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Gicht: Erkennen und gezielt behandeln

Typischerweise kommt der Gichtschmerz sehr plötzlich. Der Anfall verursacht einen starken Schmerz, der gewöhnlich in einem Gelenk, seltener aber auch in mehreren Gelenken auftritt. Das betroffene Gelenk ist gerötet und geschwollen.

Obwohl Gicht häufig im Grundgelenk der großen Zehe auftritt, können auch Knie-, Hand- und Fußgelenke betroffen sein. Gichtanfälle sind meist nur von kurzer Dauer.

Schmerzen und Schwellung verschwinden meist nach wenigen Tagen, können jedoch unter Medikamenten noch schneller abklingen.

Was geschieht im Körper?

Bei manchen Menschen bilden sich über Jahre große Mengen an Harnsäure-Kristallen, die in Gelenken und benachbarten Geweben als Tophi oder Gichtknoten bezeichnet werden.

Diese sehen aus wie kleine Klumpen unter der Haut und tauchen oft in der Nähe von betroffenen Gelenken auf, besonders an Ellbogen, Fingern und Zehen. Tophi können sich auch am Außenrand der Ohren bilden.

Einige Menschen haben außer Tophi keinerlei Gicht-Symptome. Aber die Tophi können sich entzünden und Schmerzen verursachen. Ohne Behandlung können die Kristallablagerungen sogar benachbartes Knochengewebe zerstören.

Wie Sie Gicht erkennen und behandeln können

Wenn Sie unter plötzlichen Gelenkschmerzen leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Eine unbehandelte Gicht kann zu noch stärkeren Schmerzen und Gelenkschäden führen.

Eine sofortige Behandlung ist notwendig, wenn der Gelenkschmerz von Fieber begleitet wird, da in diesem Fall eine Gelenkinfektion vorliegen kann.

Gicht-Patienten sollten auch auf andere Risiken untersucht werden. So gilt Gicht als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Neuere epidemiologische Studien in den USA haben erhöhte Harnsäurewerte als unabhängigen Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit bestätigt.

Puringehalt von Lebensmitteln

(umgerechnet in gebildete Harnsäure in mg)

Lebensmittel    [100 g]Harnsäure       [mg]Lebensmittel   [100 g]Harnsäure       [mg]
Kalbsbries1260Erbsen86
Sprotten804Brokkoli78
Rinderleber554Spinat57
Sardinen in Öl480Blumenkohl50
Brathuhn mit Haut345Bohnen, grün38
Schweineniere334Reis33
Seelachs163Spargel25
Schweinefleisch150Kartoffeln15
Schinken, gekocht131Apfel14
Rinderroulade120Tomate11
Brathuhn ohne Haut120Gouda10

Für eine purinarme Ernährung nehmen Sie pro Tag maximal 500 mg Harnsäure auf bzw. nicht mehr als 3000 mg pro Woche.

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