Herpes: Windpocken und Gürtelrose
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Erkankungen, die durch die Varizella-Zoster-Viren (VZV) ausgelöst werden, sind die Windpocken und die Gürtelrose. Die Windpocken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. 94 % der Erwachsenen haben bereits im Kindes- oder Schulalter die Windpocken gehabt. Bei den Windpocken ensteht auf dem gesamten Körper ein Hautausschlag, der bis zu 5 Tage bestehen bleibt und dann schnell abheilt. Es kommt innerhalb von 24 Stunden zur Bläschenbildung mit verschiedenen Bläschenstadien im gleichen Hautgebiet. Die Bläschen enthalten zunächst eine klare Flüssigkeit, die sich bald trübt. Schließlich trocknen die Bläschen unter Krustenund Schorfbildung ab. Zunächst sichtbare kleine Narben verschwinden gewöhnlich nach wenigen Monaten, ohne Spuren zu hinterlassen. Wenn die Bläschen jedoch aufgekratzt wurden, entstehen dauerhafte Narben. Eine leichte Temperaturerhöhung ist normal.
Zu Komplikationen kann es kommen, wenn gleichzeitig eine weitere Infektion mit anderen Erregern hinzukommt. In wenigen Fällen kann eine Mittelohrentzündung auftreten.
In jedem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere bei Erwachsenen mit Windpocken, da hier ernsthafte Komplikationen möglich sind.
Nach der ersten Infektion – also während der Windpocken – wandern einige Viren in die Nervenzellen nahe der Wirbelsäule. Dort halten sie sich im Allgemeinen über viele Jahre auf, ohne dass ein Rückfall stattfindet.
Meist erst im Erwachsenenalter werden diese Viren aufgrund einer Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems erneut aktiv. Sie rufen nun eine Gürtelrose, auch Herpes Zoster genannt, hervor. Der Hautausschlag, der gürtelförmig im Lendenbereich erscheint, war hier namensgebend. Dieser Bereich des Körpers ist am meisten befallen, wenn man von der Erkrankung heimgesucht wird. Sie kann aber auch an allen anderen Stellen des Körpers auftreten.
Die Gürtelrose kündigt sich mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl und meist leichtem Fieber an. Danach kommt es unter zum Teil erheblichen Schmerzen zu entzündlich geröteten, mit Flecken und Knötchen einhergehenden Hautveränderungen, aus denen sich gruppenartig angeordnete Bläschen entwickeln.
Innerhalb der nächsten 7 bis 10 Tage entwickeln sich immer neue Hautausschläge. Bei einem unkomplizierten Verlauf folgen dann die Verkrustung und Abheilung des Ausschlags, die gewöhnlich nach etwa 2 bis 3 Wochen abgeschlossen sind.
Die Schmerzen, die häufig schon einige Tage vor Ausbruch des Ausschlags auftreten, stehen in Beziehung zum Alter. Bei Jüngeren sind sie seltener ein Problem, bei Älteren treten sie dagegen oft sehr ausgeprägt auf. Sie können während der Abheilung verschwinden und danach wiederkehren.