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Grundlagenwissen zum Thema Hepatitis

Hepatitis bezeichnet eine Entzündung der Leber mit verschiedenen Ursachen: Bei Viren unterscheidet man zwischen den klassischen Hepatitisviren und nicht-klassischen Hepatitisviren wie beispielsweise dem Mumpsvirus.

Die verschiedenen Arten

Darüber hinaus spielen Bakterien, Pilze, Parasiten, Gifte, physikalische Ursachen wie hohe Strahlenbelastung, immunpathologische Ursachen wie eine Autoimmunerkrankung, angeborene sowie extrahepatische (außerhalb der Leber liegende) Ursachen. Je nach Typ variiert sowohl Gefährlichkeit als auch Heilbarkeit der Hepatitis. Liegt der Grund der Leberentzündung in einer anderen Grunderkrankung, spricht man von Begleithepatitis. Hepatitis verläuft akut oder chronisch. Unter den am häufigsten vorkommenden viralen Hepatitiserkrankungen unterscheidet man zwischen

  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Hepatitis C
  • Hepatitis D
  • Hepatitis E

Die Situation in Deutschland

In Deutschland tritt Hepatitis C am häufigsten auf. Bei einer Hepatitis auftretende Symptome hängen von der Ursache ab. Oft zeigen Hepatitiserkrankungen eher unspezifische Symptome wie Müdigkeit und ein Druckgefühl im rechten Oberbauch. In späteren Stadien kommt es häufig zu einer Gelbsucht.

Hepatitis-Viren übertragen sich auf verschiedenen Wegen: Hepatitis A und E übertragen sich durch Schmierinfektio; der Erreger befindet sich im Stuhl. Hepatitis B gehört zu den sexuell übertragbaren Krankheiten, die auch über Blut übertragbar sind. Hepatitis C wird hauptsächlich über den Blutweg übertragen. Hepatitis D wiederum tritt nur bei mit Hepatitis B infizierten Personen auf. Die Behandlung hängt vom Krankheitstyp ab.

Gehören Sie zur Risikogruppe?

Da Sie vor dem Auftreten von Symptomen jahrelang mit Hepatitis C infiziert sein können, sollten Sie sich untersuchen, wenn Sie:

  • eine Bluttransfusion vor 1991 erhielten,
  • Drogen intravenös oder intranasal konsumierten (auch nur ein einziges Mal),
  • eine Organtransplantation vor 1991 erhielten,
  • mit dem Blut anderer Personen in Kontakt kamen,
  • sich aufgrund von Nierenversagen der Dialyse unterzogen,
  • Konzentrate aus Gerinnungsfaktoren vor 1991 erhielten,
  • sich Ohrlochstechen, Bodypiercing, Tätowierung oder Akupunkturbehandlungen unterzogen, bei denen man keine sterilen Instrumente oder Nadeln benutzte.

Sie sollten sich testen, wenn einer dieser Fälle oder der Verdacht darauf auf Sie zutrifft. Wenn Sie meinen, dass Sie einem Risiko für Hepatitis C ausgesetzt sind, beraten Sie sich mit Ihrem Arzt.

Kurios…

Amerikanischen Forschern gelang es, eine „Impf-Kartoffel“ gegen Hepatitis B zu entwickeln. Sie bauten ihr ein Gen ein, das gegen den Krankheitserreger immun macht. Erste Versuche am Menschen verliefen erfolgreich. Der Vorteil der Kartoffel gegenüber normalen Impfstoffen: Die Kartoffel ist problemlos zu lagern und muss nicht gekühlt werden.

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