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Maulbeer-Extrakt: So könnte die Diabetes-Prävention in Zukunft aussehen

Was ist das Gesundheitsgeheimnis der Maulbeeren? Schon der römische Dichter Horace beschrieb es vor 2.000 Jahren so: „Ein Mann wird seine Jahre so lange gesund verbringen, wenn er sein Essen mit schwarzen Maulbeeren beendet.“ Dieser Satz ist interessant, wenn auch ein bisschen ungenau.

Lassen Sie uns ein paar tausend Jahre in der Zeit nach vorne springen, hin in den Juni 2007. Ein Satz wurde im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht: “Maulbeer 1- deoxynojirimycin (DNJ), ein wirksamer Glukosehemmer, könnte wirksam sein, wenn es darum geht, unnormal hohe Glukoselevel zu senken und daher vor Diabetes mellitus schützen.”

Das klingt doch schon genauer. Kurz gesagt haben Studien mit Tieren gezeigt, dass ein spezieller Maulbeerextrakt, eben dieser DNJ, dabei hilft, Blutzuckerspitzen nach Mahlzeiten zu kontrollieren.Können Menschen ebenfalls davon profitieren? Neue Untersuchungen aus Japan gehen einen großen Schritt in Richtung Beantwortung dieser Frage.

Die Wohltaten der Maulbeere

In den 2.000 Jahren, die seit der Aussage von Horace vergangen sind, haben Chinesen und indianische Heiler Maulbeerblätter und Wurzeln angewandt, um Depressionen, hohen Blutdruck und Diabetes zu behandeln. Erst vor einiger Zeit haben japanische Wissenschaftler herausgefunden, dass Maulbeerblatt-Extrakt effektiv sein kann, wenn es darum geht, das LDL-Cholesterin zu senken.

In der neuen japanischen Studie begannen die Wissenschaftler damit, ein Pulver zu entwickeln, dass 1,5 % DNJ enthält – das ist mehr als in den typischen Maulbeer-Extrakten, von denen manche nur 0,1 % DNJ enthalten. Die Forscher sagten aus, dass Maulbeerblätter, die im Sommer von den obersten Zweigen gepflückt werden, das kräftigste DNJ liefern.

In der zweiten Phase der Studie wurden gesunden Freiwilligen drei verschiedene Dosen von DNJ gegeben (6, 12 und 18 mg) oder ein Scheinmedikament. Anschließend erhielten sie 50 Gramm Zucker. Die Glukose im Blut und die Insulinwerte wurden vor, 30 und 180 Minuten nach diesem „Essen“ gemessen.

Die Ergebnisse zeigten, das 12 und 18 mg DNJ die Erhöhung des Blutzuckers nach den Mahlzeiten und die Insulinfreisetzung deutlich unterdrücken kann. Die Studie habe gezeigt, so die Forscher, dass das neu entwickelte DNJ-angereichterte Pulver zur Vorbeugung von Diabetes mellitus dienen könnte.

Weitere Untersuchungen sind nötig, bis der Extrakt, der in der japanischen Studie verwendet wurde, Marktreife erlangt haben wird. Bis daher müssen Sie sich leider mit dem Maulbeer-Extrakt begnügen, der auf dem Markt zu bekommen ist. Wir werden Sie aber rechtzeitig informieren, sobald Sie den neuen Extrakt kaufen können.

Anzeichen und Symptome von Diabetes

Nicht jeder Diabetiker verspürt Symptome. Das gilt insbesondere für den Typ-II-Diabetes. Er entwickelt sich so langsam, dass Sie die Erkrankung unbemerkt über Jahre hinweg in sich tragen können, bevor man sie entdeckt.

