Gallensteine: Das begünstigt die Bildung
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Gallensteine
GNL5356
Viele Faktoren tragen zur Bildung von Gallensteinen bei. Einer davon ist zuviel Cholesterin in der Galle. Cholesterin ist nur schwer löslich, was zu folgenden Konsequenzen führt: Wenn die Flüssigkeit mit Cholesterin übersättigt ist, kann es zur Steinbildung kommen. Wenn sich Ihre Gallenblase zusätzlich nur selten oder unvollständig entleert, kann die Galle zu konzentriert werden und die Steinbildung begünstigen. Andere Risikofaktoren sind:
Geschlecht – Frauen haben doppelt so häufig Gallensteine wie Männer. Das weibliche Hormon Östrogen sorgt für eine vermehrte Cholesterin-Ausscheidung in die Galle. Schwangerschaft, Verhütungspillen und Hormonersatztherapie erhöhen den Cholesterinspiegel in der Galle und reduzieren die Entleerung der Gallenblase.
Übergewicht – Dadurch wird die Cholesterinmenge in Ihrer Galle erhöht und es kann die korrekte Entleerung Ihrer Gallenblase behindert werden.
Ernährung und Gewichtsabnahme – Eine Ernährung, die reich an Fetten und Cholesterin ist, und nur wenige Ballaststoffe enthält, kann Ihr Risiko erhöhen. Außerdem können kalorienarme „Crashdiäten“ die chemische Balance in Ihrer Gallenblase durcheinander bringen und die Kontraktionshäufigkeit herabsetzen.
Cholesterin senkende Medikamente – Wirkstoffe namens Fibrate umfassen Fenofibrat (Durafenat® u. a.) und Gemfibrozil (Gevilon® u. a.). Sie erhöhen das Risiko für Gallensteine leicht, indem sie wahrscheinlich die Cholesterinzusammensetzung in der Galle verändern.
Alter – Mit zunehmendem Alter sondert Ihr Körper mehr Cholesterin in die Galle ab.
Familiärer Hintergrund – Gallensteine treten in einigen Familien gehäuft auf, sodass ein genetischer Bezug angenommen werden kann.
Ethnische Herkunft – In den USA haben Ureinwohner das höchste Risiko für Gallensteine, gefolgt von Amerikanern mexikanischer Herkunft.