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Herzinfarkt: So senken Sie Ihren Blutdruck auf natürliche Weise

Inhaltsverzeichnis:

  1. Blutdruck senken mit Magnesium
  2. Runter mit den Pfunden!
  3. Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten
  4. So schützen Sie Ihr Herz bei winterlichen Temperaturen
  5. Messen Sie Ihren Blutdruck häufiger
  6. Diabetes steigert das Risiko für einen Herzinfarkt
  7. Herzinfarkt-Alarm: Reagieren Sie sofort

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum einen Blutdruck von 140:90 mm Hg haben (nach internationaler Definition ist dies der Wert, ab dem man von Bluthochdruck spricht), wird Ihnen oft ein Blutdrucksenker verschrieben.

Es empfehlen sich zusätzlich folgende Strategien, mit denen Sie Ihren Bluthochdruck natürlich behandeln können und zwar dauerhaft und ganz ohne Medikamente.

Blutdruck messen - Nahaufnahme© Richard Villalon - Fotolia

Blutdruck senken mit Magnesium

Die Einnahme von Medikamenten kann überflüssig werden, wenn Sie selbst aktiv gegen Ihren Bluthochdruck vorgehen. Alle Präventionen und Gegensteuerungsmaßnahmen ohne medikamentöse Behandlung werden als natürliche Blutdrucksenker bezeichnet.


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Nehmen Sie Magnesium. Schon lange haben Wissenschaftler es vermutet, jetzt ist es bewiesen: Magnesium ist ein potenter Blutdrucksenker. Forscher der John Hopkins University aus Baltimore haben in einer Meta-Analyse zahlreiche Studien ausgewertet, in denen Bluthochdruck-Patienten Magnesium eingenommen haben.

Sie entdeckten: Magnesium senkt tatsächlich den Blutdruck. Pro 240 mg täglich eingenommenem Magnesium reduzieren Sie Ihren Blutdruck dauerhaft um 4,3 mm Hg.

Runter mit den Pfunden!

Wie Sie vielleicht schon vermutet haben, zählen vor allem die richtige Ernährung und Sport zu den natürlichen Blutdrucksenkern. Übergewicht setzt das Herz-Kreislauf-System enorm unter Druck und ist der Risikofaktor Nummer 1 für Bluthochdruck.

Wenn Sie abnehmen, werden Sie sehr schnell merken, wie stark Sie damit Ihren Blutdruck beeinflussen können. Pro Kilogramm, das Sie verlieren, sinkt Ihr Blutdruck um bis zu 2 mm Hg. So können Sie ihren Blutdruck natürlich senken. Sport kann die Medikamente gegen Bluthochdruck langfristig ersetzen. Mediziner wissen, dass 30 Minuten Ausdauersport täglich auf Dauer Ihren Blutdruck so effektiv senken können wie ein Medikament.

Entspannen Sie sich regelmäßig

Stress lässt Ihren Blutdruck steigen. In Stresssituationen legt er ganz schnell um 20 bis 30 mm Hg zu. Geschieht dies ab und zu, ist das nicht weiter tragisch. Dann sinkt Ihr Blutdruck auch wieder ab, wenn die stressige oder aufregende Situation vorüber ist.

Stehen Sie aber unter Dauerstress, bleibt auch Ihr Blutdruck dauerhaft erhöht. Meditation kann Ihnen helfen, diesem Phänomen entgegenzuwirken. Nehmen Sie sich regelmäßig eine kleine Auszeit, in der Sie sich entspannen. So kann Ihr Blutdruck um rund 12 mm Hg sinken.

Verzichten Sie auf Alkohol und Zigaretten

Alkohol ist ein Magnesiumräuber. Er entzieht Ihrem Körper ausgerechnet den Mineralstoff, der Ihren Blutdruck deutlich senken kann. Außerdem lässt Alkohol den Blutdruck vorrübergehend ansteigen. Lassen Sie außerdem die Finger von Zigaretten, denn auch Nikotin lässt den Blutdruck steigen. Darüber hinaus gehört Koffein zu den Stoffen, die Ihren Blutdruck in die Höhe schnellen lassen. Stattdessen sollten Sie häufiger zu Kräutertees greifen, die helfen, den Blutdruck zu senken. Rotwurzelsalbei oder auch Weißdornblütentee sind sehr empfehlenswert.

