Herzinfarkt: Cholesterin als Auslöser
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Wie entsteht eigentlich ein Herzinfarkt?
„Wenn der Cholesterinspiegel zu hoch ist, kann es zu einem Herzinfarkt kommen“ – so die weit verbreitete Meinung, die auch mir immer wieder begegnet. Ganz so einfach ist es leider nicht. Bis vor kurzem war man tatsächlich der Ansicht, dass Cholesterinablagerungen die Gefäßwände verengen, bis kein Blut mehr hindurchfließen kann. Aber heute ist die Wissenschaft schon einen Schritt weiter.
Es sind entzündliche Prozesse unddie Blutgerinnung, die einen Herzinfarkt auslösen. Auch das LDL-Cholesterin ist beteiligt: Ständig durchwandern an Eiweißpartikel gebundene LDL-Teilchen die Arterien, verschwinden aber auch wieder aus ihnen. Das ist ein ganz normaler Prozess im Körper. Wenn Sie sich aber risikoreich verhalten, zum Beispiel rauchen oder sich zu wenig bewegen, lagern sich die Teilchen an den Arterienwänden ab und verändern dort deren Struktur. Dadurch kommt es anden Arterienwänden zur Entzündung. Zusammen mit Resten abgestorbener Zellen kommt es nach und nach zu einer fetthaltigen Ablagerung an der Zellwand. Diese Ablagerung nennen die Mediziner Plaque – sie ist nur durch eine dünne Zellschicht vom Blut in den Arterien getrennt.
Durch noch unbekannte Vorgänge im Körper kann es dazu kommen, dass diese schützende Schicht zerreißt. Die Folge: Sobald die Plaque mit dem Blut in Berührung kommt, wird im Körper die Gerinnung angekurbelt. Es entsteht ein Gerinnsel, das nach und nach das Herzkranzgefäß verschließt. Das Gewebe, das hinter diesem Pfropfen liegt, wird nicht mehr ernährt und stirbt ab – es kommt zum Herzinfarkt.
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