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Fakten und Infos zum Thema Durchblutungsstörungen

Unter Durchblutungsstörungen versteht man einen eingeschränkten Blutfluss in einem Teil des Gefäßsystems. Dies führt zu einer Ischämie, die von einer Minderversorgung des betroffenen Körperteils bis zu einer völligen Unterbindung des Blutflusses reichen kann.

Die dabei entstehenden Schäden am Körpergewebe hängen von Dauer und Schwere der Durchblutungsstörung sowie dem betroffenen Organ ab. Das Gehirn beispielsweise toleriert lediglich wenige Minuten, bevor dauerhafte Schäden entstehen.

Liegt die Behinderung des Blutflusses im Bereich der Kapillaren, spricht man von einer Mikrozirkulationsstörung. Sind größere Gefäße betroffen, handelt es sich um eine Makrozirkulationsstörung. Beide treten auch in Kombination auf. Durchblutungsstörungen betreffen sowohl die Arterien als auch die Venen. Im ersten Fall ist der Blutzufluss gestört, im zweiten der Blutabfluss.

Vielfältige Ursachen

Durchblutungsstörungen entstehen als Folge verschiedenster Krankheiten und gesundheitlicher Probleme. Rauchen, Bluthochdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel oder Diabetes erhöhen das Risiko für Durchblutungsstörungen.

Das Alter und eine ungesunde Lebensweise schaden der Elastizität der Blutgefäße und führen zu Verengungen. Sie treten spontan oder als Folge einer Arteriosklerose auf.

Zu den Folgen gehören auch Embolien, Thrombosen, venöse Insuffizienz, Koronare Herzkrankheit oder die periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit). Man teilt sie in vier Stadien nach Fontaine ein. Entsprechend vielfältig scheinen die Behandlungsmethoden, die sich nach der Grunderkrankung richten.

Ziel ist immer, etwaige Beschwerden zu lindern und die zugrundeliegende Erkrankung zu heilen oder aufzuhalten.

Die sechs P’s

Symptome einer akuten Durchblutungsstörung, also eines Gefäßverschlusses, verursachen massive Beschwerden. Mann bezeichnet sie nach ihrer englischen Bezeichnung als sechs P’s:

  1. Pulsverlust (pulselessness)
  2. Schmerz (pain)
  3. Blässe undKälte (paleness)
  4. Taubheitsgefühl (paraesthesia)
  5. Muskelschwäche oder Lähmung (paralysis)
  6. Schock (prostration)

Durchblutungsstörungen bringen unter Umständen weitreichende Folgen mit sich. In den Beinen führen sie zu offenen Geschwüren. Ist die Herzmuskulatur betroffen, trete in der Folge sogar Angina Pectoris oder ein Herzinfarkt auf.

Bei einer Durchblutungsstörung der Nieren kommt es unter Umständen zum Niereninfarkt. Immer besteht die Gefahr, dass Gewebe abstirbt. Durchblutungsstörungen sollten Sie deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen und von einem Arzt begutachten lassen.

Haben Sie kalte Hände und Füße?

Ihr Ehepartner fährt aus dem Schlaf hoch, wenn Sie mit eiskalten Füßen ins Bett kommen. Ein Geschäftspartner staunt über Ihren kalten Händedruck. Kalte Hände und Füße mögen für andere unangenehm sein, für Sie können sie jedoch zum Problem entwickeln.

In den seltensten Fällen weisen sie auf ernsthafte Gesundheitsbeschwerden wie etwa schlechte Durchblutung oder Arterienverkalkung hin. Normalerweise spiegelt das Gefühl kalter Hände oder Füße die natürliche Reaktion des Körpers auf die Umgebungstemperatur wider. Diese verläuft individuell verschieden. Im Allgemeinen frieren Frauen eher als Männer.

Was passiert im Körper?

Das vegetative Nervensystem (autonomes Nervensystem) reguliert die Vitalfunktionen des Körpers. Dazu gehören Atmung, Verdauung, Stoffwechsel und Wasserhaushalt. Es ist der Teil des gesamten Nervensystems, der wie ein „Auto-Pilot” primär nicht dem Einfluss des Willens und des Bewusstseins unterworfen ist.

