Sauerstoff brauchen Sie zum Leben. Sie sind darauf angewiesen, dass der Sauerstofftransport durch die rund 25 Milliarden roten Blutkörperchen in Ihrem Körper funktioniert. Eisen spielt dabei eine Schlüsselrolle: kein Eisen - kein Sauerstoff. Wie können Sie aber sicherstellen, dass Sie immer genügend Eisen im Blut haben? Ich zeige Ihnen hier, warum künstliche Ergänzung nicht der richtige Weg ist.
Jedes rote Blutkörperchen transportiert Eisen durch Ihren Körper. Gebunden wird das Eisen an den roten Blutfarbstoff - das Hämoglobin. Um diese Aufgabe zu übernehmen, braucht Ihr Körper genügend Eisen - denn die roten Blutkörperchen, von denen 20 Millionen pro Sekunde produziert werden, sind eisenhaltig. Daher spüren Sie einen Eisenmangel auch sofort: Sie fühlen sich schlapp, weil Ihrem Körper nicht genügend Sauerstoff und damit zu wenig Energie in den Zellen zur Verfügung steht.
Als Frau sind Sie häufig vom Eisenmangel betroffen
Zwar ist Eisenmangel nicht, wie uns die Werbung glauben machen will, eine der am weitesten verbreitete Mangelerscheinung. Aber dennoch sind viele Frauen betroffen. Wenn Sie als Frau häufig unter Kopfschmerzen leiden und oft unerklärlich müde sind, dann sollten Sie Ihren Eisenwert im Blut messen lassen. Diese Symptome können nämlich ein erstes Zeichen von Blutarmut sein, bedingt durch zu wenig Eisen. Ihr Blutwert sollte mindestens 10,0 µg/dl betragen - dann haben Sie genügend Eisen im Blut. Rund 7 % aller Frauen haben sogar deutlich zu niedrige Eisenwerte. Bedingt durch die Menstruation verlieren Frauen Eisen, manche sogar sehr viel. Das führt dann zu Mangelerscheinungen.
Eine noch größere Risikogruppe für Eisenmangel sind übrigens schwangere Frauen. Rund 20 % weisen eine Blutarmut auf, bedingt durch Eisenmangel - das kann sogar zu einer Frühgeburt führen. Für Schwangere reicht das Eisen, was sie über eine ausgewogene Ernährung aufnehmen können, nicht aus - hier müssen Sie sich vom Arzt spezielle Eisenpräparate verschreiben lassen.
Trotz Mangel muss es meist kein Präparat sein
Außer für Schwangere stehe ich den Eisenpräparaten kritisch gegenüber. Zunächst einmal brauchen nur 2 % aller nichtschwangeren Frauen, die unter Eisenmangel leiden, tatsächlich ein Präparat. Alle anderen können ihren Mangel durch eine bewusste Ernährung ausgleichen. Zum anderen sind viele Mittel, die Eisen enthalten, oft veraltet - nämlich dann, wenn es sich um Kombinationsmittel handelt, die Sie mit allem Notwendigen versorgen sollen. Ist hier Eisen enthalten, dann Finger weg! Denn dieses Eisen schadet einigen anderen Inhaltsstoffen der Nahrungsergänzungsmittel. Zink nehmen Sie aus einem solchen Mittel schlechter auf, wenn Eisen enthalten ist. Zudem verstärkt Eisen die Oxidation von Vitamin C und E sowie von Beta-Karotin und macht diese somit unwirksam.