Herzinsuffizienz: Neue Behandlungsmöglichkeiten
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Mit der zunehmend älter werdenden Gesellschaft tritt die Herzinsuffizienz häufiger auf. Wissenschaftler beschäftigen sich deshalb mit neuen Therapieformen.
Ein Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit einem Eiweißstoff, der vom Herzen produziert wird: dem so genannten Natriuretischen Peptid vom Hormon B-Typ (BNP). Dieser Eiweißstoff ist an der Regulation des Mineralsalz- und Wasserhaushaltes beteiligt. Unter Belastung produziert das Herz mehr von dieser Substanz.
Erhöhte BNP-Spiegel im Blut sind ein Marker für Herzinsuffizienz. Sie lassen sich durch einen speziellen Bluttest nachweisen. Heutzutage kann die Herzinsuffizienz durch zusätzlich intravenös verabreichte Mengen dieses Hormons behandelt werden. Allerdings muss die Behandlung im Krankenhaus durchgeführt werden. Zurzeit untersuchen Wissenschaftler, ob Betroffene sich BNP zu Hause selbst spritzen können, ähnlich wie sich ein Diabetiker Insulin spritzt.
Ein anderer Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich damit, die niedrig-gradige Blutarmut näher zu untersuchen, an der viele Betroffene leiden. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, ob Medikamente, die das Knochenmark zur Blutproduktion anregen, einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden von Menschen mit Herzinsuffizienz und niedrig-gradiger Anämie haben.