In einem komplexen Abstimmungsprozess registriert das vegetative Nervensystem ständig die Körpertemperatur. Wie ein Thermostat reagiert es auf die Umgebungstemperatur: Um für die lebenswichtigen Organe im Körperinneren immer die gleiche Temperatur aufrechtzuerhalten, sorgt es dafür, dass der Körper entweder Wärme abgibt (durch Schwitzen) oder zurückhält.

Ähnlich reagiert es auf seelische Erregung.

Kalte Füße für ein warmes Herz

Als Transportmittel für die Wärmeeinheiten dient das Blut. Kommt mehr davon in eine bestimmte Zone des Körpers, entsteht dort ein wärmendes Gefühl. Eine geringere Blutmenge bedeutet ein erhöhtes Kälteempfinden. In einem komplizierten Zusammenspiel von Nerven und Blutgefäßen weiten oder verengen sich die Adern.

Wenn Sie sich zu warm fühlen, veranlasst das autonome Nervensystem, dass sich die feinen Blutgefäße in der Haut erweitern (Vasodilatation). Auf diese Weise fließt mehr Blut durch die Hautoberfläche. Dort kühlt das Blut ab. Wenn Ihnen kalt ist, verändert sich die Balance.

Die feinen Blutgefäße an der Oberfläche verengen sich (Vasokonstriktion). Der Körper leitet das Blut von der Hautoberfläche ab. Auf diese Weise hält er lebenswichtige Organe wie Herz und Gehirn ausreichend warm.

Die Aufwärm- und Abkühlmechanismen verlaufen bei allen Menschen gleich. Wenn Sie Kälte empfinden, ist der Körper höchstwahrscheinlich kalt. Das autonome Nervensystem reagiert auf die abgesunkene Kerntemperatur des Organismus, indem es die Blutmenge an der Hautoberfläche reduziert.

Hände und Füße sind bei diesem Prozess besonders empfindlich, da sie von zahlreichen feinen, an der Oberfläche liegenden Blutgefäßen durchzogen sind.

Individueller Sollwert der Körpertemperatur

Anders als das Prinzip der Aufwärmung und Abkühlung, das bei jedem Menschen in ähnlicher Weise abläuft, unterscheidet sich der „Sollwert der Körpertemperatur” individuell. Übersteigt die Körpertemperatur diesen Sollwert oder sinkt sie darunter ab, reagiert der Körper, indem er die Körperwärme absenkt oder speichert.

Die normale Körpertemperatur bewegt sich innerhalb eines bestimmten Bereichs. Ihr persönlicher „Thermostat” kann so eingestellt sein, dass Sie Wärme bei einer niederen Temperatur speichern als Ihre Mitmenschen. Dies geschieht besonders bei Frauen.

In der Ruhephase fällt die Blutzirkulation in Richtung Hände und Füße bei Frauen in der Regel geringer aus als bei Männern.

Gefäßbedingte Hautgeschwüre

Bei einigen Menschen beginnt es mit einer kleinen Wunde am Fuß. Bei anderen äußert sich als Erstes ein juckendes Ekzem nahe dem Knöchel, aus dem nach einiger Zeit Flüssigkeit austritt. Bleiben solch kleine Störungen unbehandelt, führen sie unter Umständen zu schwer wiegenden gefäßbedingten Hautgeschwüren an Füßen und Beinen.

Der medizinische Fachbegriff dafür lautet vaskuläre Ulzera. Diagnostiziert und behandelt ein Arzt solche Geschwüre frühzeitig, erspart Ihnen das nicht nur Zeit und Schmerzen, sondern rettet vielleicht einen Zeh.

Eine gute Durchblutung: Das A und O für eine gesunde Haut

Durchblutungsstörungen verursachen gefäßbedingte Hautgeschwüre. Unter normalen Bedingungen transportieren die Arterien sauerstoffreiches Blut aus Lunge und Herz in den Rest des Körpers. Die Venen transportieren das Blut zurück zum Herzen.

Die Kontraktion der Beinmuskeln trägt dazu bei, dass das Blut durch die elastischen Beinvenen leicht zum Herzen fließt. Eine Reihe von Einwegventilen in den Venen verhindern ein Zurückströmen des Blutes. Ist jedoch die Durchblutung in den Arterien oder Venen der Beine gestört, bilden sich gefäßbedingte Hautgeschwüre bilden.

