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OPC erweitert die Gefäße

Der als Antioxidans bekannte Pflanzenstoff OPC (Oligomere Proanthocyanidine; andere Bezeichnung Pycnogenol) verbessert die Durchblutung der Muskulatur. Davon profitieren Sie, wenn Sie an nächtlichen Wadenkrämpfen oder der Schaufensterkrankheit (arterielle Verschlusskrankheit, AVK) mit starken Wadenschmerzen beim Gehen leiden.

Wirkung wissenschaftlich belegt

Wie die Fachzeitschrift Angiology im Juni 2006 berichtete, stellten Mediziner der Universität Münster die durchblutungsfördernden Eigenschaften von OPC in einer Studie unter Beweis. Die Forscher behandelten 50 Patienten, die an einer AVK oder diabetischen Gefäßverengungen litten.

Sie erhielten entweder 200 mg OPC täglich oder ein Scheinmedikament (Placebo). Die Schmerzen gingen in der OPC-Gruppe im Vergleich zur Placebo-Gruppe um mehr als 20 Prozent zurück.

Laut der Münsteraner Mediziner beruhe die Wirkung wahrscheinlich darauf, dass OPC die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) in den Wänden der Blutgefäße anregt. Dieses gasförmige Molekül sorgt für eine Erweiterung der Gefäße.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten

Neben Nichtrauchen und regelmäßiger körperlicher Bewegung gibt Ihr Arzt Ihnen folgende Empfehlungen:

  • Schützen Sie Ihre Füße: Da das Gewebe in den Füßen bei unzureichender Blutversorgung nur langsam heilt, sollten Sie Ihre Füße zur Vermeidung von Infektionen sorgfältig sauber halten. Schneiden Sie Ihre Zehennägel ordentlich und benutzen Sie eine Feuchtigkeitscreme, um Rissen und wunden Stellen vorzubeugen. Tragen Sie bequeme und geschlossene Halbschuhe.
  • Reduzieren Sie Risikofaktoren: Wenn Sie Ihren Arzt wegen Beinschmerzen aufsuchen, sprechen Sie Ihn auf eine allgemeine Senkung der Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Reduzieren Sie Fett und Cholesterin bei der Ernährung. Halten Sie ein gesundes Gewicht und überprüfen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck. Wenn Sie an Diabetes leiden, sorgen Sie für eine strikte Einstellung Ihrer Blutzuckerwerte.
  • Medikamentöse Behandlung: Wenn Ihre Beschwerden auf körperliche Bewegung nicht ansprechen, verschreibt Ihr Arzt zur Förderung der Durchblutung eventuell Pentoxiphyllin. Etwa ein Drittel der Patienten bekommt von Pentoxiphyllin Übelkeit und verträgt das Mittel nicht. Seltener beobachtet man Nebenwirkungen wie Durchfall, Kopfschmerzen oder Gesichtsrötungen. Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit kann das Medikament gefährlich sein. Außerdem nehmen viele Patienten dieses Medikament zwei bis drei Monate lang ein, bevor positive Auswirkungen erkennbar sind. Selbst dann erhöht sich die schmerzfrei zurücklegbare Strecke nur um etwa 70 Prozent.
  • Katheter- und chirurgische Therapiemöglichkeiten: Bei 15 Prozent der Patienten mit Durchblutungsstörungen muss man das Hindernis auf der Blutstrombahn entfernen. Ständiger Schmerz in Ruheposition, wunde Stellen an Bein und Fuß mit Geschwüren gelten als typische Gründe dafür.

Für die Wiederherstellung des Blutflusses bieten sich je nach Situation entweder die Erweiterung mittels Ballonkatheter (Ballon-Angioplastie) oder chirurgische Sanierung mit Anlegen eines Bypass an. In einigen Fällen ist bei starker Verengung der Arterien eine Amputation erforderlich.

Wärme entspannt und lockert Ihre verspannten Muskeln

Wärme kann die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn unterbinden. So konnten britische Forscher die Wirksamkeit der guten alten Wärmflasche nachweisen.

Hilfreich sind diese Wärmequellen:

  • Wärmflasche
  • warme Bäder
  • Wickel
  • Heublumensack
  • Fangopackungen
  • Dinkel- oder Kirschkernkissen
  • Heizkissen
  • Rotlicht
  • Ultraschallbehandlung
  • Wärme- oder ABC-Pflaster mit dem Wirkstoff des Cayennepfeffers (Capsicum)
  • Rheumasalbe
  • Sauna und Dampfbäder

Bei Beschwerden, die mit einer Entzündung verbunden sind, sollten Sie auf Wärmeanwendungen verzichten, weil diese das entzündliche Geschehen noch weiter verschlechtern können. In diesem Fall helfen Ihnen eher Kälteanwendungen.

So kühlen Sie richtig

Wenn man sich verletzt, geprellt oder verstaucht hat weiß jeder, dass Kühlen die Schmerzen lindert und die Heilung zu fördert. Doch längst nicht jeder weiß auch, wie man richtig kühlt. Viele greifen dann z. B. zu Eiswürfeln oder bewahren ihre Coldpacks im Gefrierfach auf. Doch das ist falsch, denn es heißt ja „kühlen“ und nicht „vereisen“.

Wenn Sie Eis auf die Haut aufbringen, kann es zum einen zu Kälteschäden und verstärkten Schmerzen kommen, zum anderen würde die extrem verstärkte Durchblutung und Wärmebildung nach der Eisauflage den Kühleffekt zunichte machen.

Benutzen Sie für eine sachgerechte Kühlung daher einfach einen in kaltem Wasser getränkten Waschlappen oder Kühlkissen, die Sie im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Auch die Dauer der Kühlung ist wichtig. Zu kurzes Kühlen ist dabei ebenso falsch wie zu langes. Richtig ist vielmehr, die Kälte 15 bis 20 Minuten lang auf die Verletzung einwirken zu lassen. Danach folgt eine Kühlpause von 15 Minuten ehe Sie mit einer erneuten Kühlung beginnen. Wenn Sie diesen Rhythmus über ein paar Stunden hinweg einhalten, verhindern Sie zuverläsig die Bildung großer Blutergüsse und Schwellungen.

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