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Herzinfarkt: So senken Sie Ihren Blutdruck

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum einen Blutdruck von 140:90 mm Hg haben (nach internationaler Definition ist dies der Wert, ab dem man von Bluthochdruck spricht), wird Ihnen oft ein Blutdrucksenker verschrieben.

Natürlich sollten Sie das Mittel zum Blutdruck senken erst einmal nehmen und es auch nicht ohne ärztliche Absprache einfach absetzen.

Ich empfehle Ihnen aber zusätzlich folgende Strategien, mit denen Sie Ihren Bluthochdruck natürlich behandeln können — und zwar dauerhaft und ganz ohne Medikamente.

Blutdruck senken – ganz natürlich

Nehmen Sie Magnesium. Schon lange haben Wissenschaftler es vermutet, jetzt ist es bewiesen: Magnesium ist ein potenter Blutdrucksenker.

Forscher der John Hopkins University aus Baltimore haben in einer Meta-Analyse zahlreiche Studien ausgewertet, in denen Bluthochdruck-Patienten Magnesium eingenommen haben.

Sie entdeckten: Magnesium senkt tatsächlich den Blutdruck. Pro 240 mg täglich eingenommenem Magnesium reduzieren Sie Ihren Blutdruck dauerhaft um 4,3 mm Hg.

Es gibt noch weitere, natürliche Blutdrucksenker

Die Einnahme von Medikamenten kann überflüssig werden, wenn Sie selbst aktiv gegen Ihren Bluthochdruck vorgehen. Alle Präventionen und Gegensteuerungsmaßnahmen ohne medikamentöse Behandlung werden als natürliche Blutdrucksenker bezeichnet.

Wenn Sie motiviert sind, etwas gegen Ihren Bluthockdruck zu unternehmen, habe ich hier einige Vorschläge, wie Sie ihren Blutdruck ganz natürlich senken können.

Wie Sie vielleicht schon vermutet haben, zählen vor allem die richtige Ernährung und Sport zu den natürlichen Blutdrucksenkern.

Runter mit den Pfunden! Übergewicht setzt das Herz-Kreislauf-System enorm unter Druck — es ist der Risikofaktor Nummer 1 für Bluthochdruck. Wenn Sie abnehmen, werden Sie sehr schnell merken, wie stark Sie damit Ihren Blutdruck beeinflussen können.

Pro Kilogramm, das Sie verlieren, sinkt Ihr Blutdruck um bis zu 2 mm Hg. So können Sie ihren Blutdruck natürlich senken.

Entspannen Sie sich regelmäßig! Stress lässt Ihren Blutdruck steigen. In Stress-Situationen legt er ganz schnell um 20 bis 30 mm Hg zu. Geschieht dies ab und zu, ist das nicht weiter tragisch.

Dann sinkt Ihr Blutdruck auch wieder ab, wenn die stressige oder aufregende Situation vorüber ist. Stehen Sie aber unter Dauerstress, bleibt auch Ihr Blutdruck dauerhaft erhöht.

Meditation kann Ihnen helfen, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Nehmen Sie sich regelmäßig eine kleine Auszeit, in der Sie sich entspannen. So kann Ihr Blutdruck um rund 12 mm Hg sinken.

Verzichten Sie auf Alkohol! Alkohol ist ein Magnesiumräuber. Er entzieht Ihrem Körper ausgerechnet den Mineralstoff, der Ihren Blutdruck deutlich senken kann. Außerdem lässt Alkohol den Blutdruck vorrübergehend ansteigen.

Lassen Sie außerdem die Finger von Zigaretten, denn auch Nikotin lässt den Blutdruck steigen. Darüber hinaus gehört Koffein zu den Stoffen, die Ihren Blutdruck in die Höhe schnellen lassen.

Stattdessen sollten Sie häufiger zu Kräutertees greifen, die helfen, den Blutdruck zu senken. Rotwurzelsalbei oder auch Weißdornblütentee sind sehr empfehlenswert.

Essen Sie kaliumreich! Kalium wirkt entspannend auf die Gefäße und senkt so Ihren Blutdruck. Verzichten Sie daher auf die heute oftmals übliche kaliumarme Ernährung, bestehend aus Fertigprodukten und tierischen Fetten, die in Wurst und Käse enthalten sind.

