Gicht: Urinprobe gibt Auskunft
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GNL5356
Um eine Gicht zu diagnostizieren, kann Ihr Arzt etwas Flüssigkeit aus dem betroffenen Gelenk entnehmen (Gelenkpunktat) und anschließend unter dem Mikroskop untersuchen. Die Anwesenheit von Harnsäure-Kristallen in der Probe kann die Diagnose einer Gicht bestätigen.
Auch eine Blut-Untersuchung kann notwendig sein, um den HarnsäureSpiegel im Blut zu bestimmen. Eine 24-Stunden-Sammel-Urinprobe kann zeigen, wie viel Harnsäure Sie ausscheiden.
Je früher ein Gichtanfall behandelt wird, umso schneller können die Schmerzen abklingen. Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können verschrieben werden. Besonders verbreitet ist Indometacin (z. B. Amuno®). Im Regelfall wird ein NSAR eingenommen, bis die Schmerzen verschwunden sind, meistens innerhalb von 5 Tagen.
Die NSARs sind jedoch nicht für alle Gicht-Patienten geeignet. Menschen mit einer Nieren-Erkrankung, einem blutenden Magengeschwür, einem extrem hohen Blutdruck oder solche, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, werden kurzfristig mit Glucocorticoiden wie zum Beispiel Prednison behandelt. In einigen Fällen können die Glucocorticoide direkt in das Gelenk gespritzt werden.
Ein anderes Medikament, Colchicin, kann für die Therapie einer akuten Gicht eingesetzt werden. Es gehört allerdings nicht zur ersten Wahl, da Übelkeit, Erbrechen und Durchfall zu den häufigsten Begleiterscheinungen zählen.
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