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Herpes: Beugen Sie dem Ausbruch der lästigen Bläschen vor

Tragen Sie mehrmals täglich eine Anti-Herpes-Salbe auf, sobald sich das erste Kribbeln oder Jucken einer Bläschen-Attacke bemerkbar macht. Antiviral wirkende Salben aus der Apotheke (zum Beispiel mit dem Wirkstoff Aciclovir) können dann das Aufbrechen der Bläschen eindämmen, verhindern tun sie dies allerdings meist nicht mehr.

Allerdings klappt die vorbeugende Bekämpfung der Bläschen auch nicht unbedingt immer. Denn Sie werden die Anzeichen eines Bläschen-Ausbruchs nicht jedes Mal bewusst bemerken.

Erfolgversprechende Naturheil- oder Hausmittel gegen die Bläschen-Attacken: Melissenextrakt aus der Apotheke wirkt antiviral und eignet sich sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung. Garantiert helfen Melissetinkturen.

Sie können es auch einmal mit Honig versuchen. Betupfen Sie die Bläschen 6-mal am Tag mit einem sterilen Mulltupfer aus der Apotheke, auf den Sie zuvor etwas Honig gegeben haben.

In gut zwei Tagen heilen die Bläschen aus – oft schneller als mit der Salbe aus der Apotheke. Sofern Sie den Honig nicht abschlecken – er sollte jeweils mindestens 15 Minuten einwirken. Auch mit Propolis-Präparaten und homöopathischen Verschüttelungen wurden gute Erfahrungen gemacht.

Manche Betroffenen schwören auf Teebaumöl. Es sollte aber stets frisch geöffnet werden, denn es verkeimt schnell. Ein Homöopath kann Ihnen mit homöopathischen Verschüttelungen helfen.

Wenn Sie häufiger von Herpes-Attacken heimgesucht werden, versuchen Sie, so viel Stress wie möglich zu vermeiden.

Cytomegalie-Virus: Neuer Angriffspunkt entdeckt

Obwohl die meisten Menschen ihr Leben lang das Herpesvirus CMV in sich tragen, kontrolliert das Immunsystem die Infektion und der Mensch bleibt ohne Symptome.

Bei einer Schwächung des Immunsystems kann CMV zum Problem werden, beispielsweise nach einer Organtransplantation oder bei Aids-Patienten. Bislang wusste man nicht, warum der menschliche Körper die Infektion in diesen Fällen nicht mehr unter Kontrolle hält.

Forscher des HZI untersuchten die Virusabwehr mit Kooperationspartnern des Max von Pettenkofer-Instituts in München. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift „PLOS Pathogens“.

Es gilt als bekannt, dass das Immunsystem infizierte Zellen zur gezielten Selbstzerstörung bringt. Diese begehen im Prozess der Apoptose gewissermaßen Selbstmord.

Indem der Körper befallene Zellen frühzeitig opfert, verhindert er eine Vermehrung der Erreger. Das Zeichen dafür kommt von der Zelle selber oder von außen durch Zellen des Immunsystems.

Diesen zweiten Fall untersuchten die Immunologen genauer. Das Signal zum Selbstmord erhalten die Zellen über sogenannte „Todes-Rezeptoren“, die auf der Oberfläche der Zellen zu finden sind.

Zellulärer Selbstmord

„Wir haben herausgefunden, welche Immunzellen das Signalmolekül aussenden, das dort andockt.“ Dies erklärt Dr. Linda Ebermann, Wissenschaftlerin am HZI. Das Todes-Signal stammt von Makrophagen, den Fresszellen des Immunsystems, die eingedrungene Erreger vertilgen.

Aktivierte Makrophagen wandern zum Entzündungsherd, wo sich die Virus-infizierten Zellen befinden.

Dort schütten sie bioaktive Moleküle aus, die umgebende Zellen in den Tod schicken. Dass sie auf diese Weise zur Virenbekämpfung beitragen, war bislang nicht bekannt.

Die Immunologen entdeckten nicht nur die Quelle der Signale. Sie zeigten darüber hinaus, wie die evolutionäre Antwort der Viren auf das molekulare Aufrüsten aussieht. „Viren sind keine Lebewesen. Um sich zu vermehren, brauchen sie lebende Wirtszellen“, erläutert Ebermann.

