Helicobacter: Gefährlicher Magenkeim
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Für die Entdeckung des nur 3 Tausendstel Millimeter (3 µm) langen Bakteriums Helicobacter pylori, das die Magenschleimhaut zerstört, erhielten die beiden australischen Forscher Dr. Barry Marshall und Dr. J. Robin Warren 2005 den Nobelpreis für Medizin.
Die genannten Beschwerden treten besonders häufig im Frühjahr und Herbst auf. Ursache ist vermutlich eine witterungsgedingte Schwäche der Immunabwehr, wodurch sich der Magenkeim stark vermehren kann.
Liegt Ihr Messwert über 5 Promille, besteht eine ausgedehnte Infektion, die sich nur mit einer zweibis dreiwöchigen Kombinationstherapie aus synthetischen Antibiotika bekämpfen lässt. Natürliche Antibiotika sind hier einfach zu schwach. Gleichzeitig müssen Sie Magensäurehemmer (Protonenpumpenhemmer) einnehmen, damit die Antibiotika die in der Schleimhaut versteckten Erreger auch erreichen und abtöten können. Zum Schutz Ihrer Darmflora sollten Sie Ihren Arzt um die Verschreibung eines Hefepilzpräparats (z. B. Perenterol®) bitten und anschließend Ihre Immunabwehr mit natürlichen Mitteln unterstützen.
Gehen Sie am Tag vor Beginn der Anti-Helicobacter-Therapie zu Ihrem Zahnarzt, um Ihre Zähne von Zahnstein reinigen und sich eine antibakterielle Gurgellösung mit dem Wirkstoff Chlorhexidin, etwa Hexoral®, für die erste Therapiewoche verordnen zu lassen. Denn der üble Magenkeim nistet häufig in Zahnplaques und wandert von dort wieder in den gerade sanierten Magen – die ganze Behandlung wäre dann umsonst gewesen!