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Infos und Fakten zum Thema Eisenmangel

Sauerstoff brauchen Sie zum Leben. Sie sind darauf angewiesen, dass der Sauerstofftransport durch die rund 25 Milliarden roten Blutkörperchen in Ihrem Körper funktioniert. Eisen spielt dabei eine Schlüsselrolle: kein Eisen – kein Sauerstoff.

Denn: Jedes rote Blutkörperchen transportiert Eisen durch Ihren Körper. Gebunden wird das Eisen an den roten Blutfarbstoff – das Hämoglobin. Um diese Aufgabe zu übernehmen, braucht Ihr Körper genügend Eisen – denn die roten Blutkörperchen, von denen 20 Millionen pro Sekunde produziert werden, sind eisenhaltig.

Zu wenig Eisen macht Sie schlapp

Besonders Frauen leiden unter Eisenmangel, denn durch die Menstruation geht meist eine Menge Eisen verloren. Ebenfalls gehen Magenblutungen und blutige Durchfälle an die Eisenvorräte.

Die Stiftung Warentest vermeldet jetzt, dass jede zweite Frau zu wenig Eisen zu sich nimmt. Dadurch wird das Blut schlechter mit Sauerstoff versorgt. Schwangere haben den höchsten Bedarf an Eisen. Sie brauchen täglich 30 Milligramm.

Normalerweise benötigen Frauen ansonsten vor den Wechseljahren 15 Milligramm am Tag, Männer sollten 10 Milligramm täglich aufnehmen. Spinat und Feldsalat gehören zu den eisenreichsten Lebensmitteln. Leichter nimmt der Körper jedoch das Eisen aus Fleisch auf.

Essen Sie zu eisenreichen Lebensmittel eine Portion Vitamin C – zum Beispiel Feldsalat mit Orangenspalten – dann klappt es mit der Aufnahme noch besser.

Als Frau sind Sie häufig vom Eisenmangel betroffen

Zwar ist Eisenmangel nicht, wie uns die Werbung glauben machen will, eine der am weitesten verbreitete Mangelerscheinung. Aber dennoch sind viele Frauen betroffen. Wenn Sie als Frau häufig unter Kopfschmerzen leiden und oft unerklärlich müde sind, dann sollten Sie Ihren Eisenwert im Blut messen lassen.

Diese Symptome können nämlich ein erstes Zeichen von Blutarmut sein, bedingt durch zu wenig Eisen. Ihr Blutwert sollte mindestens 10,0 µg/dl betragen – dann haben Sie genügend Eisen im Blut. Rund 7 % aller Frauen haben sogar deutlich zu niedrige Eisenwerte.

Bedingt durch die Menstruation verlieren Frauen Eisen, manche sogar sehr viel. Das führt dann zu Mangelerscheinungen.

Eine noch größere Risikogruppe für Eisenmangel sind übrigens schwangere Frauen. Rund 20 % weisen eine Blutarmut auf, bedingt durch Eisenmangel – das kann sogar zu einer Frühgeburt führen. Für Schwangere reicht das Eisen, was sie über eine ausgewogene Ernährung aufnehmen können, nicht aus – hier müssen Sie sich vom Arzt spezielle Eisenpräparate verschreiben lassen.

Trotz Mangel muss es meist kein Präparat sein

Außer für Schwangere stehe ich den Eisenpräparaten kritisch gegenüber. Zunächst einmal brauchen nur 2 % aller nichtschwangeren Frauen, die unter Eisenmangel leiden, tatsächlich ein Präparat. Alle anderen können ihren Mangel durch eine bewusste Ernährung ausgleichen.

Zum anderen sind viele Mittel, die Eisen enthalten, oft veraltet – nämlich dann, wenn es sich um Kombinationsmittel handelt, die Sie mit allem Notwendigen versorgen sollen. Ist hier Eisen enthalten, dann Finger weg! Denn dieses Eisen schadet einigen anderen Inhaltsstoffen der Nahrungsergänzungsmittel.

Zink nehmen Sie aus einem solchen Mittel schlechter auf, wenn Eisen enthalten ist. Zudem verstärkt Eisen die Oxidation von Vitamin C und E sowie von Beta-Karotin und macht diese somit unwirksam.

So können Sie sich eisenreich ernähren

Wenn Sie mehr Eisen zu sich nehmen wollen, sollten Sie wissen, dass es sowohl Eisen aus pflanzlichen als auch aus tierischen Quellen gibt. Gerade Eisen, das in Fleisch wie Rind, Schwein oder Lamm enthalten ist, also Eisen aus tierischen Quellen, wird vom Körper am besten aufgenommen.

Eisenreich sind aber auch Hülsenfrüchte, also Erbsen, Bohnen und Linsen, genau so wie Vollkornprodukte, Kartoffeln und Gemüse. Die Aufnahme dieses Eisens ist aber nur zum Teil möglich.

