Helicobacter: Fleischverzehr erhöht Magenkrebsrisiko
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Bei einer Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori steigert ein täglicher Verzehr von 100 g Fleisch(waren) das Magenkrebsrisiko auf das Fünffache. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Europäischen Großstudie zu ernährungsbedingten Krebserkrankungen EPIC (European Investigation into Cancer and Nutrition), an der seit 1992 rund 500.000 Menschen aus ganz Europa teilnehmen.
Bei nicht infizierten Personen fand Dr. Carlos A. Gonzalez vom spanischen EPIC-Studienzentrum Barcelona keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Magenkrebs. Wie der Forscher im April 2006 in der britischen Fachzeitschrift Journal of the National Cancer Institute erläuterte, führt vermutlich der hohe Eisengehalt des Fleisches zu einer starken Vermehrung des Magenkeims, der die Magenschleimhaut schädigt und dadurch die Krebsentstehung fördert.
Tipp: Wenn Sie häufig an Sodbrennen und Übelkeit leiden, sollten Sie einstweilen auf rotes Fleisch verzichten und sich von Ihrem Arzt auf eine Helicobacter-Infektion untersuchen lassen. Geflügel dürfen Sie essen, denn dieses hat der Studie zufolge keinen Einfluss auf das Krebsrisiko.