Herzinsuffizienz: Aldosteron-Blocker verlängern Leben
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Studien haben gezeigt, dass eine auf das Hormon Aldosteron ausgerichtete Therapie eine Schlüsselrolle dabei spielen kann, wie lange Menschen mit Herzinsuffizienz noch leben. In einer großen Studie wurden Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz näher untersucht, die zusätzlich zur Standardtherapie mit ACE-Inhibitoren und Diuretika (zum Beispiel dem Wirkstoff Furosemid) geringe Dosen des Aldosteron-Blockers Spironolacton einnahmen. Spironolacton ist ein schwaches Diuretikum, das die Wirkung des Aldosterons hemmt und im Gegensatz zu vielen anderen Diuretika den Kaliumspiegel anhebt.
Bei den Patienten, die Spironolacton einnahmen, hatten sich die Symptome verbessert. Die Patienten wurden weniger häufig wegen Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingewiesen und hatten ein deutlich geringeres Risiko, an einer herzbedingten Ursache zu sterben.
Eine andere Untersuchung beschäftigte sich mit Patienten, die leichten bis gemäßigten Bluthochdruck und eine Vergrößerung des Herzmuskels aufwiesen (linksseitige Ventrikelhypertrophie). Einige Studienteilnehmer nahmen zusätzlich zu einem ACE-Inhibitor den Wirkstoff Eplerenon ein, der in den USA kürzlich zugelassen wurde. Eplerenon ist ein neuer Aldosteron-Rezeptorblocker, der in Deutschland und der Schweiz noch nicht registriert ist. Verglichen mit der alleinigen Einnahme jedes dieser Medikamente hatte sich bei den Patienten, die sowohl den ACE-Inhibitor als auch Eplerenon einnahmen, der Herzmuskel deutlich weniger vergrößert.
Weitere Studien haben gezeigt, dass Aldosteron-Blocker die Herzfunktion verbessern und die Belastungsgrenze heraufsetzen, wie auch in Deutschland nachgewiesen wurde. Wenn Sie an Herzinsuffizienz erkrankt sind, sprechen Sie Ihren Arzt auf die Rolle von Aldosteron-Blockern in der Therapie an und fragen Sie ihn, ob Sie nicht von deren Einnahme profitieren könnten.