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Mit Essig senken Sie Ihren Blutzucker natürlich

90 Prozent aller Diabetiker leiden an einem Typ-2-Diabetes, der früher auch gerne Alterszucker genannt wurde. Heute trifft diese „Wohlstandskrankheit“ jedoch auch immer häufiger jüngere Menschen.

Wenn Sie selbst auch davon betroffen sind, sollten Sie unbedingt zunächst einen Versuch mit natürlichen Blutzuckersenkern machen, ehe Sie zu den nicht nebenwirkungsfreien, chemischen Medikamenten greifen.

Hilfe aus der Natur

Neben einer Reihe von Heilpflanzen wie Bittermelone, Efeukürbis und Hintonia kann vor allem Essig helfen, den Blutzucker in normalen Grenzen zu halten. Wissenschaftler der Universität von Arizona in Mesa/USA konnten in einer Studie mit Typ-2-Diabetikern herausfinden, dass schon zwei Esslöffel Essig vor den Mahlzeiten eingenommen, den Blutzuckerspiegel deutlich senken können. Durch den Essig war der Blutucker bei allen Probanden nach dem Essen um 20 Prozent niedriger als nach derselben Mahlzeit ein paar Tage später ohne zuvorige Essigeinnahme.

Probieren Sie es einfach einmal aus, und trinken Sie ein Schnapsgläschen Essig, ehe Sie mit dem Essen beginnen. Wenn Sie hierzu roten Balsamico-Essig wählen, schmeckt der kleine „Aperitif“ gar nicht einmal schlecht.

Unter- und Überzuckerung bei Diabetes

Mit Unter- und Überzuckerung sind Diabetes-Patienten unter Umständen konfrontiert. Dabei ist es wichtig, dass Sie die unterschiedlichen Gründe und Anzeichen kennen, um dem jeweiligen Problem möglichst effizient entgegenzuwirken.

Unterzuckerung

Eine Unterzuckerung betrifft Menschen, die an Diabetes Typ I oder Typ II leiden und die insulinpflichtig sind. Sie kündigt sich nicht lange an, sondern entsteht innerhalb von wenigen Minuten. In dieser Zeit verringert sich der Blutzucker auf unter 50 mg/dl. Betroffen sind Menschen, die sich verrechneten und zu viel Insulin spritzten, die einen Infekt haben oder deren Kohlenhydrataufnahme nicht stimmt. Auch zu viel Sport kann ein Auslöser sein, ebenso wie Alkoholgenuss.

Es gibt ein paar Warnzeichen einer auftretenden Unterzuckerung. Dazu gehören Heißhunger, starkes Schwitzen, eine gestörte Sprache oder Angst und Unruhe. Wichtig ist es dann, dass Sie Zucker zuführen. Am besten greifen Sie auf Traubenzucker zurück. Wird ein Betroffener bewusstlos, sollten Sie auf jeden Fall sofort den Notarzt anrufen.

Sport am Abend kann zu Unterzuckerung führen

Bei einigen Diabetes-Patienten kommt es zu Problemen, wenn sie abends Sport treiben. Sie werden dann teilweise nachts durch Zittern und Schweißausbrüche geweckt. Eventuell rutschen einige Patienten nämlich nachts in eine Unterzuckerung. Diese macht sich genau durch Zittern, Unruhe, Schwitzen und Benommenheit bemerkbar.

Es empfiehlt sich, dass Sie auf jeden Fall Ihren behandelnden Arzt oder Diabetologen aufsuchen und das Thema mit ihm besprechen. Er kann Ihnen auch einen Rat geben, zu welcher Tageszeit Sie am besten Sport treiben. Beachten Sie auch, dass diese Symptome nicht nur durch den Sport am Abend ausgelöst werden können. Auch wenn Sie weniger essen als normalerweise, kann es zu einer Unterzuckerung kommen.

Überzuckerung

Von einer Überzuckerung sind in der Regel Typ-II-Diabetiker betroffen. Bei ihnen sind zu viel Glukose und zu wenig Insulin im Körper. Im Gegensatz zur Unterzuckerung entsteht sie nach und nach über mehrere Tage hinweg. Die häufigste Ursache: Der Betroffene hat vergessen, seine Medikamente zu nehmen, und dafür zu viel Kohlenhydrate gegessen.

Infolgedessen steigt der Blutzucker auf über 600 mg/dl und der Blutdruck verringert sich. Es kommt zu Durst: Teilweise erhöht sich der Harndrang so, dass zehn Liter Urin pro Tag ausgeschieden werden. Auch trockene Haut und Verwirrung sind Anzeichen einer solchen Überzuckerung.

Sie müssen in diesem Fall viel Wasser trinken und zudem am besten einen Arzt aufsuchen. Wird der Betroffene bewusstlos, muss ebenfalls der Notarzt gerufen werden.