Wichtige Warnsignale bei Typ-II-Diabetes

Damit man die bislang nicht heilbare Krankheit frühzeitig erkennt, sollte jeder über die vier wichtigsten Anzeichen von Diabetes mellitus informiert sein. Oft kommt es vor, dass man die Symptome eines Typ-II-Diabetes nicht ausreichend ernst nimmt oder falsch deutet. Das kann lebensbedrohliche Folgen haben. Achten Sie also besonders auf die wichtigsten Warnsignale:

  1. Gewichtsverlust
  2. übermäßiger, unstillbarer Durst
  3. übermäßiger Harndrang
  4. bleischwere Müdigkeit

Auch als Eltern, Lehrer und Familienmitglied sollten Sie diese Anzeichen kennen und erkennen, denn Typ-II-Diabetes macht vor Kindern und Jugendlichen nicht Halt.

Weitere Merkmale

  • extremer Durst, da der überschüssige Zucker in Ihrem Blut den Körpergeweben das Wasser entzieht und eine Dehydrierung verursacht
  • Hunger, selbst wenn Sie viel essen, denn der Diabetes enthält den Körperzellen den nötigen Zucker für die Energiegewinnung vor
  • häufiges Urinieren (Polyurie)
  • unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • verschwommenes Sehen
  • langsam heilende Wunden oder häufige Infektionen
  • Kopfschmerzen und Schwindel
  • Erbrechen und Magenschmerzen
  • Wadenkrämpfe
  • Ameisenkribbeln, „eingeschlafene“ oder taube Hände oder Füße
  • rotes, geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch
  • Juckreiz (vor allem am Scheidenausgang)
  • Wundsein in Hautfalten (zwischen den Gesäßbacken, unter den Brüsten, in der Leistenfalte)

Verhalten Sie sich achtsam!

Diese Anzeichen können (müssen aber nicht) auf einen erhöhten Blutzucker hindeuten. Aber sie sollten Sie in die ärztliche Praxis führen. Mehr zu Symptomen (vor allem zum Thema Diabetischer Fuß) gibt es bei den Internisten-im-Netz.

Da bei einem Typ-II-Diabetes die Symptome sehr schwach oder gar nicht ausgeprägt sein können, sollten Sie im Zweifel lieber einmal zu viel als zu wenig Ihre Werte testen. Sieben Millionen Menschen erkranken jedes Jahr daran. Darum ist es wichtig, sofort zu handeln und sich vom Arzt die ersten Maßnahmen (meistens eine Behandlung mit Medikamenten) verschreiben zu lassen.

Im Falle einer bereits erfolgten Erkrankung gilt: Bewegung hilft Ihnen, Ihren Typ-II-Diabetes so ungefährlich wie möglich zu halten.

So erkennt Ihr Arzt eine Erkrankung

Zur Diagnose bieten sich unterschiedliche Testmethoden an. Ihr Arzt wird den entsprechenden Test auswählen:

Nüchternuntersuchung: Diese wird angewandt, um einen ersten Verdacht auf Diabetes zu bestätigen oder zu widerlegen, wenn bei Ihnen erhöhte Blutzuckerwerte über 200 mg/dl festgestellt worden sind. Acht Stunden lang müssen Sie auf Nahrung verzichten, dann wird Ihnen Blut aus einer Vene oder aus einer Fingerkuppe entnommen. In diesen Blutproben wird der Blutzuckerspiegel dann erneut gemessen. Im venösen Blut darf er 125 mg/dl nicht überschreiten. Im Kapillarblut muss er unter 110 mg/dl liegen. Nach einigen Tagen wird diese Untersuchung wiederholt. Kommt es zu stark variierenden Ergebnissen, folgt in der Regel die nächste Teststufe.

Oraler Glukosetoleranztest: Er wird in der Regel genutzt, wenn fraglich ist, ob Sie an Diabetes leiden oder nicht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Ihr Blutzuckerspiegel völlig in Ordnung ist, Sie aber an typischen Begleitsymptomen der Diabetes leiden. Oder wenn es bei zwei Nüchternblutuntersuchungen zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen ist. Drei Tage lang müssen Sie sehr viele Kohlehydrate zu sich nehmen, danach zehn Stunden lang auf Essen und Trinken verzichten.

