Gicht: Pseudogicht
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GNL5356
Unter Pseudogicht versteht man eine Gelenkerkrankung mit arthritisähnlichen, wiederkehrenden starken Schmerzen, die Tage bis Wochen dauern können.
Wie die echte Gicht wird die Pseudogicht durch Kristallablagerungen in Ihren Gelenken verursacht. Allerdings sind gewöhnlich größere Gelenke wie Knie-, Hand-und Sprunggelenke davon betroffen; außerdem handelt es sich um andere Kristalle. Diese bestehen bei der Pseudogicht aus Kalziumpyrophosphat und nicht aus Harnsäure wie bei der echten Gicht.
Ablagerungen von Pyrophosphat in Gelenken können nach einiger Zeit zu Gelenkverschleiß führen. Wie bei der Gicht wird die Pseudogicht durch eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit diagnostiziert und bei Vorhandensein von PyrophoshatKristallen bestätigt.
Schmerzen und Entzündung werden gewöhnlich mit verschreibungspflichtigen nichtsteroidalen Antirheumatika behandelt. Aus den betroffenen Gelenken kann auch die Ergussflüssigkeit entnommen und ein Corticosteroid intraartikulär (in das Gelenk) gespritzt werden, um die Schmerzen zu lindern. Im Allgemeinen ist zwischen den Anfällen keine Behandlung notwendig.
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