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Studien belegen: Essig senkt den Blutzucker

Seit einigen Jahren richten Forscher der Universitäten von Arizona in Mesa/USA und Lund/Schweden ihr besonders Augenmerk auf Essig als Blutzuckersenker. Tatsächlich konnten die Wissenschaftler den zuckersenkenden Effekt auch in mehreren Studien nachweisen.

Im Jahr 2010 fanden sie heraus, dass schon zwei Esslöffel Essig vor dem Essen blutzuckersenkend wirkt. Sie hatten 40 Testpersonen mit Typ-2-Diabetes oder Insulinresistenz vor einer Mahlzeit zwei Esslöffel Essig gegeben. Dadurch war der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit um 20 % niedriger als nach derselben Mahlzeit einige Tage später, bei der die Probanden keinen Essig eingenommen hatten.

Scheinbar kann Essig Enzyme im Darm hemmen, die normalerweise die Kohlenhydrate der Nahrung zu Zucker verstoffwechseln. Fehlen diese Enzyme, wird bei der Verdauung deutlich weniger Zucker produziert, wodurch der Blutzuckerspiegel langsamer ansteigt.

Ein Schnapsgläschen Essig als Aperitif vor dem Essen sollten Sie sich daher als Diabetiker unbedingt gönnen. Bringen Sie auch häufiger essigsaure Gurken auf den Tisch und probieren Sie einmal das folgende Rezept für einen blutzuckersenkenden Kartoffelsalat aus:

Zutaten für eine Portion

  • 5 Kartoffeldrillinge
  • 1/3 Salatgurke
  • 1 kleine saure Gurke
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Weißweinessig
  • 2 EL Wasser
  • 1 TL Senf
  • Kräutersalz, Pfeffer

So wird’s gemacht: Pellen Sie die gekochten Kartoffeln und schneiden Sie sie ebenso in Würfel wie die  Gurken. Machen Sie ein Dressing aus dem Öl, Essig, Senf und der in Ringe geschnittenen Lauchzwiebel. Würzen Sie mit dem Salz und Pfeffer und heben Sie die Kartoffel- und Gurkenwürfel unter.

Wie gesund ist der Donut-Kauf für ihre Blutzuckerwerte?

Wenn ich Ihnen sagen würde, dass es eine Therapie gibt, die Depressionen lindern kann und sogar die Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetes verbessert, sind Sie dann interessiert? Was, wenn ich Ihnen sage, die Nebenwirkungen dieser Therapie sind minimal und die Kosten sind für jeden Menschen tragbar, sind Sie dann interessiert?

Und wenn ich Ihnen sage, dass die Therapie aus Donuts, diesen runden Gebäckstücken, besteht, laufen Sie dann jeden Tag zu Ihrem Bäcker, kaufen eine Tüte mit Donuts, gehen wieder nach Hause und essen sie dann?

Wenn Sie mit „ja“ geantwortet haben, dann tun Sie, was ich Ihnen oben beschrieben habe und lassen Sie die Donuts weg – Sie sind auf dem Weg zu einer verbesserten Gesundheit, das garantiere ich Ihnen.

Es ist Tatsache: Ein täglicher Verzehr von Donuts ist nicht wirklich gesund – aber tägliche Bewegung kann mehr dazu beitragen, Ihre Gesundheit zu verbessern und Sie gesund zu halten als jede andere einzelne Präventionsmaßnahme. Wenn Sie aber nun Unterstützung brauchen, um sich wirklich jeden Tag zu bewegen, will ich ihnen von einer Studie berichten, die Ihnen Motivation genug sein wird.

In Canada führten Wissenschaftler mit über 250 Menschen, die an Diabetes Typ 2 litten eine Studie durch. Die Teilnehmer waren zwischen 39 und 70 Jahren alt. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip in vier Gruppen eingeteilt.

  1. Eine Aerobic-Gruppe trainierte auf Heimtrainern und Laufbändern – 45 Minuten pro Trainingseinheit, dreimal pro Woche.
  2. Eine zweite Gruppe trainierte mit Gewichten, 45 Minuten pro Trainingseinheit, dreimal pro Woche.
  3. Eine dritte Gruppe kombinierte beides – 45 Minuten pro Trainingsart, dreimal pro Woche.
  4. Eine vierte Gruppe diente als Kontrollgruppe und machte keinen Sport.