Sie erhalten dann beim Arzt ein Zucker-Wasser-Gemisch. Eine und zwei Stunden nachdem Sie dieses getrunken haben, wird Ihr Blut untersucht und so der Blutzuckerwert bestimmt. Wenn er nach zwei Stunden über einem Wert von 140 mg/dl liegt, ist Ihre Glukosetoleranz gestört. Ist er höher als 200 mg/dl, leiden Sie an Diabetes. Wichtig ist, dass Sie Ihren Arzt vor diesem Test darauf hinweisen, wenn Sie Medikamente (egal welcher Art) nehmen. Denn diese können die Ergebnisse beeinflussen.

Möglichkeiten der Selbstuntersuchung

Wollen Sie sich selbst auf eine eventuelle Diabetes testen, bietet sich der Urin-Test an. Sie können Teststreifen in der Apotheke kaufen, 15 Stück kosten rund 20 Euro, mit denen Sie Ihren Blutzuckerspiegel bestimmen können. Wichtig ist, dass dies regelmäßig geschieht. Morgens nach dem Aufwachen bietet sich an. Wenn Sie dann über Tage hinweg Harnzucker im Urin findet, ist dies ein deutlicher Hinweis auf Diabetes. Aber Achtung: Der Test ist nur in diese Richtung aussagekräftig.

Scheiden Sie keinen Zucker mit dem Urin aus, bedeutet das nicht, dass Sie nicht unter Diabetes leiden. Es kann zum Beispiel die Nierenschwelle (der Punkt, an dem Zucker mit dem Urin ausgeschieden wird) erhöht sein.

Der HbA1c-Wert wird immer im Zusammenhang mit Diabetes genannt. Viele Menschen sind der Meinung, durch seine Bestimmung ließe sich eine Diabetes-Erkrankung erkennen. Doch das stimmt nicht. Er dient vielmehr bei Diabetikern zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels innerhalb des letzten Vierteljahres.

Mit ihm wird der Anteil der Glukose gemessen, der sich an den roten Blutfarbstoff gebunden hat. Sind Sie als Diabetiker gut eingestellt, liegt dieser unter 7 Prozent. So lässt sich die Wirksamkeit Ihrer Diabetes-Therapie feststellen, aber auch, wie gut Sie sich an diese halten.

Auf diese Hilfen können Sie als Diabetiker vertrauen

Wenn Sie an Diabetes Mellitus leiden, dann kann diese Krankheit Ihre Lebensqualität beeinflussen. Nicht nur die bekannten körperlichen Beschwerden schränken die Patienten in ihren Gewohnheiten ein, auch Störungen der Libido können mit der Krankheit einhergehen. Welche Möglichkeiten sich betroffenen Diabetes Patienten anbieten, erfahren Sie hier.

Männer mit langjährigem Diabetes haben häufig mit Erektionsstörungen zu kämpfen. Operative Verfahren, z. B. eine venöse Sperroperation oder der Einsatz einer Penis-Prothese, sollten nur die letzte aller Möglichkeiten darstellen. Versuchen Sie es auf jeden Fall zunächst mit:

  • gefäßerweiternden Mitteln wie Sildenafil (Viagra®), Tadalafil (Cialis®) oder Vardenafil (Levitra®), alle nur auf ärztliches Rezept
  • SKAT (= Schwellkörper-Selbstinjektion mit Prostaglandin E1)
  • Vakuum-Pumpe
  • Penisring (erhältlich in Erotik-shops oder im Versandhandel)

Frauen mit Diabetes sind seltener von Sexualstörungen betroffen. Wenn, dann leiden sie v. a. an Scheidentrockenheit und verringerter Libido. Dagegen helfen:

  • Feuchtigkeit spendende Cremes und Gleitmittel
  • östrogenhaltige Cremes zur lokalen Anwendung
  • Vibratoren
  • psychologische Sexualtherapie
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