Schnelle Rezepte gegen die Zuckerkrankheit

Typ-2-Diabetes können wir heute nicht mehr als „Altersdiabetes“ bezeichnen. Schon Schulkinder erkranken an diesem Typ der Zuckerkrankheit, der eigentlich nur auf falsche Ernährung und mangelnde Bewegung zurückzuführen ist. Und genauso einfach wie die Auslöser sind auch meine Schutzrezepte gegen diese Zivilisationskrankheit.

Fernsehkonsum runter, Chromaufnahme rauf – so hat Diabetes kaum eine Chance bei Ihnen

  • Chrom kann Ihre Glucosetoleranz verbessern. Gerade Chrom ist für Ihre Zuckerverwertung sehr wichtig. Ohne Chrom kann das Insulin den Zucker nicht in die Zellen transportieren. Leider nehmen viele Menschen nur noch die Hälfte des täglichen Chrombedarfs zu sich – ein Grund dafür ist, dass zu wenig Vollkornprodukte gegessen werden. Wir wissen aus mittlerweile 36 verschiedenen Studien, dass Menschen mit Glukoseintoleranz, die zusätzlich Chrom zu sich nahmen, die Zuckerverwertung verbessern konnten. Dazu reicht die normalerweise empfohlene Tagesdosis von 100 µg Chrom aber nicht aus. Wenn Sie unter einer Glukoseintoleranz leiden, sollten Sie rund 200 µg Chrom pro Tag zu sich nehmen. Als Diabetiker brauchen Sie zwischen 400 und 600 µg, um Ihren Blutzuckerspiegel positiv zu beeinflussen. In beiden Fällen können Sie aber Ihren Bedarf nicht mehr über die Nahrung allein decken. Ich empfehle Ihnen daher Chromhefe, die ich selbst entwickelt habe. Diese können Sie in der Einhorn-Apotheke in Nürnberg unter der Telefonnummer 0911/226715 direkt bestellen.
  • Zink brauchen Sie für eine verbesserte Insulinproduktion. Sie können mit einer erhöhten Zinkzufuhr Ihre Insulinproduktion direkt beeinflussen und verbessern. Zudem beeinflusst Zink das Insulin noch auf eine zweite Art. Das Problem bei Diabetes Typ II ist, dass das Insulin nicht mehr richtig wirkt. Auch da hilft Zink, indem es die Wirkung von Insulin direkt an der Zelle verbessert. Liegt bei Ihnen eine gestörte Glukosetoleranz vor, brauchen Sie mehr Zink, da Sie zwei- bis dreimal so viel Zink ausscheiden wie ein gesunder Mensch. Rund 25 mg pro Tag sollten Sie zu sich nehmen. Diesen Bedarf decken Sie zum Beispiel über 150 g Pinienkerne oder 200 g Weizenkeime.
  • Magnesium senkt Ihr Diabetesrisiko. Nur wenn Sie genügend Magnesium im Körper haben, ist auch Ihre Glukoseverwertung garantiert – und zwar nicht nur direkt an der Zelle. Magnesium regt die Zuckerverwertung an vielen Stellen im Stoffwechsel an. Leider geht eine Glukoseintoleranz immer auch Hand in Hand mit einem Magnesiummangel, da sowohl Diabetiker als auch Menschen, die an der Diabetes-Vorstufe leiden, Magnesium vermehrt ausscheiden. Sie sollten daher als Diabetiker rund 400 bis 600 mg Magnesium pro Tag zu sich nehmen. Nur so können Sie trotz vermehrter Magnesiumausscheidung Ihre Depots gut gefüllt halten. Auch diese Menge schaffen Sie allein über Ihre normale Ernährung nicht.
  • Mangan und Vanadium halten Ihren Zuckerspiegel im Lot. Die beiden Vitalstoffe sind vor allem in Vollkornprodukten enthalten. Vanadium ist zwar auch als Schadstoff bekannt, der zu einer Reihe gesundheitlicher Probleme führen kann. Aber auch hier gilt: Die Menge macht’s. Um Ihre tägliche Vanadium-Ration zu bekommen, reicht es, wenn das Brot, das Sie täglich essen, aus Vollkorn ist. Vanadium wirkt sich positiv auf Ihren Blutzucker aus, indem es insulinähnliche Wirkung hat. So hilft es, den Zucker in die Zelle zu schleusen. Mangan erhöht die Empfindlichkeit Ihres Organismus gegenüber dem Insulin. So kann es bei einer Insulinresistenz helfen. Sie brauchen rund 4,5 mg Mangan pro Tag – enthalten sind diese zum Beispiel in 80 g Haferflocken, die ebenfalls lecker im Müsli schmecken.
  • Nehmen Sie ab. 5 Kilo zu viel auf den Hüften verdoppeln Ihr Diabetes-Risiko. Wiegen Sie 10 Kilo zu viel, ist es sogar verdreifacht. Gleichzeitig verbessern Sie durch eine Gewichtsabnahme Ihren Blutzuckerspiegel.
  • Vermeiden Sie tierische Fette. Fleisch und Wurst erhöhen nämlich Ihren Blutzuckerspiegel.
  • Omega-3-Fettsäuren verringern das Risiko, eine Insulinresistenz zu entwickeln. Denn sie halten die Zellwände flexibel und verbessern ihre Aufnahmefähigkeit von Insulin. Fisch sollte daher dreimal in der Woche auf Ihrem Speiseplan stehen, am besten fetter Fisch wie Lachs oder Makrele. Pro Woche sollten Sie 600 g dieses Fisches essen – das schaffen aber die wenigsten Menschen. Daher sollten Sie zusätzlich Ihr normales Öl gegen Leinöl austauschen, das rund 50 % Omega-3-Fettsäuren enthält.
  • Trainieren Sie Ihre Muskeln. So können Sie eine beginnende Insulinresistenz angehen. Gezieltes Muskeltraining baut die schnellen Muskelfasern auf, die Zucker verbrennen und dadurch Ihren Blutzuckerspiegel senken. Diabetiker haben übrigens oft zu wenige von diesen Fasern.
  • Meiden Sie Transfettsäuren. Diese entstehen bei der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln – sie verstecken sich auch hinter dem Namen „gehärtete Fette“. Enthalten sind sie zum Beispiel in Pommes oder anderen Speisen, die frittiert werden. Diese Transfettsäuren steigern Ihr Diabetesrisiko um 40 %, wenn Sie mehr als 3 Gramm täglich zu sich nehmen. Und für diese 3 Gramm müssen Sie nur eine kleine Portion Pommes mit Mayo essen.
  • Nehmen Sie täglich 200 µg Selen zu sich. Selen verbessert die Insulinaufnahme der Zellen, so dass eine Insulinresistenz vermieden wird. 200 µg Selen stecken in 150 g Hering, Tunfisch oder Paranüsse sowie in 100 g Weizenkleie.
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Über den Autor Beate Rossbach

