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Welche gesundheitlichen Vorteile hat die E-Zigarette?

Dass in regelmäßigen Abständen über das Qualmen von Zigaretten berichtet wird – nicht zuletzt seit dem es eine Zeit lang in fast jedem Bundesland unterschiedliche Gesetze zum Rauchen in Gaststätten gab – ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Dass die E-Zigarette dasselbe Schicksal ereilt, war dabei vorabzusehen. Doch nicht alles muss an dieser Stelle rigoros verteufelt werden. Wir beleuchten in diesem Beitrag einmal die Vorteile, die das Rauchen einer E-Zigarette mit sich bringen kann.

Gesundheitliche Aspekte im Vergleich Tabakqualm vs. E-Zigarette

Bereits im Juni 2014 gab es die wohl aussagekräftigste Stellungnahme zur E-Zigarette mit Blick auf die Vorteile des Dampfens. Das Deutsche Krebsforschungszentrum bestätigt, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten. Diese Aussage wird in der Stellungnahme so begründet: „E-Zigaretten sind (…) im Vergleich mit Tabakzigaretten weniger schädlich; ein vollständiger Umstieg vom Rauchen auf E-Zigaretten kann wahrscheinlich das Gesundheitsrisiko senken.“ Ein weiterer Punkt in den Ausführungen erklärt genau, wie die E-Zigarette als Hilfsmittel dienen kann, um sich der Tabaksucht zu entledigen: „E-Zigaretten sollten (…) nicht zusätzlich zu Tabakzigaretten, sondern ausschließlich mit dem Ziel eines vollständigen Rauchstopps verwendet werden.“ Soll heißen: Zu qualmen und zu dampfen, ist eine schlechte Kombination. Zu dampfen, um mit dem Qualmen aufhören zu können, ist indes durchaus ein gangbarer Weg.

Diese Gründe sprechen für das Dampfen von E-Zigaretten (anstatt dem Qualmen von Tabakzigaretten):

  • Bereits das Wording lässt Folgendes vermuten: Zigarettenqualm stinkt. E-Zigaretten-Dampf ist hingegen weit weniger unangenehm. Das liegt in der Tatsache begründet, dass beim Rauchen einer Tabakzigarette Stoffe verbrannt werden. Eine Verbrennung als solche gibt es allerdings beim Dampfen einer E-Zigarette gar nicht. Zudem fehlen Benzol, Kadmium, Kohlenmonoxyd und Teer – was mit Blick auf die Gesundheit den Raucherhusten mindern kann.
  • Mit Blick auf die Kostenstruktur ist das Dampfen einer E-Zigarette bis dato noch die günstigere Alternative. Nach der Erstbeschaffung der E-Zigarette fallen nur geringe Kosten für Verschleißteile an. Die nachfüllbaren Liquid-Fläschchen gibt es in der Großpackung für wenige Euro.
  • Insbesondere für die Nase, aber auch für die ganze Umgebung ist die E-Zigarette im Vergleich zur Tabakvariante eine wahre Wohltat, denn: E-Zigaretten pusten keinen stinkenden Qualm aus, der sich fest in der Kleidung und in den Haaren festsetzt. So verschwindet der üble Geruch von kaltem Rauch. Die Zähne vergilben nicht und auch vergilbte Tapeten können nach einem Umstieg auf E-Zigaretten getrost verabschiedet werden. Auch das Ausleeren voller Aschenbecher entfällt.
  • Mit einer E-Zigarette erhält der Ex-Tabakraucher das Gefühl zurück, gemütlich nach dem Essen „eine Rauchen“ zu dürfen, denn der Genuss von E-Zigaretten ist nicht dem Qualmen gleichgesetzt. Das bedeutet, dass Dampfen vielerorts noch erlaubt ist, wo Qualmen verboten ist. Der Effekt: Zunehmend häufiger bilden sich Dampfer-Stammtische, die die neu gewonnene Gemütlichkeit gemeinsam zelebrieren.
  • Das Dampfen einer E-Zigarette hat Geschmack – und zwar buchstäblich. Nachdem der Tabak-Konsum ein Angriff auf die Geschmacksnerven ist, ist das Dampfen in dieser Hinsicht ein wahres Geschmackserlebnis, denn die Liquids gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Was steckt im Liquid?

Mit Blick auf die Zusammensetzung des Liquids in E-Zigaretten wird der entscheidende Unterschied deutlich: Das Liquid einer E-Zigarette muss nicht zwingend einen Nikotin-Anteil aufweisen. Da beim Dampfen zwar das Rauchgefühl, auf das der Raucher konditioniert ist, erhalten bleibt, allerdings der Nikotin-Konsum ausbleibt, können die psychischen Entzugserscheinungen beim Rauchstopp geringer ausfallen. Studien ergaben darüber hinaus, dass Propylenglycol und Glycerin die Hauptbestandteile von E-Zigaretten sind. Daneben kommt beim einen oder anderen Liquid noch der Nikotin-Gehalt. Wer bewusst auf ein möglichst unschädliches Liquid achten möchte, wählt eines ohne Nikotin und ohne Nitrosamine. Tabak-spezifische Nitrosamine sind im Übrigen häufig ein Bestandteil von Nikotinpflastern, was den Gedanken einmal mehr unterstreicht, dass das Dampfen einer E-Zigarette mit Blick auf das langfristige Abgewöhnen des Rauchens, durchaus eine Option darstellt. Hier sind die Möglichkeiten vielfältig und online können Interessierte sich einen Überblick verschaffen, welche E-Zigarette die richtige ist.

Abwägung: E-Zigarette als Arznei?

Obgleich diese Eingruppierung wohl für den Laien recht verlockend erscheint, muss es doch eine positive Würdigung der E-Zigarette sein, sie als Arzneimittel zu deklarieren, wäre es im Detail betrachtet das Aus für die E-Zigarette gewesen, denn: Arzneimittel müssen diverse Tests durchlaufen, bevor sie auf dem Markt erhältlich sind. Dort findet man sie dann nur in Apotheken. Und so hörte man aus den Reihen der E-Zigaretten-Hersteller Ende 2014 ein lautes Aufatmen, als das Bundesverwaltungsgericht dieses Urteil aussprach: „Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute in drei Revisionsverfahren entschieden, dass nikotinhaltige Flüssigkeiten (sog. Liquids), die mittels elektronischer Zigaretten (sog. E-Zigaretten) verdampft und inhaliert werden, keine Arzneimittel sind und dementsprechend die E-Zigarette selbst kein Medizinprodukt ist.“ Die Begründung dazu lag darin, dass die E-Zigarette nicht grundsätzlich zur Linderung, Verhütung oder Heilung angedacht sind und auch nicht dementsprechend vermarktet werden. Auch die Verbraucherpraxis lässt das Produkt nicht in die Kategorie „Arzneimittel“ fallen. Die Liquids seien nicht in die Gruppe der Funktionsarzneimittel einzuordnen.

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