„Das Cytomegalie-Virus zwingt infizierte Zellen, ein virales Protein herzustellen, das den zellulären Selbstmord unterdrückt. So kann es sich ungestört vermehren und verbreiten.“

Ergebnisse der Mäuse-Forschung auf Menschen übertragbar

Bei ihrer Studie kam den Forschern zugute, dass es eine Variante von CMV gibt, die spezifisch Mäuse infiziert. Diese ähnelt stark derjenigen, die Menschen befällt.

Genau wie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem an CMV erkranken, leiden auch immunschwache Mäuse unter der Krankheit, wenn sie mit der mausspezifischen Variante infiziert sind.

Fehlt den Mäusen ein Teil des Immunsystems, funktioniert die Strategie des Mäusevirus: Ein Proteins namens M36 stoppt das Programm der zellulären Selbsttötung und sichert so das Überleben seiner Wirtszelle.

Die Chancen gelten als hoch, dass das menschliche Virus es genauso macht. „Die Apoptose-hemmenden Proteine für die Herstellung von humanem und Mäuse-CMV ähneln sich stark.

Daher gehen wir davon aus, dass wir unsere Erkenntnisse auf den Menschen übertragen können.“ Dies schlussfolgert Prof. Luka Cicin-Sain, Leiter der Forschungsgruppe „Immunalterung und Chronische Infektionen“ am HZI und Juniorprofessor am Institut für Virologie der MHH.

Neue medikamentöse Therapiemöglichkeiten

Im Augenblick besitzt das Virus in immungeschwächten Menschen die besseren Waffen: Der infizierte Mensch erkrankt an Entzündungen des Gehirns, des Darms oder der Netzhaut des Auges. Die Arbeit der HZI-Forscher deckte jedoch die Strategie der Viren auf.

Sie liefert so einen Anhaltspunkt, wo Medikamente angreifen könnten, um das Immunsystem der erkrankten Menschen zu unterstützen.

„Denkbar ist, mit Hilfe von Medikamenten zu verhindern, dass CMV den zellulären Selbstmord blockiert. So nehmen wir dem Virus die Möglichkeit, sich weiter auszubreiten. Das wäre eine große Hilfe für immungeschwächte Menschen, die mit CMV infiziert sind“, unterstreicht Cicin-Sain die Relevanz der Ergebnisse.

Diese Arbeiten führten die Wissenschaftler im Rahmen des „Helmholtz Virtual Institute for Viral Strategies of Immune Evasion“ (VISTRIE) durch.

Diesem internationalen Konsortium gehören Forscher von Helmholtz-Instituten und führenden deutschen und internationalen Universitäten an. HZI-Wissenschaftlern initiierten es unter der Führung von Professor Luka Cicin-Sain.

Die Arbeitsgruppe „Immunalterung und Chronische Infektionen“ am HZI erforscht, welchen Einfluss Krankheitserreger auf die Alterung des Immunsystems haben. Dazu untersuchen die Wissenschaftler die Infektion mit dem Cytomegalie-Virus.

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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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Alte Kommentare
  • Gaby Gränacher schrieb am 10.01.2012, 08:12 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren Ich habe für Herpes egal welche Herpes-Erkrankungen also von Lippen bis zu Herpes-Genitales ein super Lösungs-und natürlich Heilungsmethode ohne Aufwand und mit den besten Erfolgen. Und zwar ist das L-lysin ist eine Aminosäure und wird von Körper her selber produziert. Herpes Personen habe leider zu wenig und es ist auch kaum bekannt. Wenn man jedoch unter L-lysin im Internet nachschaut wird es bestätigt. Und bei Personen die sehr stark an Herpes leiden, würde ich sogar empfehlen immer täglich eine Tablette a/500mge einzunehmen und der Herpes kommt nicht wieder. Bei Leuten die einen akuten Herpesausbruch haben, empfehle ich sogar während dieser Zeit 3-4gr. einzunehmen und der Herpes ist in 2-3 Tagen total verschwunden ohne Nebenwirkungen (wie bei Herpessalben,die sehr stark sind und bei empfindlichen Haut Rötungen verursachen. Bei Herpes Genitales empfehle ich sogar das L-lysin immer zu nehmen und Herpes wird nicht mehr kommen. Ich selber rede aus eigenen Erfahrung bei Lippenherpes und habe nun schon seit über 3 Jahren nichts mehr, wo ich vorher regelmässig Besuch gekriegt habe von Herpes und ich kenne auch persönlich eine Person die an Herpes Genitales leidet und seit der Einnahme täglich schon seit über 4 Jahre ncihts mehr hat. Einmal hat diese Person das L-lysin nach 2 Jahren abgesetzt und innert 4 Tages ist es wieder gekommen und hat sofort 3-4gr. genommen und der Herpes ging in 2 Tagen wieder weg. Ich hoffe ich kann mit diesem Tipp, anderen Menschen helfen und grüsse Sie herzlichst. Gaby Gränacher

