, was Sie brauchen, ist die Kombination aus Eiweiß, Zink und Vitamin B6.

Ihren Tagesbedarf an Zink finden Sie in 100 g Weizenkeimen, 190 g getrockneten Pfifferlingen oder 230 g magerem Hartkäse.

All diese Lebensmittel sind auch reich an Eiweiß. Essen Sie dann pro Tag noch eine Portion Jogurt mit einem Teelöffel Hefeflocken, erhält Ihr Körper Vitamin B6. Aus diesen drei Komponenten bildet Ihr Körper dann Testosteron in Mengen.

  • Östrogen. Warum werden Frauen eigentlich älter als Männer, statistisch gesehen zumindest? Sie verdanken die geschenkte Lebenszeit weiblichen Geschlechtshormonen, allen voran dem Östrogen. Es schützt vor Osteoporose, Herzinfarkt und auch Alzheimer. Zudem hält es die Blutgefäße weit und elastisch. Leider verschwindet dieser Schutz mit den Wechseljahren, denn in dieser Zeit sinkt die Östrogenproduktion des Körpers ab. Die Lösung der Pharmaindustrie sieht so aus: Es werden künstliche Wechseljahrshormone verschrieben.  Zahlreiche Studien, unter anderem die Women’s Health Study, haben ergeben, dass diese Hormonersatztherapie das Brustkrebsrisiko stark erhöht. 

Ich empfehle Ihnen: Nutzen Sie lieber die pflanzlichen Östrogenvarianten, die Phytoöstrogene. Aber greifen Sie auch hier nicht zu Tabletten, sondern zu Natur pur. Reich an Phytoöstrogenen sind unter anderem Sojabohnen und -sprossen, Leinsamen, Kichererbsen, Sonnenblumenkerne und Walnüsse.

  • STH, das Wachstumshormon. Somatotropin (STH) ist das Hormon ewiger Jugend. Es verschafft Ihnen eine straffere Haut, starke Muskeln und lässt das Körperfett schmelzen. Leider nimmt die Produktion dieses Hormons ab dem 30. Geburtstag ab. Auch dafür hat die Pharmaindustrie ein Mittel parat: Sie können sich künstliches STH spritzen lassen. Studien haben angeblich bewiesen, dass STH tatsächlich ein jüngeres, schlankeres Aussehen verschafft und das Immunsystem stärkt. Betrachtet man diese Studien aber genauer, stellt sich heraus, dass sie sehr schlecht durchgeführt wurden, die Teilnehmeranzahl sehr gering war und die erlittenen Nebenwirkungen sehr hoch waren. Die Anti-Aging-Behandlung mit rund 1.000 € pro Woche ist zudem nicht nur sehr teuer, sondern auch flüchtig. Setzen Sie das Hormon ab, schwinden alle seine positiven Ergebnisse. Experten befürchten außerdem, dass STH nicht nur die Muskeln, sondern auch die Krebszellen wachsen lässt. 

Ich empfehle Ihnen: Machen Sie sich Ihren Jungbrunnen selbst. Für die Eigenproduktion brauchen Sie die beiden Aminosäuren Arginin und Lysin. Beide müssen in Ihrem Blut in einer Menge von 1,2 Gramm pro Liter vorliegen.

Um einen so hohen Spiegel zu erreichen, müssen Sie einen Gesamteiweißspiegel von mindestens 8,6 g/dl Blut aufweisen.

Dazu sollten Sie kurzfristig ein Eiweißpräparat einnehmen. Langfristig sollten sie sich eiweißreich ernähren.

  • Melatonin. Das Schlafhormon Melatonin verschafft Ihnen eine angenehme Nachtruhe. Produziert wird es in Ihrem Körper, wenn es dunkel ist. Es lässt Sie gut schlafen. Aber auch die ausgeschüttete Menge an Melatonin nimmt mit der Zeit ab. Je älter Sie werden, umso weniger wird ausgeschüttet – mit 45 Jahren haben Sie nur noch 50 % des ursprünglichen Melatonins zur Verfügung. Das sagt die Pharmaindustrie: Wissenschaftler haben in Tierversuchen herausgefunden, dass Mäuse, die Melatonin ins Futter bekamen, rund 20 % länger lebten. Zudem wirkte das Hormon als Anti-Aging-Mittel. Das Fell wurde wieder glänzend, das Immunsystem stark angekurbelt. In Amerika wird Melatonin daher wie eine harmlose Vitaminpille eingenommen.

Ich empfehle Ihnen: Werden Sie nicht zu einer Labormaus – wir wissen nämlich heute noch gar nicht, welche Folgen die Melatonineinnahme auf den menschlichen Körper hat.

Produzieren Sie auch dieses Hormon lieber selbst. Dazu müssen Sie sich von Lebensmitteln ernähren, die viel von der Aminosäure Tryptophan enthalten.

Hierzu gehören Geflügel, Tunfisch, Hülsenfrüchte, Milch oder Bananen. Diese Aminosäure wird in Ihrem Körper erst zu Serotonin und dann zu Melatonin umgewandelt – völlig ohne Nebenwirkungen.

  • DHEA. Dehydroepiandrosteron gilt als Jungbrunnen. In Ihrem Körper wird es im Gehirn, in der Haut und in der Nebenniere produziert. Mit steigendem Alter sinkt aber Ihre DHEA-Produktion. Tritt dann ein Mangel auf, spüren Sie die Folgen deutlich. Sie werden depressiv, müde und legen an Gewicht zu. Zudem kann Ihr Immunsystem sich nicht mehr so gut gegen Infekte und Krebs zur Wehr setzen. Auch wenn die Pharmaindustrie DHEA anbietet: Aus Tierversuchen wissen wir, dass Ratten, die DHEA zugeführt bekamen, an Leberkrebs erkrankten. Bei Frauen kann als Pille zugeführtes DHEA zu Bartwuchs führen.

Ich empfehle Ihnen: Achten Sie auf eine chromreiche Ernährung. Vollkornprodukte, Weizenkeime, Krabben, Hummer, Kakao, Paranüsse und schwarzer Tee enthalten dieses Spurenelement, das den Körper anregt, DHEA zu bilden.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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