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Herpes: Geniales Pflaster zur Wundheilung und Abdeckung

Schon die ersten Sonnenstrahlen wecken tief schlummernde Viren wie die Auslöser der Herpesbläschen an der Lippe. Nahezu 80 Prozent aller Menschen tragen das Herpes-simplex-Virus in sich, bei etwa jedem Fünften bricht es regelmäßig aus.

Und dafür braucht es nur einen kleinen Anlass: Intensive Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Lichtschutzfaktor, Stress oder auch nur ein starkes Ekelgefühl reichen aus, um die Lippenbläschen sprießen zu lassen.

Bis diese dann endlich abgeheilt sind, vergehen meist acht bis vierzehn Tage. Am Anfang sind die Bläschen hochansteckend. Zudem sind sie nicht gerade eine Zier.

Hier schafft sin spezielles Herpespflaster (zum Beispiel von Compeed, Apotheke) eine echte Abhilfe.

Es ist eine verlässliche Maßnahme, den Ausbruch eines Herpesbläschens an der Lippe schnell in den Griff zu bekommen. Das ultradünne Pflaster wird direkt auf das Lippenbläschen aufgetragen, so dass es dieses vollständig abdeckt.

Die Hydrokolloid-Wundheilung des Pflasters sorgt dafür, dass die Wunde feucht bleibt, indem direkt über der verwundeten Stelle eine Art Feuchtigkeitspolster gebildet wird.

Auf diese Weise entsteht ein optimales Wundheilungsmilieu, in dem die Herpesbläschen abklingen kann, ohne dabei auszutrocknen. Zusätzlich kommt es zu einer verringerten Schorfbildung. Je früher Sie das Herpesbläschen-Patch auftragen – am besten beim ersten Kribbeln, desto besser kann es die Symptome des Herpesbläschens an der Lippe bekämpfen.

Ein weiterer Vorteil: Das Herpesbläschen an der Lippe wird auf diese Weise diskret abgedeckt und kann sogar überschminkt werden.

Bekämpfen Sie Herpes beim ersten Kribbeln

Sobald Sie das erste Kribbeln spüren, sollten Sie den Kampf gegen die Infektion aufnehmen.

Diese Risikofaktoren können eine Herpes-Attacke an den Lippen auslösen:

  • Stress
  • starke Sonneneinstrahlung (besonders beim Sonnenbaden oder beim Skifahren)
  • Ekelgefühle
  • Hautreizungen oder Hautverletzungen
  • Fieber, Erkältung oder Grippe
  • kaltes Wetter
  • überheizte Räume und Klimaanlagen
  • hormonelle Umschwünge im Laufe des Zyklus und der Menstruation
  • Schwangerschaft

Virusinfektion: Windpocken

Erkankungen, die durch die Varizella-Zoster-Viren (VZV) ausgelöst werden, sind die Windpocken und die Gürtelrose. Die Windpocken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. 94 % der Erwachsenen haben bereits im Kindes- oder Schulalter die Windpocken gehabt.

Bei den Windpocken ensteht auf dem gesamten Körper ein Hautausschlag, der bis zu 5 Tage bestehen bleibt und dann schnell abheilt.

Es kommt innerhalb von 24 Stunden zur Bläschenbildung mit verschiedenen Bläschenstadien im gleichen Hautgebiet. Die Bläschen enthalten zunächst eine klare Flüssigkeit, die sich bald trübt. Schließlich trocknen die Bläschen unter Krustenund Schorfbildung ab.

Zunächst sichtbare kleine Narben verschwinden gewöhnlich nach wenigen Monaten, ohne Spuren zu hinterlassen. Wenn die Bläschen jedoch aufgekratzt wurden, entstehen dauerhafte Narben.  Eine leichte Temperaturerhöhung ist normal.

Zu Komplikationen kann es kommen, wenn gleichzeitig eine weitere Infektion mit anderen Erregern hinzukommt. In wenigen Fällen kann eine Mittelohrentzündung auftreten.

In jedem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere bei Erwachsenen mit Windpocken, da hier ernsthafte Komplikationen möglich sind.

Nach der ersten Infektion – also während der Windpocken – wandern einige Viren in die Nervenzellen nahe der Wirbelsäule. Dort halten sie sich im Allgemeinen über viele Jahre auf, ohne dass ein Rückfall stattfindet.

