Gallensteine: Wann Sie zum Arzt müssen
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Wenn Ihre Gallenblase Galle ausschüttet, können ein oder mehrere Gallensteine abgehen. Größere, aber auch kleinere Steine können am Ausführungsgang der Gallenblase stecken bleiben, der diese mit dem großen Gallengang verbindet. Oder sie können die Mündung zum Dünndarm verstopfen. Symptome für diese Probleme beinhalten:
Plötzliches Auftreten mäßiger bis starker Schmerzen im Oberbauch, die eventuell bis in den Rücken oder das rechte Schulterblatt ausstrahlen, und zwischen 15 Minuten und einigen Stunden anhalten.
Übelkeit und Erbrechen
Fieber
Schüttelfrost
Gelbsucht (Gelbe Verfärbung von Haut und Augenbindehäuten)
Dunkel gefärbter Urin
Hellgelber Stuhl
Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, sollten Sie sich sofort behandeln lassen. Obwohl Gallenblasenattacken häufig vorbeigehen, kann sich Ihre Gallenblase infizieren und möglicherweise ruptieren (reißen), wenn die Blockierung bestehen bleibt. Außerdem kann eine Verstopfung den nahe gelegenen Gang der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) blockieren, sodass eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) die Folge sein kann – eine potenziell lebensbedrohliche Situation. Selten können Gallensteine auch mit Krebs in Verbindung stehen.
Die Diagnose der Gallensteine erfolgt oft mittels eines Bluttests, der Entzündungen oder den Übertritt von Galle in das Blut nachweist. Ultraschalluntersuchungen sind der häufigste Test zum Auffinden der Steine in der Gallenblase.
Die Endoskopische Retrograde Cholangiopankreatographie (ERCP) ist ein Bild gebendes Verfahren, das häufig eingesetzt wird, um Steine in den Gallengängen zu lokalisieren. Bei diesem Verfahren wird ein flexibler Schlauch mit einer Kamera (Endoskop) über Ihren Rachen und den oberen Verdauungstrakt bis zum Gallengang geführt.
Dann wird ein Kontrastmittel in die Gallengänge gespritzt, damit diese auf dem Röntgenschirm sichtbar werden. Wenn ein Stein im Gallengang entdeckt wird, kann er meist sofort mithilfe des Endoskops entfernt werden. Steine im Gallengang können auch mithilfe der Kernspintomografie oder der endoskopischen Ultraschalluntersuchung gefunden werden.
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