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Lippenherpes: Rhabarber und Salbei stoppen die lästigen Bläschen

Sich am Strand oder auf der Bergwanderung einmal so richtig die warme Sonne auf den „Pelz“ scheinen zu lassen – das ist für die meisten eines der schönsten Urlaubsgefühle. Doch einige unter Ihnen werden das Sonnenlicht vielleicht nicht ganz so euphorisch begrüßen.

Denn sein Anteil an UV-Strahlung ist ein gefürchteter Auslöser von Lippenherpes. Seit einigen Jahren gibt es Medikamente (z. B. Aciclovir), die die Herpes-Viren in Schach halten.

Allerdings ist die Wirksamkeit individuell sehr unterschiedlich. Manche Menschen sind begeistert, andere spüren überhaupt keine Besserung. Da kann es sinnvoll sein, die Therapie mit natürlichen Mitteln zu unterstützen.

Nur wenige Patienten wissen, dass sich eine Creme aus Rhabarber- und Salbei-Extrakt in einer wissenschaftlichen Studie als wirksam erwiesen hat.

Lippenherpes: Ansteckung ist nicht Ursache der Bläschen

Die lästigen Bläschen und Schwellungen beim Lippenherpes werden durch Herpes-Viren ausgelöst. Allerdings handelt es sich bei dem Ausbruch nie um eine Neuinfektion.

Denn fast 90 % der Deutschen sind bereits seit ihrer Kindheit dauerhaft mit dem Virus infiziert. Es nistet sich in Nervenzellen ein, und wenn die Bläschen auftreten, dann sind sie durch bestimmte Faktoren vorher aktiviert worden.

Diese Faktoren können einen Herpesausbruch begünstigen:

  • starke Sonneneinstrahlung (UVLicht)
  • negativer Stress
  • Schlafdefizite
  • geschwächtes Immunsystem
  • andere Virusinfekte (z. B. echte Grippe)

Viele Herpesgeplagte befürchten, sie könnten sich bei anderen Menschen anstecken, beispielsweise über gemeinsam benutzte Trinkgläser. Aber diese Vorstellung ist grundfalsch.

Denn die Bläschen stammen stets aus dem „eigenen“ Vorrat an Herpesviren.

Allerdings kann – wie eine Untersuchung der Universität Trier aus dem Jahr 2001 gezeigt hat – bereits der Ekel vor schmutzigen Gläsern viele Patienten psychisch so belasten, dass bei ihnen der Herpes tatsächlich ausbricht.

Kälte lindert Schmerzen und Juckreiz

Wenn die Bläschen ausgebrochen sind, sollten Sie sie mit antiseptischen oder alkoholischen Lösungen betupfen. Den akuten Schmerz und den Juckreiz lindern feuchte Kompressen mit eiskaltem Wasser oder das Einreiben mit Eiswürfeln.

Sinnvoller ist es allerdings, langfristige Maßnahmen zu ergreifen, die die Viren auf lange Sicht unterdrücken.

Ein pflanzliches Gel ist genauso wirksam wie ein synthetisches Präparat

Wenn Ihnen bisher nichts gegen Lippenherpes geholfen hat, lohnt sich ein Versuch mit Pyralvex®, einer Kombination aus Rhabarber- und Salbei-Extrakt.

In der Apotheke erhalten Sie das Präparat als Gel (15 g 9,20 €) oder Tinktur zum Bepinseln (10 ml 7,44 €).

In einer Studie der Universität Zürich aus dem Jahr 2001 an über 140 Herpes-Patienten war Pyralvex® genauso wirksam wie eine Creme mit dem synthetischen Präparat Zovirax® (Wirkstoff: Aciclovir). Die Heilungszeit betrug bei beiden Präparaten etwa sechs Tage.

Auch Vitalstoffe können das Virus bremsen. In verschiedenen Studien hat sich beispielsweise Vitamin C als wirksam erwiesen.

Nehmen Sie zu Beginn des akuten Schubes über den Tag verteilt 5-mal 400 mg ein. Zur Langzeitvorbeugung werden täglich 5-mal 200 mg empfohlen.

Ein 100%ig wirksames Mittel gibt es gegen Lippenherpes leider nicht. Zu unterschiedlich sind die Umstände, die die Viren aktivieren. Unser Rat: Beobachten Sie Ihren Körper.

So finden Sie selbst heraus, in welchen Situationen die Bläschen entstehen und mit welchen natürlichen Maßnahmen sie sich bei Ihnen am besten eindämmen lassen.

Ein Ei gegen Herpes

Eier enthalten große Mengen an Lysin, einer Aminosäure, die die gefürchteten Herpes-Viren davon abhalten kann, aktiv zu werden. Das Herpes-Virus baut sich eine Schutzhülle aus Aminosäuren.Lysin hemmt das Wachstum dieser Hüllen.

Bei Testpersonen, die zwischen 500 und 1.000 Milligramm Lysin zusätzlich zu ihrer normalen Nahrung zu sich nahmen, brach wesentlich seltener eine Herpes-Infektion aus.

Selbst wenn das Virus zuschlug, blieb die Stelle mit dem Ausschlag kleiner und heilte schneller ab. Zwei Eier enthalten 900 Milligramm Lysin.

Ebenfalls enthalten ist die Aminosäure in gebackenen Bohnen mit Tomatensoße, Fleisch, Milch und Käse. Ein gegrilltes Schweinekotelett enthält bis zu 2.000 Milligramm Lysin.

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