Gallensteine: Operation
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Gallensteine, die keine Symptome hervorrufen, erfordern in der Regel keine Behandlung, weil für viele Menschen die operationsbedingten Risiken größer sind als das Risiko, dass die Steine Probleme verursachen. Diese Steine heißen auch „Stumme Steine“ und werden häufig bei Untersuchungen wegen anderer Gesundheitsprobleme entdeckt. Bei problematischen Gallensteinen ist die Entfernung der Gallenblase die Behandlung der Wahl.
Ihre Gallenblase ist kein lebenswichtiges Organ, und neue Steine tauchen oft auf, wenn nur die alten Steine entfernt wurden. Die operative Entfernung der Gallenblase (Cholecystektomie) gehört zu den Routineoperationen: Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 200.000 Gallensteinpatienten operiert.
Bei dieser minimal-invasiven Operation sind nur kleine Schnitte erforderlich
Die Operation wird häufig laparoskopisch durchgeführt, wofür einige kleine Einschnitte im Bauch erforderlich sind, durch die eine winzige Videokamera und chirurgische Instrumente eingeführt werden. Wahrscheinlich können Sie schon nach wenigen Tagen wieder Ihren normalen Aktivitäten nachgehen. Eine offene Cholecystektomie, bei der Ihre Gallenblase über eine größere Inzision (erster Schnitt des Chirurgen) entfernt wird, erfordert im Allgemeinen einen mehrtägigen Krankenhausaufenthalt sowie einige Wochen der Erholung zu Hause.
Eine solche Operation kann die beste Wahl sein, wenn die Gallenblase schwer entzündet ist, oder Sie vernarbtes Gewebe von früheren Bauchoperationen zurückbehalten haben.
Ein Leben ohne Gallenblase ist möglich
Nach der Entfernung der Gallenblase produziert Ihre Leber weiterhin genug Galle, um ein normales Essen zu verdauen. Aber anstatt vorrätig in der Gallenblase zu lagern, entleert sich die Galle nun direkt in Ihren Dünndarm. Sie werden vielleicht häufiger Stuhlgang haben als früher, und bemerken, dass Ihr Stuhl weicher ist. Diese Änderungen sind oft nur vorübergehender Natur. Doch wenn der Durchfall bleibt, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.