MenüMenü

So bereiten Sie sich ein Sitzbad gegen Analbeschwerden zu

Was man vereinfacht Hämorrhoiden nennt, ist ein Geflecht aus feinen Arterien und Venen (med.: Plexus haemorrhoidalis), das sich bei jedem Menschen eingebettet in Bindegewebe vor dem Schließmuskel des Afters befindet.

Dieser ringförmige Gefäßschwamm unterstützt den Schließmuskel in seiner Funktion. Wenn sich der Enddarm mit Kot füllt, fließt vermehrt Blut in dieses Gefäßgeflecht, wodurch es anschwillt.

Verstopfung begünstigt Hämorrhoiden

So entsteht eine perfekte Abdichtung zum Darm hin. Nach dem Stuhlgang vermindert sich die Durchblutung des „Dichtungsrings“ wieder, und er schwillt ab. Bleiben die kleinen Blutgefäße jedoch dauerhaft erweitert und entspannen sich nach der Stuhlentleerung nicht, sind krankhafte Hämorrhoiden entstanden.

Wenn dauerhaft ein zu hoher Druck auf das Gefäßgeflecht des Enddarms ausgeübt wird, leiern die feinen Blutgefäße aus und stülpen sich mit Aussackungen hervor.

Der gefäßschädigende Druck kann entstehen durch:

  • chronische Verstopfung
  • zu starkes Pressen beim Stuhlgang
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft
  • ballaststoffarme Ernährung
  • zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • überwiegend sitzende Tätigkeit oder Lebensweise
  • regelmäßige Einnahme von Abführmitteln

Zusätzlich gilt auch eine erbliche Belastung als Risikofaktor, ebenso wie eine angeborene Bindegewebsschwäche. Zunächst werden Sie von den sich bildenden Gefäßaussackungen nichts bemerken. Doch mit der Zeit schreitet die Erkrankung fort.

Beginnen Sie also bei den ersten Anzeichen damit, Ihren Lebensstil zu ändern und mit natürlichen Maßnahmen gegenzusteuern.

Nicht nur die Naturheilkunde sondern auch die Schulmedizin sieht in einer geregelten Verdauung die Basis zur Vermeidung und Behandlung eines Hämorrhoidenleidens. Bringen Sie daher reichlich Ballaststoffe in Form von Vollkornprodukten, Gemüse und Obst auf Ihren Speiseplan, und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Dadurch wird der Stuhl weich gehalten, und Sie müssen nicht Pressen.

Stopfende Nahrungs- und Genussmittel wie Schokolade, Kaffee, Cola und schwarzen Tee sollten Sie ebenso zurückhaltend zu sich nehmen wie Weißmehlprodukte und Süßigkeiten. Vermeiden Sie scharfe Gewürze wie Curry oder Chili, da sie die zarte Analschleimhaut reizen können.

Sitzbad gegen Analbeschwerden

Für eine Eichenrinden-Abkochung zur äußeren Anwendung übergießen Sie 2 EL Eichenrinde aus der Apotheke mit 1 l kaltem Wasser.

Den Ansatz bringen Sie zum Kochen und lassen ihn 3 bis 5 Minuten sprudelnd kochen. Dann seihen sie ihn ab und wenden die Abkochung lauwarm an – etwa als Sitzbad bei Hämorrhoiden und anderen Analbeschwerden.

Analbeschwerden: In der Apotheke gibt es viele hilfreiche Präparate

In der Apotheke erhalten Sie eine Reihe von wirksamen Fertigpräparaten (zum Beispiel Tannosynt® oder Tannolact®), die einfach in der Anwendung sind.

Hier erhalten Sie auch entzündungshemmende Cremes und Salben mit Eichenrinde (von Wala) sowie eine Quercus-Essenz. Auch Quercus-Zäpfchen sind im Handel. Von Weleda erhalten Sie ein blutflusshemmdes Präparat (Menodoron).

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten