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Grundlagenwissen zum Thema Dickdarmkrebs

Krebs an Dickdarm (Kolon) und Mastdarm (Rektum), meist als kolorektales Karzinom bezeichnet, stellt die zweithäufigste Todesursache unter deutschen Krebspatienten dar. Lediglich Brustkrebs bei Frauen und Lungenkrebs bei Männern fordern mehr Opfer. Doch wenn man Dickdarmkrebs in einem frühen Stadium entdeckt, ist er im Allgemeinen heilbar. Die Kenntnis über Ihre Risikofaktoren bedeutet einen wichtigen Schritt, um sich vor der Krankheit zu schützen.

Kolorektale Karzinome bilden sich zunächst im Dickdarm oder Mastdarm, demjenigen Teil Ihres Verdauungssystems, der die unverdauten Nahrungsteile sammelt, bevor er sie aus dem Körper schleust. Dickdarm und Mastdarm bilden zusammen einen langen und muskulösen Schlauch. Der Dickdarm erreicht eine Länge von 1,50 bis 1,80 m, an die sich der Mastdarm mit etwa 15 cm bis 20 cm anschließt.

Dickdarmkrebs fordert viele Opfer!

Der Dickdarm gliedert sich invier Abschnitte. Den ersten Abschnitt nennt man je nach Lage im Bauchraum aufsteigender Dickdarm. Er zieht an der rechten Seite hoch. Der zweite heißt quer liegender Dickdarm, weil er sich bis zur linken Seite erstreckt. Dort geht er in den dritten Abschnitt über, den absteigenden Dickdarm. Dieser reicht auf der linken Seite bis zum vierten Abschnitt. Es ist der sigmoidale Dickdarm, weil er S-förmig gebogen ist. Der sigmoidale Ast verbindet sich mit dem Mastdarm, der in den Anus mündet. Das ist die Öffnung, durch die der Körper unverdauliche Reste endgültig ausscheidet.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin erkranken in Deutschland jährlich über 24.000 Männer und 29.000 Frauen an Darmkrebs. Von den Patienten mit Dickdarmkrebs sterben etwa 21.000, wobei die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei Darmkrebs für Männer bei 48 und für Frauen bei 51 Prozent liegt. Mastdarmkrebs fordert jährlich etwa 5.000 Todesopfer. Bei frühzeitiger Entdeckung und Entfernung der Polypen, bevor sie sich zu einem Krebsgeschwür entwickeln, kann man diese Krankheit besser bekämpfen.

Weitere Hilfe

Wenn Sie an Dickdarmkrebs erkrankt sind, empfinden Sie unter Umständen neben der medizinischen Therapie das Bedürfnis nach emotionaler Unterstützung.

  • Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg beantwortet bundesweit Fragen zum Thema Krebs. Er ersetzt keinesfalls das Gespräch mit dem Arzt, hilft aber bei der Vorbereitung darauf.
  • Der KID vermittelt des Weiteren Adressen von Einrichtungen der Krebsbehandlung, Nachsorge und Beratung und nennt Bücher und Broschüren. Er ist von Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 06221 / 410121 zu erreichen. Unter www.krebsinformation.de bietet der KID im Internet umfangreiche, leicht verständliche Informationen zum Thema Krebs und nennt Institutionen, Kliniken und Selbsthilfegruppen.
  • Die Deutsche ILCO e. V. (Ileostomie-Kolostomie-Vereinigung) betreut viele Selbsthilfegruppen im ganzen Bundesgebiet, in denen sich Menschen mit einem künstlichen Darm- oder Blasenausgang regelmäßig treffen. Krebspatienten können sich über Ängste und Alltagsprobleme austauschen und manchmal Ratschläge geben. Deutsche ILCO e.V., Landshuter Str. 30, 85356 Freising, Tel.: 08161 / 9343-01 und -02, Fax: 08161 / 934304
  • Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) vermittelt Adressen. NAKOS, Albrecht-Achilles-Str. 65,10709 Berlin, Tel. 030 / 8914049
  • Psychosoziale Beratungsstellen, die es in vielen Städten und Gemeinden gibt, bieten Krebspatienten und deren Angehörigen zudem Informationen und Rat zu Nachsorge, Kur- und Rentenangelegenheiten.
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