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Achtung Diabetes: So stoppen Sie die Zucker­krankheit rechtzeitig

Immer mehr jüngere Menschen erkranken am Altersdiabetes, dem Diabetes Typ II. Die Ursachen sind leider oft hausgemacht: ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und Übergewicht. Erfahren Sie hier, wie Sie der Diabetes-Erkrankung entgehen können, selbst wenn der Blutzuckerhaushalt Ihres Körpers schon aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Diabetiker macht Blutzuckertest am Finger© evgenyb - Fotolia

Was geschieht bei Diabetes Typ II im Körper?

Diabetes lauert im Verborgenen. Sie können betroffen sein, ohne es zu merken. Jeder vierte Deutsche hat heute schon eine Insulinresistenz. Der Körper produziert dann zwar Insulin, das er benötigt, um Zucker in die Körperzellen zu schleusen. Aber das Zusammenspiel zwischen Insulin und Körperzellen, das für diesen Vorgang notwendig ist, funktioniert nicht mehr richtig.

Die Folge: Der Zucker bleibt im Blut, die Bauchspeicheldrüse produziert daraufhin noch mehr Insulin. Über kurz oder lang ist die Bauchspeicheldrüse durch diese dauernde Belastung erschöpft, die Produktion von Insulin wird komplett eingestellt und schon ist der Diabetes Typ II da. Sie müssen nun Insulin spritzen oder in Form von Tabletten nehmen und sich bis zum Ende Ihres Lebens bei Ihrer Ernährung einschränken.

Diabetes entwickelt sich zur versteckten Bedrohung

Das Schlimme an Diabetes ist, dass auf einen Diabetiker, der über seine Erkrankung Bescheid weiß, ein Fall kommt, bei dem die Erkrankung nicht oder zumindest noch nicht entdeckt wurde. Gerade diese Menschen leben gefährlich. Vordergründig geht es ihnen nämlich gut. Sie haben keine Schmerzen, fühlen sich gesund und leben so weiter, wie sie es immer getan haben. Aber in ihrem Körper läuft ein zerstörerisches Programm ab.

Diabetes greift die Nerven und die Gefäße an. Ist zu viel Zucker in Ihrem Blut, werden Ihre Gefäße zerstört. Es kommt zu Erblindungen oder aber zum Absterben der Gliedmaßen, sodass eine Amputation die letzte Lösung ist. Wenn die Nerven am Herzmuskel zerstört werden, kommt es zu stummen Infarkten, zu Kammerflimmern oder zu plötzlichem Herztod. Aber die Krankheit schädigt auch die Organe selbst, vor allem das Herz. 75 Prozent aller Diabetiker sterben an Herzinfarkten – und viele enden durch eine unerkannte Diabetes an der Dialyse, weil die Nieren zerstört wurden.

Was weist auf die Diabetes-Typ-II-Entstehung hin?

Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die als Hinweis für eine Diabetes-Erkrankung dienen. Treten diese über lange Zeit hinweg auf, dann begünstigen sie die Entstehung deutlich. Diese Faktoren sind:

  • erhöhte Blutdruckwerte über 130:80 mmHg
  • hohe Blutfettwerte über 150 mg/dl
  • hohe Blutzuckerwerte über 140 mg/dl
  • Übergewicht mit einem Body-Mass-Index von über 30

Die vier Faktoren bezeichnet man auch als metabolisches Syndrom. Es gilt als Vorstufe des Diabetes. Sie sollten also diese vier Faktoren immer im Auge behalten.

Wie kommt es zur Unterzuckerung?

Bei insulinpflichtigen Diabetikern des Typs I oder II kann es auch zu einer Unterzuckerung kommen. Diese entwickelt sich häufig innerhalb von wenigen Minuten. Der Blutzuckerspiegel sinkt unter 50 mg/dl, allerdings steigt der Blutdruck an. Gründe für eine solche Unterzuckerung gibt es mehrere. Es kann sein, dass Sie krank sind, also einen Infekt haben. Möglich ist auch, dass Sie zu wenig Kohlenhydrate aßen, zu viel Insulin spritzten, zu viel Alkohol tranken oder übermäßig Sport trieben.