    • Raphael Brunner antwortete am 22.01.2012, 12:11 Uhr

      Ich habe lippenherpes wie viel mal sollte ich denn L-Lysin pro woche einnehmen um lippenherpes vorzubeugen?

    • Gaby Gränacher antwortete am 23.01.2012, 08:56 Uhr

      Hallo Herr Raphael Brunner Ich würde wie beschrieben um den Lippenherpes zu umgehen, wenn er weg ist mal sicher 1/2 Jahr lang täglich 1 Tabl. a/500mg einnehmen, das sind dann 7 Tabletten in einer Woche. Nach 6 Monate würde ich mal absetzen und warten was passiert. Wenn es wieder kommt würde ich nochmals ein paar Monate lang täglich 1 Tablette a/500mg nehmen. Würde ich solange machen bis es nicht mehr kommt. Das l-lysin ist ja nicht so teuer 100 Tabletten um die E 20.-- Ich persönlich nehme sie seit 3 Jahre täglich und habe Ruhe von Lippenherpes und ist ja eine Aminosäure also ganz natürlich.. Herzliche Grüsse Gaby Gränacher

  • Hannelore Mayrhofer schrieb am 10.01.2012, 08:24 Uhr

    hallo und guten Morgen! Bin nicht oft "gesegnet" mit Fieberblasen, aber dann verwende ich Bachblüten Notfalltropfen, sobald ich die ersten Anzeichen spüre. Habe die Bachblüten anfangs belächelt. In diesem Fall wirken sie bei mir allerdings tatsächlich. Ausprobieren lohnt sich allemal. Liebe Grüße

  • Rainer Seifert schrieb am 10.01.2012, 21:57 Uhr

    Grüß Gott Herr Erb, ergänzend eine Anmerkung, denn man kann ja gar nicht oft genug darauf hinweisen: Um Himmels Willen mit Herpes im Gesicht ABSTAND zu Säuglingen, Kleinkindern, am besten zu allen Kindern. Es hat schon schwerste dauerhafte Behinderungen gegeben, da die Kleinen überhaupt noch keine Immunabwehr gegen dieses Virus besitzen. Eigentlich sollte jeder normal denkende Mensch ja schon von sich aus mit soviel Verstand gesegnet sein, um derartiges zu unterlassen. Leider kommt es aber wohl doch immer wieder vor. Vielleicht können Sie in Ihrem Bericht mal mit darauf eingehen.Wenn nur ein einziges Kind deshalb vom furchtbaren Resultat verschont wird, hätte es sich schon gelohnt. Freundliche Grüße Rainer Seifert

  • Harald Hinze schrieb am 10.01.2012, 23:18 Uhr

    Meine Frau, ein Nachbarjunge und dessen Mutter litten teilweise sehr heftig unter Herpes, insbesondere wenn sie erkältet waren oder eine Grippe hatten. Nachdem wir duch Zufall von MMS gelesen hatten, habe ich mir entsprechende Wasserreinigung besorgt und angewendet. Viruelle und bakterielle Infektionen bekommen wir seitdem immer kurzfristig in den Griff, ohne richtig krank zu werden. Bei beiden Frauen und dem Jungen ist nach der ersten Anwendung der Tropfen nie wieder ein Herpes aufgetreten.

    • Wolfram Eggert antwortete am 13.01.2012, 15:16 Uhr

      Sehr geehrter Herr Erb, Herpes lässt sich bestens mittels MMS verhindern. Aber man kann bei den ersten Anzeichen auch Sterillium mehrmals täglich auf dem betroffenen Lippenpunkt einmassieren und Herpes kommt nicht zum Ausbruch. Aber nicht auf die Schleimhaut aufbringen.