Einige Durchblutungsstörungen erhöhen das Risiko von Hautgeschwüren. Sie rühren von verschiedenen Krankheiten her. Die häufigsten lauten Arteriosklerose (fetthaltige Ablagerungen in den Arterien) oder Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Letzteres beschleunigt die Arteriosklerose.

Übergewicht gilt ebenfalls als Risikofaktor. Hinzu kommen entzündliche oder neuropathische (Erkrankung peripherer Nerven) Ursachen. Darüber hinaus kann es während einer Schwangerschaft zu Durchblutungsstörungen kommen.

Venöse Hautgeschwüre

Sie treten am häufigsten auf. Im Jahr 1997 suchten Patienten in Deutschland nach Angaben der Dermatologischen Gesellschaft e. V. (Mannheim) 3,56 Millionen Mal einen Arzt wegen offener Beine auf. Durchblutungsstörungen in den Venen verursachen venöse Hautgeschwüre.

Diese Hautgeschwüre entwickeln sich meist an der unteren Innenseite der Unterschenkel oder in Knöchelnähe. Die Probleme beginnen mit einer Schwächung der Venenwände. Dies kann Einwegventile, die das Zurückfließen des Blutes verhindern, überdehnen oder schädigen.

Dadurch kommt es zur Blutansammlung. Schwellungen (Ödeme) oder Blutgerinnsel stellen möglicherweise die Folge dar.

Die Schwellung dehnt oder schwächt das umliegende Gewebe. Die Haut verfärbt sich bräunlich oder bläulich oder verhärtet sich lederartig, bevor eine offene Wunde entsteht. Manchmal löst eine einfache Hautverletzung wie eine Schnittwunde oder ein Kratzer die Bildung eines Hautgeschwürs aus. Zu den Anzeichen und Symptomen eines venösen Hautgeschwürs gehören:

  • offene Wunde mit Absonderung einer klaren oder blutigen Flüssigkeit
  • schmerzende oder brennende Wunde

Ihr Risiko für ein venöses Hautgeschwür steigt bei familiärer Vorbelastung, einem Alter über 60 Jahre, Übergewicht oder Schwangerschaft.

Ischämische Hautgeschwüre

Ischämie bedeutet Sauerstoffmangel. Ischämische Hautgeschwüre treten auf, wenn die Durchblutung mit sauerstoffreichem Blut in den Arterien der Beine und Füße vermindert ist. Hautgeschwüre dieser Art finden sich häufiger an den Füßen. Sie treten gelegentlich an den Beinen auf.

Die Hauptursache von ischämischen Hautgeschwüren stellt die Arteriosklerose dar. Wenn sich die Arterien zunehmend verengen, durchblutet der Körper Beine und Füße nicht mehr ausreichend. Eine Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit) stellt unter Umständen die Folge dar.

Das bezeichnet eine Erkrankung, bei der Ihr Körper die Muskeln bei Anstrengung nicht genügend mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Bei betroffenen Personen krampfen, schmerzen und versteifen die Wadenmuskeln, nachdem sie eine kurze Distanz gingen.

Die Symptome lassen rasch nach, wenn man eine Pause macht. Schließlich treten sogar Schmerzen in Ruhe auf Wegen der Mangeldurchblutung entwickeln sich besonders an den Füßen offene Stellen. Ischämische Hautgeschwüre verursachen folgende Symptome:

  • verminderter Haarwuchs an den Beinen
  • Hautblässe der Beine oder Füße oder blaurötliche Verfärbungen der Füße beim Herabhängen
  • abnorme Kälte der Füße und Unterschenkel
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Beinen, Füßen oder Zehen

Sie weisen ein größeres Arterioskleroserisiko auf, wenn Sie rauchen, übergewichtig sind oder an Bluthochdruck, erhöhtem Cholesterinspiegel, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Meist konservative Behandlung

Suchen Sie einen Arzt auf bei einer nicht richtig heilenden Wunde oder offenen Stelle, die infiziert oder vergrößert aussieht. Ist ein gefäßbedingtes Hautgeschwür diagnostiziert, behandelt Ihr Arzt es in den meisten Fällen bis zur Abheilung konservativ (nicht operativ).