Essen Sie stattdessen täglich frisches Obst und Gemüse sowie viel Fisch. So senken Sie Ihren Bluthochdruck natürlich und reduzieren somit Ihr Infarktrisiko deutlich.

Würzen Sie mit frischen Kräutern statt mit Salz! Bei einigen Menschen führt eine hohe Salzzufuhr zu Bluthochdruck. Senken Sie ihre Kochsalzzufuhr auf unter sechs Gramm pro Tag.

Ihre Speisen werden auch auf keinen Fall zu fad schmecken, wenn Sie stattdessen frische Kräuter verwenden. Denken Sie doch nur an die mediterrane Küche, deren Gerichte auch ohne eine große Menge an Salz sehr gut und würzig schmecken.

Bewegen Sie sich! Sport kann in der Tat die Medikamente gegen Bluthochdruck langfristig ersetzen. Wir Mediziner wissen, dass 30 Minuten Ausdauersport täglich auf Dauer Ihren Blutdruck so effektiv senken können wie ein Medikament.

Diabetes steigert das Risiko für einen Herzinfarkt

Bereits jeder zwölfte Deutsche ist zuckerkrank, manche Ärzte sprechen gar von einer explosionsartigen Zunahme. Immer häufiger erkranken auch jüngere Menschen an Alterdiabetes (Typ-2-Diabetes).

Millionen Deutsche wissen gar nicht um ihre Erkrankung, warnen Ärzten heute immer häufiger.

Nach neuesten Forschungserkenntnissen soll auf jeden entdeckten Diabetiker ein unentdeckter kommen. Damit wären 24 Millionen Bundesbürger davon betroffen. Das ist weit mehr als jeder Vierte.

Gefährlich sind vor allem die Folgen der Zuckerkrankheit, denn die meisten davon sind uns gar nicht bekannt. So haben Diabetiker ein doppelt bis vierfach erhöhtes Herzinfarktrisiko.

Etwa 75 Prozent von ihnen sterben an einem Herzinfarkt. Man geht davon aus, dass ein großer Teil der Herztoten – ob bekannt oder unbekannt – auf Diabetes zurückzuführen ist. Umgekehrt wird auch ein Schuh daraus:

Der überwiegende Teil aller Infarktpatienten weist einen mehr oder weniger stark gestörten Zuckerstoffwechsel auf. Etwa die Hälfte aller erkannten Diabetiker kommen mit einer bereits bestehenden koronaren Herzkrankheit in die Praxis ihres Arztes.

Bei 35 Prozent soll bereits eine arterielle Verschlusskrankheit, bei vier Prozent eine gefährliche Verengung der Halsschlagader vorliegen, die zum Schlaganfall führen kann.

Herzinfarkt-Alarm: Reagieren Sie sofort

Alle plötzlich auftretenden Beschwerden zwischen Nasenspitze, Armspitze und Nabel, die nicht innerhalb von 15 Minuten wieder verschwinden, können auf einen drohenden Infarkt hinweisen.

Sie sollten umgehend einen Notarzt beziehungsweise die 112 kontaktieren, wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen. Gehen Sie keinesfalls den Umweg über Ihren Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst.

Das kann Sie oder einen anderen Betroffenen das Leben kosten. Bei einem Herznotfall geht es um jede Minute.

Denn ein Herzinfarkt kann jederzeit lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Je eher der Betroffene im Krankenhaus ankommt, umso größer sind seine Chancen, mit mehr oder weniger heilem Herzen davon zu kommen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich bei Ihnen selbst oder einer anderen Person ein Infarkt ereignet hat, sollten Sie ebenfalls umgehend eine Tablette Acetylsalicylsäure (ASS/Aspirin) einnehmen.

Am besten eignen sich dafür Brausetabletten und -pulver, die sofort über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Deshalb wirken sie am schnellsten.

ASS verhindert, dass Blutplättchen zusammenkleben. Damit lassen sich weitere Gerinnsel verhindern. Schaden kann Ihnen diese Notfallmaßnahme nicht, selbst wenn sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht erhärtet.

Jedes Jahr sterben in Deutschland über 60.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Jeder vierte, bevor er in die rettende Klinik kommt, teilt die Deutsche Herzstiftung mit. Jeder Mensch wird Ihnen deshalb einen eventuellen Fehlalarm verzeihen.

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