Nach 26 Wochen hatten sich die Blutzuckerwerte in der ersten Gruppe verbessert, sogar deutlich verbessert in der zweiten Gruppe, verglichen mit der Kontrollgruppe. In der dritten Gruppe aber, bei der zwei Trainingsarten kombiniert wurden, hatten sich die Blutzuckerwerte deutlich verbessert.

Die Blutzuckerwerte wurden gemessen, indem die Hämoglobin A1c-Werte gemessen wurden. Das ist die exakteste Arte, Blutzuckerwerte und deren Veränderungen über lange Zeit hinweg zu beobachten. Die Wissenschaftler berichteten, dass manche Menschen aus der Kombinations-Gruppe ihre Werte auf Normalmaß zurückbrachten.

Obst: Gesunde Häppchen für Diabetiker?

Jegliche Art von Fruchtsäften ist für Diabetiker pures Gift! Ein Glas Orangensaft hebt Ihren Blutzuckerspiegel ähnlich dramatisch wie ein Glas Cola. Wenn Sie die ganzen Früchte essen, steigt Ihr Blutzuckerspiegel jedoch nicht so stark an. Das liegt daran, dass in ganzen Früchten noch Ballaststoffe stecken. Die Ballaststoffe werden in der Herstellung des Saftes ausgesiebt.

Jede Obst- und Fruchtsorte hat ihren ganz eigenen Zuckergehalt. Als Faustregel gilt: Heimische Früchte sind gesünder als exotische Früchte. Ich möchte es salopp ausdrücken: Eine Banane ist doppelt so süß wie ein Apfel. Eine Ananas und eine Mango sind doppelt so stark wie eine Banane.

Durch den erhöhten Zuckerkonsum steigt die Vorliebe für süße Obstsorten, alte Obstsorten werden dadurch immer mehr verdrängt. Die neuen Züchtungen an Äpfeln zum Beispiel sind wesentlich süßer und haben wesentlich weniger Ballaststoffe. Eine solche Apfelzüchtung ist Pink Lady. Das schmeckt vielen Menschen besser.

Neu gezüchtete Apfelsorten sind nicht gut für Ihren Blutzuckerspiegel. Versuchen Sie alte Obstsorten zu kaufen. Fragen Sie einmal direkt beim Bauern nach oder versuchen Sie Ihr Glück in einem Bio-Laden. Im Herbst schlendern Sie selbst durch die Landschaft und pflücken an aufgegebenen Obstbäumen Ihre Ernte.

Am wenigsten Zucker enthalten Beeren. Beeren lassen Ihren Blutzucker also relativ gering ansteigen.

Diese Äpfel sind besonders gut für Diabetiker geeignet:

  • Kaiser Alexander
  • Gravensteiner
  • Jakob Level
  • Gala
  • Elstar
  • Idared

Rezept: Avocado mit Schoko

Die Avocado ist ein sehr gesundes Lebensmittel. Sie steckt voller Vitamine, Magnesium und Eisen. Die enthaltenen Fette sind zudem wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Für Diabetiker ist interessant, dass Kohlenhydrate langsamer ins Blut gelangen, wenn Sie die Kohlenhydrate in Verbindung mit Fett verzehren.

Sie können also einen Blutzuckeranstieg (verursacht durch die Trockenfrüchte und den Honig im Rezept) durch die Avocado verzögern. Sicher haben Sie in Ihrer Diabetiker-Schulung vom Zusammenhang zwischen fettreicher Nahrung und langsamer Kohlenhydrat-Resorption gehört.

So wird’s gemacht: Vermischen Sie in der Küchenmaschine zwei Teelöffel Kakaopulver, eine Avocado, einen Esslöffel Honig und sechs entkernte getrocknete Datteln. Fertig! Die Menge sollte für mindestens zwei Personen reichen.

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Über den Autor Beate Rossbach

Dies ist das Profil von Beate Rossbach, Chefredakteurin von „Naturmedizin Aktuell“ und „Natur & Gesundheit“. Lesen Sie hier alles über sie:

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