Hilfspumpe: Alternative zur Operation?
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Da immer mehr Patienten mit LVADImplantaten unterstützt werden - häufig für länger als ein Jahr - , untersuchen Wissenschaftler die Möglichkeit, die Herzpumpe als Langzeit- bzw. Zieltherapie einzusetzen. Zeichen setzte eine Studie, die am 15. November 2001 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, und die medikamentöse Standardtherapie mit der Kombination aus langfristiger LVAD plus Standardtherapie verglich. Teilnehmer waren bestimmte Patienten mit schwerem Herzversagen, die auf normale Therapien nicht ansprachen und nicht für eine Transplantation geeignet waren.
Wichtigstes Ergebnis war, dass die Hilfspumpen während der Nachsorgeperiode das Sterberisiko fast um die Hälfte im Vergleich zur Kontrollgruppe verringerten. Die Lebensqualität von bestimmten Patienten der LVAD-Gruppe wurde ebenfalls deutlich verbessert. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat 2002 die Hilfspumpe als Langzeittherapie für solche Patienten zugelassen, bei denen Medikamente keinen ausreichenden Nutzen entfalten und die nicht für eine Transplantation infrage kommen.
Es gibt jedoch Risiken bei der Langzeittherapie. Patienten aus der LVAD-Gruppe erlitten doppelt so häufig schwere Komplikationen wie Infektionen, Blutungen oder Fehlfunktionen des Gerätes. Trotzdem überlebten sie länger und viele erfuhren eine Verbesserung der Lebensqualität. Bedeutsam ist, dass die durchschnittliche Überlebensrate der LVAD-Träger immer noch hinter der der Transplantationspatienten liegt: 70% der Organempfänger überleben bis zu 5 Jahre im Vergleich zu 37% der Patienten mit Hilfspumpe.
Chancen und Herausforderungen
Eine erfolgreiche Behandlung des fortgeschrittenen Herzversagens mit einer Hilfspumpe wäre ein Segen für Patienten, die kein neues Herz erhalten können - entweder weil es zu wenig Spenderorgane gibt, oder weil sich die Patienten nicht für eine Transplantation eignen. Damit sich das aber auf breiter Ebene durchsetzen kann, muss die langfristige Überlebensrate der LVAD-Träger annähernd dem Wert der Organempfänger entsprechen.