Gicht: So erkennen Sie sie
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Typischerweise kommt der Gichtschmerz sehr plötzlich. Der Anfall verursacht einen starken Schmerz, der gewöhnlich in einem Gelenk, seltener aber auch in mehreren Gelenken auftritt. Das betroffene Gelenk ist gerötet und geschwollen. Obwohl Gicht häufig im Grundgelenk der großen Zehe auftritt, können auch Knie-, Hand- und Fußgelenke betroffen sein. Gichtanfälle sind meist nur von kurzer Dauer. Schmerzen und Schwellung verschwinden meist nach wenigen Tagen, können jedoch unter Medikamenten noch schneller abklingen.
Bei manchen Menschen können sich über Jahre große Mengen an Harnsäure-Kristallen bilden, die in Gelenken und benachbarten Geweben als Tophi oder Gichtknoten bezeichnet werden. Diese sehen aus wie kleine Klumpen unter der Haut und tauchen oft in der Nähe von betroffenen Gelenken auf, besonders an Ellbogen, Fingern und Zehen. Tophi können sich auch am Außenrand der Ohren bilden.
Einige Menschen haben außer Tophi keinerlei Gicht-Symptome. Aber die Tophi können sich entzünden und Schmerzen verursachen. Ohne Behandlung können die Kristallablagerungen sogar benachbartes Knochengewebe zerstören.
Wie Sie Gicht erkennen und behandeln können
Wenn Sie unter plötzlichen Gelenkschmerzen leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Eine unbehandelte Gicht kann zu noch stärkeren Schmerzen und Gelenkschäden führen. Eine sofortige Behandlung ist notwendig, wenn der Gelenkschmerz von Fieber begleitet wird, da in diesem Fall eine Gelenkinfektion vorliegen kann.
Gicht-Patienten sollten auch auf andere Risiken untersucht werden. So gilt Gicht als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Neuere epidemiologische Studien in den USA haben erhöhte Harnsäurewerte als unabhängigen Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit bestätigt.
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