Essen Sie kaliumreich

Kalium wirkt entspannend auf die Gefäße und senkt so Ihren Blutdruck. Verzichten Sie daher auf die heute oftmals übliche kaliumarme Ernährung bestehend aus Fertigprodukten und tierischen Fetten, die in Wurst und Käse enthalten sind. Essen Sie stattdessen täglich frisches Obst und Gemüse sowie viel Fisch. So senken Sie Ihren Bluthochdruck natürlich und reduzieren somit Ihr Infarktrisiko deutlich.

Würzen Sie mit frischen Kräutern statt mit Salz

Bei einigen Menschen führt eine hohe Salzzufuhr zu Bluthochdruck. Senken Sie ihre Kochsalzzufuhr auf unter 6 Gramm pro Tag. Ihre Speisen werden auch auf keinen Fall zu fad schmecken, wenn Sie stattdessen frische Kräuter verwenden. Denken Sie doch nur an die mediterrane Küche, deren Gerichte auch ohne eine große Menge an Salz sehr gut und würzig schmecken.

So schützen Sie Ihr Herz bei winterlichen Temperaturen

Im Winter sind die Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall um bis zu 50 Prozent häufiger als in den wärmeren Monaten. Die Ursache hierfür liegt vor allem in einem höheren Blutdruck. Denn unser Blutdruck schwankt nicht nur im Laufe des Tages, sondern auch im Laufe der Jahreszeiten. Und in den Wintermonaten ist der Druck in unseren Blutgefäßen deutlich höher.

Warum das so ist, konnte die Wissenschaft bisher nicht eindeutig klären. Sicher ist lediglich, dass bei kalten Temperaturen die Konzentration des gefäßerweiternden Stickstoffmonoxids abnimmt, wodurch sich die Arterien verengen. Diese Gefäßverengung hat unweigerlich eine Blutdruckerhöhung zur Folge.

Ältere Menschen sind am stärksten betroffen

Zwar steigen die Blutdruckwerte auch bei jüngeren Menschen in der kalten Jahreszeit, bei Senioren ist der Druckanstieg jedoch noch ausgeprägter. Französische Wissenschaftler fanden heraus, dass im höheren Alter die gesundheitlichen Herausforderungen durch den steigenden Blutdruck besonders gravierend sind.

Die Forscher beobachteten, dass bei einem Temperaturabfall von 15 Grad (also etwa bei Null Grad) der obere (systolische) Blutdruckwert in der Gruppe der 65- bis 74-Jährigen im Durchschnitt um 0,8 mmHg steigt. Bei den über 80-Jährigen führt derselbe Temperaturabfall zu einem Blutdruckanstieg von 5,1 mmHg.

Messen Sie Ihren Blutdruck häufiger

Da Bluthochdruck nicht weh tut, bleiben die zu hohen Werte oft unbemerkt. Der dringende Rat der Deutschen Hochdruckliga ist daher eine regelmäßige Blutdruckkontrolle, um eventuelle Drucksteigerungen rechtzeitig zu bemerken. „Die strikte Einhaltung des Zielwerts unter 140/90 mmHg ist aufgrund des saisonalen Risikos gerade im Winter wichtig“ meint der Geschäftsführer der Hochdruckliga, Dr. Joachim Leiblein.


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Wenn Sie bei Ihren Messungen feststellen, dass Ihre Werte über den Zielwerten liegen, sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt darauf ansprechen. Er kann entscheiden, ob eine Dosisanpassung Ihrer Medikamente erforderlich ist oder ob schon eine Änderung des Lebensstils ausreicht, um die Werte zu senken.

Ihr Lebensstil beeinflusst den Blutdruck maßgeblich

Gerade in den Wintermonaten neigt man dazu, sich kalorienreicher und mit mehr Fett und Zucker zu ernähren als im Sommer. Dabei ist es erwiesen, dass eine mediterrane Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Olivenöl und Fisch statt Fleisch das Herz-Kreislauf-System günstig beeinflusst. Wenn bei Ihnen ein Bluthochdruck bekannt ist, sollten Sie hier achtsam sein und nicht so reichlich bei Kuchen und fetten Braten zugreifen.

