Dickdarmkrebs: Behandlung
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Einige Patienten brauchen nur vorübergehend einen künstlichen Darmausgang, damit die operierten Darmabschnitte in Ruhe ausheilen können.
Dauerhafte Kolostomia galten früher immer als unmittelbare Folge von Mastdarm-Operationen. Dank moderner Techniken sind höchstens noch 15% der entsprechenden Patienten auf eine dauerhafte Umleitung des Verdauungstraktes angewiesen.
Manchmal werden Polypen, die sich noch in einem frühen Stadium befinden, während einer Darmspiegelung entfernt, ohne die Bauchdecke zu öffnen. In anderen Fällen kann der Chirurg ein Laparoskop einsetzen, um Polypen von der Darmwand zu lösen.
Für dieses Verfahren reicht eine winzige Operationsöffnung, durch die spezielle Instrumente eingeführt werden. Über einen Videomonitor kann der Chirurg den Eingriff verfolgen.
Diese Schlüsselloch-Technologie verkürzt die Abheilungsdauer der Wunden und kann Polypen herausbefördern, die zu groß für ein Koloskop sind. In Studien wird untersucht, ob diese Minimal-Operationen im Vergleich zu traditionellen chirurgischen Eingriffen genauso effizient sind, den Dickdarmkrebs zu entfernen und Rückfälle zu vermeiden.
Bei einigen weiter fortgeschrittenen Tumoren und bei Patienten mit angegriffener Gesundheit werden nur ein kleines Darmsegment und weniger Lymphknoten entnommen. Diese Operationen sind nicht so wirksam wie die großzügige Entfernung von Gewebe. Trotzdem sind sie manchmal erforderlich, um Darmverschlüssen oder Blutungen entgegenzuwirken. Solche Operationen können auch in anderen Situationen notwendig werden.
Wann Chemotherapie oder eine Strahlenbehandlung infrage kommen
Vielleicht empfiehlt Ihr Arzt eine Chemotherapie oder eine Strahlenbehandlung vor oder nach der Operation, um einen Tumorrückfall zu verhindern und Ihre Überlebenschancen zu verbessern, wenn der Krebs Ihre Lymphknoten befallen hat.
Strahlenbehandlungen werden gewöhnlich nur bei Mastdarmkrebs eingesetzt. Häufig wird eine Chemotherapie begleitend eingesetzt, während sie bei Dickdarmkrebs allein zur Anwendung kommt. Selbst wenn der Chirurg glaubt, den Krebs vollständig entfernt zu haben, können Strahlenbehandlung und Chemotherapie der Eliminierung von noch unentdeckten Krebszellen dienen.
Durch die Kombination neuer und klassischer Medikamente hoffen Ärzte, die Chemotherapie noch effektiver zu machen und ein Entstehen neuer Krebsherde zu verhindern. Eine amerikanische Studie prüft nicht nur verschiedene Kombinationen von Medikamenten, sondern auch, wann, in welcher Reihenfolge und mit welcher Verabreichungsmethode die besten Ergebnisse erzielt werden.