Virusinfektion: Gürtelrose

Meist erst im Erwachsenenalter werden diese Viren aufgrund einer Schwächung des körpereigenen Abwehrsystems erneut aktiv. Sie rufen nun eine Gürtelrose, auch Herpes Zoster genannt, hervor.

Der Hautausschlag, der gürtelförmig im Lendenbereich erscheint, war hier namensgebend. Dieser Bereich des Körpers ist am meisten befallen, wenn man von der Erkrankung heimgesucht wird.

Sie kann aber auch an allen anderen Stellen des Körpers auftreten.

Die Gürtelrose kündigt sich mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl und meist leichtem Fieber an. Danach kommt es unter zum Teil erheblichen Schmerzen zu entzündlich geröteten, mit Flecken und Knötchen einhergehenden Hautveränderungen, aus denen sich gruppenartig angeordnete Bläschen entwickeln.

Innerhalb der nächsten 7 bis 10 Tage entwickeln sich immer neue Hautausschläge. Bei einem unkomplizierten Verlauf folgen dann die Verkrustung und Abheilung des Ausschlags, die gewöhnlich nach etwa 2 bis 3 Wochen abgeschlossen sind.

Die Schmerzen, die häufig schon einige Tage vor Ausbruch des Ausschlags auftreten, stehen in Beziehung zum Alter. Bei Jüngeren sind sie seltener ein Problem, bei Älteren treten sie dagegen oft sehr ausgeprägt auf.

Sie können während der Abheilung verschwinden und danach wiederkehren.

Diese Behandlung Ihrer Herpesbläschen hilft Ihnen

Tritt der Lippen-Herpes sehr häufig auf und bringt etwa berufliche Beeinträchtigungen mit sich oder zieht jedes Mal schwere Hautläsionen nach sich, kann eine längere medikamentöse Vorsorgebehandlung in Betracht gezogen werden.

Dazu sollten Sie Ihren Hautarzt zu Rate ziehen. Er kann Ihnen spezielle Herpes-Medikamente zum Einnehmen verordnen.

In manchen Fällen hat sich auch die Kombination mit kortisonhaltigen Medikamenten bewährt.

Wenn Sie herausbekommen haben, welche Anlässe bei Ihnen zum Ausbruch der Infektion führen wie etwa Sonnenstrahlen oder bestimmte berufliche Stresssituationen, können Sie mit Ihrem behandelnden Arzt über eine vorbeugende Behandlung sprechen.

Das ist besonders dann wichtig, wenn Sie diese Risikosituationen nicht vermeiden können – etwa am Arbeitsplatz. Hier lässt sich virentötende Salbe kurmäßig vorbeugend einsetzen.

Steht Ihnen etwas Unangenehmes bevor, das erfahrungsgemäß zum Ausbruch von Herpesbläschen führen könnte, verwenden Sie vorsorglich die Salbe, auch wenn Sie noch keine Anzeichen verspüren.

So genannte Herpes-Patches aus der Apotheke – eine Art unsichtbares Wirkstoffpflaster, das die Wundheilung fördert – können Ihnen die Bläschen-Zeit erleichtern.

Denn damit überkleben Sie die Bläschen, die dann schneller abheilen. Die Pflaster können von Ihnen auch überschminkt werden.

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • Sabine Schwandt schrieb am 07.04.2010, 14:18 Uhr

    Lieber Herr Erb, ich lese immer wieder gerne Ihre Ratschläge und genau dieser über Herpes hat mich sehr interessiert. Seit mehr als 20 Jahren habe ich immer wieder Herpesinfektionen am oberen Teil beider Pobacken, manchmal bis zu der Größe eines 2€ Stücks. Das ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern greift mittlerweile auch meine Nerven in dieser Gegend an, so dass ich immer vor dem Auftreten und währenddessen unter starken Nervenschmerzen leide. Bisher konnte mir kein Arzt helfen, auch nicht mein Dermatologe. In meinem Beruf stehe ich sehr unter Leistungsstress und während meiner Zeit im Büro tritt auch immer wieder die Herpesinfektion auf. Während meiner Urlaube verschwindet die Infektion dann völlig. Wissen Sie Abhilfe? Vielen Dank und herzliche Grüße, Sabine Schwandt