Eine Unterzuckerung äußert sich durch das Gefühl von Heißhunger. Hinzu kommen gestörte Sprache, massives Schwitzen und ein Unruhegefühl. Wichtig ist dann, dass Sie schnellen Zucker zuführen. Dabei ist die viel empfohlene Cola kritisch zu sehen. Besser, Sie haben immer ein Traubenzuckerplättchen in der Tasche, das Sie einem solchen Fall verzehren.

Der Nüchtern-Bluttest sagt nicht viel über Ihr Risiko aus

Diabetes lässt sich durch einen Bluttest erkennen. Viele Ärzte wenden im­mer noch den Nüchtern-Bluttest an. Dabei wird der Zuckerwert in Ihrem Blut auf nüchternem Magen gemessen. Bei vielen Menschen ist dieser Wert normal, er liegt dann bei rund 100 Milligramm pro Deziliter Blut. Ist das der Fall, wird Ihnen Ihr Arzt sagen: Ihr Wert ist absolut in Ordnung.

Aber eines wird selten berücksichtigt: Ihr Insulinwert hatte eine ganze Nacht Zeit, auf ein normales Niveau abzusinken. Er konnte sich regulieren. Was aber, wenn Sie vor der Messung gefrühstückt hätten? Dann wäre Ihr Blutzuckerwert viel höher und vor allem realistisch. Aber nur die wenigsten Ärzte ziehen das Marmeladenbrötchen am Morgen in die Berechnung mit ein. Deshalb ist der Nüchtern-Blutzuckerwert eine veraltete Messgröße. Sie sagt nichts aus über Ihr wahres Diabetes-Risiko.

So erfahren Sie, ob Sie wirklich gefährdet sind

Wie es wirklich um Ihren Blutzuckerspiegel bestellt ist, verrät Ihnen der Glukose-Toleranz-Test. Dabei trinken Sie auf nüchternen Magen ein Glas Zuckerwasser, das 75 Gramm Glukose enthält. Nach zwei Stunden wird Ihr Blutzuckerspiegel gemessen. Er sollte unter 140 mg/dl Blut liegen – Ihre Werte sind dann in Ordnung.

Liegt der Wert höher, leiden Sie wahrscheinlich bereits unter einer Insulinresistenz. Sie sollten dann einen HbA1c-Test durchführen lassen. Dieser Langzeittest zeigt an, ob es sich bei dem hohen Blutzucker um einen Ausrutscher handelt und wie Ihr Blutzuckerspiegel in den letzten Monaten aussah. Das Testergebnis sollte hierbei unter 6,5 Prozent liegen.

Schützen Sie auch Ihre Haut

Als Diabetiker sollten Sie übrigens besonders auf Ihre Haut achten. Wenn es kühler ist, sollten Sie sich mit glyzerinhaltigen Cremes eincremen, um trockene Haut zu vermeiden. Diese wird schnell durch die hohen Blutzuckerwerte ausgelöst, die Talg- und Schweiß­drüsen schädigen. So fehlt häufig der Fett- und Feuchtigkeitsfilm auf der Haut. Bakterien können leichter eindringen und Entzündungen sowie Ekzeme verursachen.

Senken Sie Ihr Gewicht und laufen Sie der Krankheit davon

Als erster Schritt zur Vermeidung von Diabetes Mellitus gilt es, Ihr bewegungsarmes Leben umzukrempeln. Studienteilnehmer, die fünf Kilo abnahmen oder 30 Minuten am Tag stramm spazieren gingen, halbierten ihr Diabetes-Risiko. Kleine Umstellungen zeigen einen großen Erfolg. Immer wieder wecken reißerische Berichte die Hoffnung chronisch kranker Menschen. Besonders bei Diabetes mellitus scheint die Sehnsucht nach dem normalen Leben und einem Behandlungsdurchbruch besonders groß. So wundert es nicht, dass es gerade hier besonders viele Versuche gibt, den ernsthaft kranken Diabetikern das Blaue vom Himmel zu versprechen.

Mitunter bedeutet das die Aussicht auf ein Stück Kuchen mit Sahne. Für jemanden, der sich nicht einschränken muss oder den Verzicht nicht kennt, ist ein Stück Kuchen keine Versuchung. Aber schon für jemanden, für den jeder Besuch beim Bäcker an Folter grenzt. Achten Sie auf sich. Achten Sie auf die Zeichen und Hinweise Ihres Körpers und tun Sie alles dafür, dieser lebensverändernden Krankheit keinen Raum zu geben.