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Alte Kommentare
  • Volker Specht schrieb am 06.09.2012, 07:04 Uhr

    Es ist kein Wunder, dass bereits Kinder an Diabetes Typ 2 erkranken. Die Babies werden mit viel zu viel Zucker "gefüttert". Hipp Kindertees wurden in diesem Jahr von Foodwatch mit dem "Goldene Windbeutel" negativ ausgezeichnet. Einen weitereren Schaden durch den hohen Zuckermissbrauch erleiden die Zähne. Viele Gebisse von Kleinkindern sind kariös oder lückenhaft. Volker Specht

  • Johann Niedermayer schrieb am 06.09.2012, 08:13 Uhr

    Wie wirkt sich das auf den Säuren/Basenhaushalt aus?

  • Johann Niedermayer schrieb am 06.09.2012, 08:19 Uhr

    An dieser Stelle möchte ich ein weiteres Mal an die Theorie von Johann Georg Schnitzer erinnern, der meint, dass bei Diabetes II die Insulinrezeptoren infolge der Verdickung der Zellmembran durch ein Überangebot an Eiweiß aus dieser nicht mehr herausragen und deshalb nicht mehr vom Insulin stimuliert werden können.

  • Karl Heinz Niessen schrieb am 06.09.2012, 16:37 Uhr

    Hallo Wie wirkt der Essig mit Medikamente und Spritzen Ich bin Diabetiker 2 und nehme viele Medikamente auch einen Herzinfarkt, 6 Bypässe mit Herzschrittmacher habe ich. kann man da auch Essig nehmen

  • Fokkolina D Volckmann Bolt schrieb am 06.09.2012, 19:29 Uhr

    Ich bin dankbar für diesen Hint, bzg Apperessig bei Diab.II. Ich bin müde von alle Medikamente die ich nehmen muss (??) und die ich verdächtig von eine Interaktion!

  • Michael Panrok schrieb am 10.09.2012, 23:58 Uhr

    Ich gebe zu bedenken, dass Alkohol und vermutlich auch Essig die Leber fordern. Die Bauchspeicheldrüse schüttet nach der Nahrungsaufnahme Insulin aus, der Zucker im Blut senkt sich. Als Regulativ bei zuwenig Zucker - durch den Insulinausstoß - stößt die Leber Zucker ab, um dem Körper die lebensnotwendige Energie zu sichern. Kommt nun Alkohol oder Essig, ist die Leber beschäftigt und gibt währenddessen keinen Zucker ab. Dann ist der Blutzucker gesunken. Sobald aber Alkohol oder Essig verarbeitet sind, erkennt die Leber den niedrigen Zucker im Blut und stößt viel mehr Zucker als notwendig aus. Damit kann es sein, dass der Zuckeranteil zu einem späteren Zeitpunkt unerklärlicherweise weitaus höher ist, als vorher gemessen, obwohl man in der Zwischenzeit nichts zu sich genommen hat.