Dennoch empfehle ich Ihnen eher Eisen aus pflanzlichen Quellen. Wenn Sie gleichzeitig Vitamin C zu sich nehmen, können Sie die Eisenaufnahme deutlich verbessern. Trinken Sie daher ein Glas frisch gepressten Orangensaft dazu.

Ältere Menschen leiden häufig an Eisenmangel

Unser Körper kann Eisen nicht selbst herstellen. Wir müssen es in ausreichender Menge mit der Nahrung aufnehmen. Mit zunehmendem Alter verändern sich jedoch oftmals die Essgewohnheiten: So haben ältere Menschen häufig nicht mehr so viel Appetit, essen weniger und oft einseitig.

Viele verzichten zudem auf den wichtigen Eisenlieferanten Fleisch, weil sie es nicht mehr so gut kauen können. Hinzu kommt, dass der Darm nicht mehr so viel Eisen aus der Nahrung aufnehmen kann wie in jungen Jahren.

Auch altersbedingte Erkrankungen wie etwa Diabetes oder Nierenschwäche können die Eisenaufnahme behindern.

Ein Eisendefizit macht sich in der Regel zunächst durch Symptome wie Blässe, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und ein allgemeines Schwächegefühl, aber auch Konzentrations- und Gedächtnisstörungen bemerkbar. Ist der Mangel ausgeprägter, können Schwindel und Kopfschmerzen auftreten.

Viele Betroffene klagen zudem über eingerissene Mundwinkel sowie brüchige Fingernägel und Haare.

Wenn Sie diese Symptome bei sich entdecken, sollten Sie sich von Ihrem Arzt untersuchen lassen: Er kann mit Hilfe eines Bluttests rasch feststellen, ob bei Ihnen tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt. Ist dies der Fall, lässt sich der Mangel mit Hilfe spezieller Eisenpräparate oder einer Änderung der Ernährung ausgleichen.

Nano-Partikel aus Lebensmittelpartikeln können Eisenaufnahme behindern

Sie kommen immer mehr in Mode: so genannte Nano-Partikel. Schon immer gab es diese Kleinst-Teilchen, überall in unserem Leben sind sie zu finden. Sie sind gerade einmal bis zu 100 Nanometer groß – ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter.

Inzwischen gibt es spezielle Arten dieser Winzlinge, die unser Leben vereinfachen sollen. Sie werden zum Beispiel auf Scheiben aufgebracht.

So sollen sie der geplagten Hausfrau das Leben erleichtern: Die Scheiben sollen, so beschichtet, einen gewissen Schutz gegen Schmutz und Regenwasser aufweisen und müssen nicht mehr so häufig geputzt werden.

Auf Schuhe aufgesprüht, sollen spezielle Nanoteilchen dafür sorgen, dass Sie keine nassen Füße bekommen. Sie sehen, ihre Verwendung ist vielfältig – und die kleinen Teilchen scheinen durchaus praktisch für unseren Alltag zu sein.

Leider aber sind diese Partikel nicht ungefährlich für uns Menschen. Schon lange bestand der Verdacht, dass sie aufgrund ihrer Größe sehr leicht in den Körper gelangen und hier eventuell die Gesundheit schädigen können.

Es gibt schon erste Erkenntnisse, dass die kleinen Teilchen, die aus Farben stammen, sich negativ auf die Gesundheit der Lunge auswirken.

Nano-Partikel sind nicht ungefährlich

Forscher der Universität Ithaca haben nun entdeckt, dass bestimmte Kunststoff-Nanopartikel, wenn sie oral aufgenommen werden, die Eisenaufnahme aus dem Gleichgewicht bringen können. Die Wissenschaftler hatten die 50 Nanometer kleinen Teilchen aus Polystyrol getestet, einem Kunststoff, der unter anderem für Lebensmittelverpackungen eingesetzt wird.

Aufgrund dieser Verwendung ist es durchaus wahrscheinlich, dass Nanopartikel quasi „mit verzehrt“ werden.

Die Nanoteilchen wurden an Zellkulturen aus dem menschlichen Darm getestet. Wurden diese Zellen hohen Dosen der Teilchen ausgesetzt, dann erhöhte sich der Eisentransport. Die Zellmembran wurde so beeinflusst, dass sich die Aufnahme von Eisen in die Zellen stark verringerte.

Aus Tierversuchen weiß man, dass sich durch Nanopartikel die Eisenaufnahme aus dem Darm verringert. Hühner, die Nanopartikel im Futter hatten, konnten nur sehr wenig Eisen aus dem Darm aufnehmen. Zudem zeigen Tiere, die viele Nanopartikel aufnehmen, drastische Veränderungen an der Darmschleimhaut.

Hier konnte zudem nachgewiesen werden, dass diese Veränderungen auch bei Nanopartikeln entstehen, die aus Polystyrol-Verpackungen stammen.

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