Behandelt man es jedoch nicht richtig, wird  ein Hautgeschwür sehr tief und zieht Fettgewebe, Muskeln oder Knochen in Mitleidenschaft.

Weitere Untersuchungen sind notwendig zur Klärung, wie schwer die Störung ausfällt und ob Venen oder Arterien betroffen sind. Dazu gehören Ultraschalluntersuchungen und Tests mit Blutdruckmanschetten am Unterschenkel.

Zieht der behandelnde Arzt eine chirurgische Behandlung in Erwägung, ordnet er Röntgenverfahren mit Kontrastmitteln zur Darstellung der Venen (Venographie) oder Arterien (Arteriographie) an.

Die chirurgische Behandlungsvariante

Etwa 10 bis 20 Prozent der Personen mit venösen Hautgeschwüren gelten als Kandidaten für eine chirurgische Behandlung (meist Venenstripping bei Krampfadern), um die zugrunde liegende Störung zu beheben. Die meisten Personen mit ischämischen Hautgeschwüren profitieren von den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Durchblutung.

Dazu gehört unter anderem die Ballonkatheteruntersuchung. Dabei führt der Arzt einen Katheter (dünner Schlauch) mit einer Ballonspitze in eine Arterie ein, um diese aufzudehnen. Die Arterie hält er gegebenenfalls mithilfe eines Stents (einer Art Metallfeder) offen.

Als weitere Behandlungsoption gilt eine Operation zur Entfernung von fetthaltigen Ablagerungen und Blutgerinnseln. Dazu gehören Bypass-Operationen. Sie benutzen ein Venentransplantat oder synthetisches Material, um einen Gefäßengpass mit einer Umleitung zu umgehen.

Regelmäßiges Reinigen und Verbinden: Die beste Medizin

Die Behandlung eines Hautgeschwürs führt man mit konservativen Mitteln wie regelmäßigem Reinigen und Verbandswechsel durch.

In neun von zehn Fällen funktionieren diese Methoden erfolgreich. Obwohl Ihr Arzt aus Hunderten von Verbandsmaterialien auswählt, wendet er im Allgemeinen feuchte Verbände an.

Sie fördern die Wundheilung, indem sie die austretende Flüssigkeit absorbieren und eine Austrocknung des Gewebes verhindern.

Im Verlauf des Heilungsprozesses benutzt Ihr Arzt verschiedene Arten von Verbänden für die verschiedenen Heilungsstadien. Bei venösen Hautgeschwüren kommen elastische Binden zum Einsatz, um die Durchblutung während des Heilungsprozesses zu fördern.

Intensivmaßnahmen zur Behandlung

Wenn ein Hautgeschwür nicht auf die übliche Behandlung anspricht, immer wieder auftritt oder sehr tief aussieht, benötigt man intensivere Maßnahmen:

  • mechanische Pumpe – Ihr Arzt legt eine Manschette angeschlossen an eine mechanische Pumpe um den Unterschenkel. Die Manschette komprimiert regelmäßig, um den venösen Blutfluss zu erhöhen. Sie trägt so dazu bei, Blut und Flüssigkeit aus dem geschwollenen Gewebe wegzubewegen.
  • hyperbarer Sauerstoff – Bei dieser Behandlung verbringen Sie regelmäßig etwa 90 Minuten in einer Kammer, in der Sie reinen Sauerstoff unter hohem Druck zur Förderung der Wundheilung einatmen.
  • menschliche Wachstumsfaktoren – Diese Substanzen befinden sich in den Blutplättchen des Menschen. Wenn man sie auf eine Wunde aufträgt, regen sie die Bildung neuen Hautgewebes an.
  • Hauttransplantation und Behandlung mit Hautäquivalenten – Bei der Hauttransplantation entnimmt der Chirurg gesunde Haut von einem anderen Teil des Körpers und verpflanzt es an die Stelle des Hautgeschwürs. Hautäquivalent (künstliche Haut) bezeichnet einen Zellhautersatz, in dem Zellen aus menschlichem Gewebe enthalten sind. Aufgrund seiner Struktur bietet es Wundschutz und fördert das Wachstum neuer Haut.

