Gallensteine: Kein stummes Volksleiden
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Wenn Fett, Stress und Ärger den Gallenfluss ins Stocken bringen, entstehen schnell kleine Steine – und die schmerzhafte Kolik ist nicht mehr fern
Jede dritte Frau und jeder sechste Mann jenseits der 40 haben kleine Steine in ihrer Gallenblase. Aber nur etwa 15 % von ihnen wissen das überhaupt, denn sie haben schon einmal eine der äußerst schmerzhaften Gallenkoliken durchlitten. Lesen Sie hier, welche Anzeichen auf Gallensteine hindeuten, wie Sie wirksam vorbeugen, wenn solche „Steinleiden“ bei Ihnen in der Familie liegen, und wann die Steine operativ entfernt werden müssen.
Gallensteine – kein stummes Volksleiden!
Gallensteine machen sich anfangs nach dem Essen, aber auch bei Stress, z. B. Zeitdruck und Ärger, bemerkbar, weil sich dadurch die Gallenmuskulatur zusammenkrampft.
Gestörter Gallenfluss
Normalerweise spaltet die Leber überschüssiges Cholesterin zu Gallensäuren auf. Bei einer zu hohen Cholesterinzufuhr über die Nahrung bleibt dieses Blutfett übrig und kristallisiert in der Gallenblase zu Steinen aus. Gerät ein solcher Stein in einen Gallengang, kommt es zu extrem schmerzhaften Koliken.
Wenn Sie diese Beschwerden an sich beobachten, sollten Sie prüfen, ob sie mit Ihrer Ernährung zusammenhängen.
Der größte Feind der Galle ist gehärtetes Fett
Gehärtete Fette belasten die Galle am meisten. Denn sie erfordern ein Höchstmaß an Gallenflüssigkeit, damit sie der Darm überhaupt zerlegen und ihre brauchbaren Bestandteile ins Blut befördern kann.
Diese Lebensmittel belasten die Galle ganz besonders:
- weiße Brat- und Frittierfette
- Schlag- und Kaffeesahne (Dosenmilch ist dagegen meist gut verträglich)
- fettes Fleisch, Speck und geräucherte Wurst
- fetter Käse, besonders Brie und Camembert
- Nüsse und Mandeln (aufgrund ihres hohen Fettgehalts)
- Schokolade
- stark gerösteter Bohnenkaffee
- Eier
Solche Nahrungsmittel kann unser Darm nur mit Hilfe der Gallensalze und Gallensäuren aus der Gallenflüssigkeit verdauen. Diese wird von der Leber gebildet; sie enthält außerdem noch Cholesterin aus abgebauten Körperzellen und der Nahrung, Bilirubin aus abgebauten roten Blutkörperchen, Eiweiß sowie über 80 % Wasser.