Herzinfarkt: Was tun?
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Wenn die Marker auf einen Herzinfarkt hinweisen und Sie Zugang zu einem großen Krankenhaus haben, werden Sie wahrscheinlich sofort in ein Herzkatheterlabor gebracht. In diesem Untersuchungsraum führen die Ärzte eine Sonde (Katheter) in die Koronararterien ein, um ein Angiogramm zu erstellen.
Wenn auf dem Angiogramm eine Gefäßblockade sichtbar wird, kann derselbe Katheter dazu verwendet werden, das Gefäß mit einem winzigen Ballon wieder zu öffnen (Koronare Angioplastie). Ein feinmaschiges Drahtgeflecht mit der Bezeichnung Stent kann dann in das Gefäß eingesetzt werden, um es weiterhin offen zu halten. Dieses Verfahren stellt sofort wieder die Blutzufuhr zu Ihrem Herzmuskel her, sodass der Infarkt wirksam aufgehalten oder sogar verhindert wird. Die genannten Maßnahmen sind nur eine Auswahl der Möglichkeiten, die je nach Umständen und ärztlichem Befund ergriffen werden können.
Falls Sie keinen Zugang zu einem größeren Krankenhaus mit einem Herzkatheterlabor haben, kann die beste Behandlungsoption bei einem Herzinfarkt in einer intravenösen (IV) Verabreichung Gerinnsel auflösender Medikamente, den Thrombolytika, bestehen. Diese Wirkstoffe helfen bei der Beseitigung der Gefäßblockade in den Koronararterien. Thrombolytika wirken am besten in den ersten 2 Stunden nach Beginn der Symptome und sollten nicht später als 12 Stunden nach Beginn des Herzinfarktes verabreicht werden.
Wenn mehrere blockierte oder verengte Koronararterien entdeckt werden, kann eine Bypass-Operation empfohlen werden. Der chirurgische Eingriff wird wahrscheinlich erst Tage oder Wochen nach dem Infarkt angesetzt werden. Diese Verzögerung gestattet eine Stabilisierung Ihrer Herzfunktion.
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