Rechtzeitig erkennen und sorgfältig behandeln

Obwohl Hautgeschwüre klein beginnen können, sollte man sie nicht ignorieren. Zeitig erkannt und medizinisch richtig behandelt vermeiden Sie komplikationsreiche und lang anhaltende Störungen.

Machen Sie sich die Zusammenhänge zwischen Durchblutungsstörungen und einem möglichen gefäßbedingten Hautgeschwür bewusst und beugen Sie vor. Beginnen Sie mit der Behandlung Ihrer chronischen Erkrankungen. Veränderungen des Lebensstils halten diese Störungen in Grenzen und tragen zur Verhütung von gefäßbedingten Hautgeschwüren bei.

Dazu gehören zum Beispiel Abnehmen, eine richtige Ernährungsweise, körperliches Training und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung.

Bei schwachen Venen setzen Sie auf Kompression. Benutzen Sie wie von Ihrem Arzt verordnet eine Form elastischer Unterstützung der Beine (etwa Stützstrümpfe). Legen Sie die Beine mehrmals täglich für 10 bis 15 Minuten hoch – möglichst über Herzhöhe.

Schützen Sie Ihre Füße vor Verletzungen und tragen Sie kein schlecht sitzendes Schuhwerk. Vermeiden Sie längeren Druck auf knöcherne Stellen wie zum Beispiel Knöchel und Ferse. Wenn Ihre Erkrankung hauptsächlich wie bei Arteriosklerose arteriell bedingt ist, gelten Schutz und Warmhalten der Füße als Schlüssel zur Verhütung von gefäßbedingten Hautgeschwüren.

Vermeiden Sie Auskühlung oder jegliche mögliche Verletzung der Füße, indem Sie bequeme Schuhe tragen, das Barfußgehen meiden und Ihre Füße täglich inspizieren.

Neben Nichtrauchen und regelmäßiger körperlicher Bewegung kann Ihr Arzt Ihnen noch folgende Empfehlungen geben:

  • Schützen Sie Ihre Füße – Da das Gewebe in den Füßen nur langsam heilt, wenn die Blutversorgung unzureichend ist, sollten Sie Ihre Füße sorgfältig sauber halten, um Infektionen zu verhindern. Schneiden Sie Ihre Zehennägel sorgfältig und benutzen Sie eine Feuchtigkeitscreme, um Risse und wunde Stellen zu vermeiden. Tragen Sie bequeme geschlossene Halbschuhe.
  • Reduzieren Sie Risikofaktoren – Wenn Sie Ihren Arzt wegen Beinschmerzen aufsuchen, sprechen Sie Ihn auf eine allgemeine Senkung der Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Reduzieren Sie Fett und Cholesterin bei der Ernährung. Halten Sie ein gesundes Gewicht und lassen Sie regel- mäßig Ihren Blutdruck überprüfen. Wenn Sie an Diabetes leiden, sorgen Sie für eine strikte Einstellung Ihrer Blutzuckerwerte.
  • Medikamentöse Behandlung – Wenn Ihre Beschwerden auf körperliche Bewegung nicht ansprechen, verschreibt Ihr Ihnen Arzt zur Förderung der Durchblutung eventuell Pentoxi-phyllin. Etwa ein Drittel der Patienten, die Pentoxiphyllin einnehmen, bekommt davon Übelkeit und verträgt das Mittel nicht. Seltener werden Nebenwirkungen wie Durchfall, Kopfschmerzen oder Gesichtsrötungen beobachtet. Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit kann das Medikament gefährlich sein. Außerdem muß dieses Medikament in vielen Fällen erst 2 bis 3 Monate lang eingenommen werden, bevor irgendwelche positiven Auswirkungen erkennbar werden. Selbst dann erhöht sich die Strecke, die Sie schmerzfrei zurücklegen können, vielleicht gerade um etwa 70%.
  • Katheter- und chirurgische Therapiemöglichkeiten – Bei etwa 15% der Patienten, die wegen Durchblutungsstörungen behandelt werden, muß das Hindernis auf der Blutstrombahn entfernt werden. Ständiger Schmerz in Ruheposition, wunde Stellen an Bein und Fuß, die nicht verheilen oder Geschwüre bilden, sind typische Gründe dafür.

