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Auf diese Lebensmittel sollten Sie bei Gicht verzichten

Diese Nahrungsmittel üben einen negativen Einfluss auf Ihre Harnsäurewerte aus:

  • Innereien (Bries, Herz, Leber, Nieren, Kutteln) und Produkte aus Innereien (Leberwurst)
  • fette Fleisch-, Wurst- und Fischwaren wie Schweinebraten, Gans, Ente, Geflügel mit Haut, Bratwürste, Salami, Heringe, Sprotten, Ölsardinen, Hummer, Muscheln, Garnelen, Räucherlachs
  • große Mengen von Fetten und Ölen
  • fettreiche Milch und Milchprodukte
  • große Mengen Alkohol
  • Fleischextrakte
  • Hefe und Hefeprodukte
  • Spargel

Diese Nahrungsmittel sind bedingt für Sie geeignet, wenn Sie gichtgefährdet sind beziehungsweise unter Gicht leiden:

  • magere Fleisch- und Wurstsorten ( maximal 100 g am Tag)
  • Geflügel ohne Haut
  • fettarmer Fisch (Heilbutt, Seezunge, Kabeljau, Scholle, Seelachs)
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse wie Schwarzwurzeln, Sellerie, Spinat, Mangold, Blumenkohl
  • Pilze

Diese Lebensmittel können Sie ohne Bedenken essen:

  • magere Milchprodukte
  • 2 bis 3 Eier pro Woche
  • Gemüse wie Gurken, Karotten, Rettich Zwiebeln, Salat, Kürbis, Kohlrabi, Auberginen, Zucchini, Fenchel, Paprika, Tomaten, Radieschen, Kartoffeln
  • alle Obstsorten, außer getrockneten Früchten
  • Getreide und Getreideprodukte
  • Mineralwässer, Tee, Kaffee und Obstsäfte

In welchem Bereich sollte Ihr Harnsäurespiegel liegen?

Das wollten Sie zum Thema Gicht heute noch von mir wissen: Als normal gelten bei Männern 7,7 mg/dl Blut und bei Frauen bei 5,5 mg/dl. Wenn Ihre Harnsäurewerte im Blut steigen – bei Männern auf über 9 mg/dl und bei Frauen auf 8,5 mg/dl – liegt eine Hyperurikämie (erhöhte Harnsäurewerte) vor. Dann sind Sie akut gichtgefährdet und müssen mit Gichtanfällen rechnen.

Die Gicht verläuft in 4 Stadien

Stadium 1: Sie haben noch keine Symptome, aber deutlich erhöhte Harnsäurewerte.

Stadium 2: Es kommt zu einem akuten Gichtanfall.

Stadium 3: Das ist die Phase zwischen zwei Gichtanfällen. Sie wird auch interkritisches Stadium genannt.

Stadium 4: Das ist die chronische Gicht mit der Bildung von Gichtknoten (Tophusbildung) und nicht mehr rückgängig zu machenden Gelenkschäden.

Bleibt die Gicht unbehandelt, kommt es in immer kürzeren Abständen zu heftigsten Schmerzattacken und letztlich zur Gelenkverformung. Es können sich Gichtgeschwüre und  chronische Nierenschäden ausbilden. Die Medikamente, die bei der Hyperurikämie und der Gicht zum Einsatz kommen, hemmen entweder die Bildung von Harnsäure im Körper oder erhöhen die Ausscheidung von Harnsäure über die Niere. Beim akuten Gichtanfall werden zusätzlich Medikamente verschrieben, die entzündungshemmend sind.

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Über den Autor Sylvia Schneider

Expertin im Bereich Ernährungs- und Kommunikationswissenschaft Sie begann ihre journalistische Karriere nach den Studienabschlüssen mit einem Volontariat bei der dpa […]