So schützen Sie Ihr Herz bei winterlichen Temperaturen

  • Regelmäßige körperliche Aktivität kann den Blutdruck senken. Gehen Sie daher auch bei kalten Temperaturen nach draußen und machen Sie möglichst täglich einen zügigen Spaziergang von mindestens 15 Minuten. Ziehen Sie sich dazu warm an, ein Schal vor dem Mund kann zusätzlich helfen, die kalte Luft beim Einatmen zu erwärmen.
  • Bei Beschwerden in der Kälte wie Atemnot oder Engegefühlen in der Brust sollten Sie die körperliche Aktivität im Freien sofort abbrechen und in die warme Wohnung zurückgehen. Da es sich hierbei um ein Warnzeichen handelt, sollten Sie den Vorfall unbedingt mit Ihrem Arzt besprechen.
  • Auch seelische Belastungen wirken sich negativ auf das Herz-Kreislauf-System aus. Die Deutsche Herzstiftung rät daher allen Hochdruckpatienten, im Winter besonders auf das seelische Wohlbefinden zu achten.

Diabetes steigert das Risiko für einen Herzinfarkt

Bereits jeder zwölfte Deutsche ist zuckerkrank, manche Ärzte sprechen von einer explosionsartigen Zunahme. Immer häufiger erkranken auch jüngere Menschen an Alterdiabetes (Typ-II-Diabetes). Millionen Deutsche wissen gar nicht um ihre Erkrankung, warnen Ärzten heute immer häufiger.

Nach neuesten Forschungserkenntnissen soll auf jeden entdeckten Diabetiker ein unentdeckter kommen. Damit wären 24 Millionen Bundesbürger davon betroffen. Das ist weit mehr als jeder Vierte. Gefährlich sind vor allem die Folgen der Zuckerkrankheit, denn die meisten davon sind uns gar nicht bekannt. So haben Diabetiker ein doppelt bis vierfach erhöhtes Herzinfarktrisiko.

Etwa 75 Prozent von ihnen sterben an einem Herzinfarkt. Man geht davon aus, dass ein großer Teil der Herztoten auf Diabetes zurückzuführen ist. Umgekehrt weist der überwiegende Teil aller Infarktpatienten einen mehr oder weniger stark gestörten Zuckerstoffwechsel auf.

Etwa die Hälfte aller erkannten Diabetiker kommen mit einer bereits bestehenden koronaren Herzkrankheit in die Praxis ihres Arztes. Bei 35 Prozent soll bereits eine arterielle Verschlusskrankheit, bei vier Prozent eine gefährliche Verengung der Halsschlagader vorliegen, die zum Schlaganfall führen kann.

Herzinfarkt-Alarm: Reagieren Sie sofort

Alle plötzlich auftretenden Beschwerden zwischen Nasenspitze, Armspitze und Nabel, die nicht innerhalb von 15 Minuten wieder verschwinden, können auf einen drohenden Infarkt hinweisen. Sie sollten umgehend einen Notarzt beziehungsweise die 112 kontaktieren, wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen.

Gehen Sie keinesfalls den Umweg über Ihren Hausarzt oder den ärztlichen Notdienst. Das kann Sie oder einen anderen Betroffenen das Leben kosten. Bei einem Herznotfall geht es um jede Minute. Denn ein Herzinfarkt kann jederzeit lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auslösen. Je eher der Betroffene im Krankenhaus ankommt, umso größer sind seine Chancen, mit mehr oder weniger heilen Herzen davon zu kommen.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich bei Ihnen selbst oder einer anderen Person ein Infarkt ereignet hat, sollten Sie ebenfalls umgehend eine Tablette Acetylsalicylsäure (ASS/Aspirin) einnehmen. Am besten eignen sich dafür Brausetabletten und -pulver, die sofort über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Deshalb wirken sie am schnellsten. ASS verhindert, dass Blutplättchen zusammenkleben.

Damit lassen sich weitere Gerinnsel verhindern. Schaden kann Ihnen diese Notfallmaßnahme nicht, selbst wenn sich der Verdacht auf einen Herzinfarkt nicht erhärtet. Jedes Jahr sterben in Deutschland über 60.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Jeder vierte, bevor er in die rettende Klinik kommt, teilt die Deutsche Herzstiftung mit. Jeder Mensch wird Ihnen deshalb einen eventuellen Fehlalarm verzeihen.

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