Tipps zum Aufwärmen

Wenn Ihre Hände und Füße immer kalt zu sein scheinen, helfen folgende einfache Maßnahmen Ihnen beim Aufwärmen:

  • Tragen Siewarme Kleidung – Bekleiden Sie sich in geschlossenen Räumen und im Freien „schichtweise”. Tragen Sie zum Beispiel ein langärmeliges Miederhemd bzw. Unterhemd aus Seide unter einer Bluse oder einem Sweatshirt und darüber im Haus eine Wollstrickjacke. Achten Sie auf wärmespeichernde Gewebe wie Seide, Wolle oder Daunen bzw. Synthetikfasern wie Polypropylen.
  • Betreiben SieSport – Bei körperlicher Bewegung erweitern sich die feinen Blutgefäße an der Hautoberfläche und mehr warmes Blut fließt in die Hände und Füße. Dieser Effekt hält bis zu einigen Stunden an.
  • Meiden Sie Nikotin, schränken Sie Ihren Koffeinkonsum ein – Beide gelten als Vasokonstriktoren: Sie verengen die Blutgefäße und reduzieren den Blutstrom in die feinen Blutgefäße unter der Haut.
  • Meiden Sie bestimmte Medikamente – Nicht verschreibungspflichtige Erkältungsmittel und Diätpillen mit dem Wirkstoff Phenylpropanolamin, Migränemedikamente mit Mutterkorn-Derivaten (Ergot) und Beta-Blocker wie Propanolol wirken als Vasokonstriktoren. Sie führen unter Umständen zu kalten Händen und Füßen.
  • Reduzieren Sie Stress – Schlanke, hochaufgeschossene Menschen sind anfälliger für kalte Hände. Chronischer Stress und Angstzustände bewirken, dass das Nervensystem beständig Adrenalin ausschüttet. Dieses Hormon wirkt ebenfalls als Vasokonstriktor.

Kalte Hände und Füße sind normalerweise nichts weiter als eine unangenehme Erscheinung. Die Lösung besteht darin, die Kerntemperatur des Körpers durch entsprechenden Schutz vor Kälte aufrechzuhalten. Wenn die Kerntemperatur des Körpers hoch ist, fühlen sich auch Hände und Füße warm an.

Anregung der Durchblutung über die Haut

Streicheleinheiten für die Haut kommen sogar bei Ihrem Herzen an: Streichbewegungen wärmen auf, entspannen und entstressen. Das tut Ihrem Herzen gut. Besonders empfehlenswert sind hochwertige, naturbelassene Cremes und Öle, die Ihre Haut gleichzeitig schützen.

Wenn Sie heute Abend etwas vorhaben und glauben, Sie sähen müde und abgespannt aus, verwöhnen Sie sich mit einer Gesichtsmassage: Verteilen Sie etwas Creme zwischen den Händen und verteilen Sie sie mit dem Zeige- und Mittelfinger von Ihren Wangenknochen zu den Seiten hin.

Im Anschluss klopfen Sie mit den Fingerspitzen entlang Ihrer Augenbrauen und Schläfen. Massieren Sie abschließend sanft die Nase herunter die Nasenflügel und Wangen bis zu Ihrer Kieferlinie. Dann fahren Sie von der Halsmitte bis hin zu den Ohren fort. Diese Kurzmassage entspannt und erfrischt.

Wärme kann Gerstenkornausbruch verhindern

Hat es eigentlich überhaupt einen  Sinn, ein beginnendes Gerstenkorn mit Wärme zu behandeln? Und: Wie würde das in dem Fall dann am besten funktionieren?

Tatsächlich kann Wärme helfen, denn durch sie werden die Gefäße Ihres Körpers erweitert. Auf diese Weise verbessert sich automatisch die Durchblutung, Abwehrzellen werden angeregt und schneller aktiv.

Für eine solche Behandlung brauchen Sie eine Wärmelampe. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Augenarzt darüber, ob er in Ihrem Fall eine Wärmetherapie empfiehlt, die einen kompletten Durchbruch des Gerstenkorns durchaus verhindern kann.

Allerdings dürfen Sie die Wärmebehandlung auch nur maximal drei Tage durchführen. So kann immer noch rechtzeitig beurteilt werden, ob doch eine Operation oder andere Maßnahmen nötig sind.

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