Jung gebliebene Frau genießt die abendliche Sonne© jd photodesign - Fotolia

Entspannung senkt den Blutzuckerspiegel

Stress und Hektik zerren nicht nur an den Nerven, sondern wirken sich des Weiteren negativ auf den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern aus. Wissenschaftler der Universität von Ohio in Toledo (USA) teilten 40 Diabetes-Patienten in zwei Gruppen ein. Eine Gruppe absolvierte ein zehnstündiges Stress-Management-Programm. Die Inhalte waren Entspannungsverfahren, Biofeedback-Therapie und Gesprächsangebote. Die zweite Gruppe klärte man lediglich über die Krankheit und ihre Ursachen auf.

Nach drei Monaten waren der Blutzuckerspiegel und der HbA1c-Wert in der Entspannungsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe um 10 bis 20 Prozent abgesunken. Sind Sie Diabetiker, achten Sie in Zukunft nicht nur auf Ihren Speiseplan und bewegen sich etwas. Sorgen Sie darüber hinaus für mehr Entspannung in Ihrem Leben. Gönnen Sie sich einen ruhigen Abend im Kino, gehen Sie mit Freunden essen oder legen Sie sich auf die Couch zum Lesen oder Musikhören. Wenn Sie dabei nicht abschalten können, sollten Sie ein Entspannungsverfahren erlernen.

Theraband: Bekämpfen Sie den Diabetes „Zug um Zug“

Therabänder gibt es in unterschiedlichen Stärken schon für rund 10 Euro im Sportfachhandel zu kaufen. Es empfiehlt sich ein Band mit mittlerem Widerstand, den Sie verstärken, indem Sie das Theraband kürzer fassen. Kaufen Sie das Gummiband (meist als Meterware erhältlich) lang genug, damit Sie es um Ihre Hände schlingen können. Dann brauchen Sie es nicht so fest in der Hand zu halten und verkrampfen nicht.

Das Theraband sollte bei den Übungen immer unter Spannung stehen. Führen Sie die Hin- und Rückbewegungen langsam und fließend aus. Wenn Sie die größtmögliche Spannung 1 bis 2 Sekunden halten, wird die Übung noch intensiver. Fangen Sie mit einem Satz à 15 bis 20 Wiederholungen an und steigern Sie nach etwa vier Wochen auf zweimal 20. Aktivieren Sie Ihrer Blase zuliebe vor dem Anspannen immer Ihren Beckenboden. Das beugt einem Hohlkreuz vor.

Übung 1: Stärkt Rücken, Schultern und Arme

  1. Stellen Sie sich mit beiden Füßen schulterbreit auf die Bandmitte. Beugen Sie die Knie leicht. Überkreuzen Sie das Theraband vor Ihren Beinen etwa unterhalb Ihrer Knie. Wickeln Sie die Bandenden um Ihre Hände, sodass der Zug von innen kommt. Die Ellbogen sind leicht angewinkelt, die Handflächen zeigen nach vorne.
  2. Nun ziehen Sie beide Arme gleichzeitig und kontrolliert über die Seite nach oben etwa bis auf Kopfhöhe. Halten Sie kurz die Spannung und zurück.

Übung 2: Stärkt Rücken, Brust, Schultern und Arme

  1. Befestigen Sie die Bandmitte oberhalb Ihres Kopfes, beispielsweise am Türanker. Nehmen Sie eine leichte Schrittstellung ein und spannen Sie Bauch und Gesäß an. Greifen Sie das Bandende mit den Händen vor Ihrem Körper etwa auf Brusthöhe.
  2. Ziehen Sie nun das Band aus dieser Position vor dem Körper nach unten und hinten, ohne ins Hohlkreuz zu fallen. Kurz die Spannung halten und zurück.

Übung 3: Stärkt Arme und die gesamte Rumpfmuskulatur

  1. Setzen Sie sich mit nahezu gestreckten Beinen auf den Boden. Legen Sie das Band flächig um beide Füße und umwickeln Sie beide Hände, sodass eine leichte Spannung entsteht. Halten Sie die Arme neben dem Körper, im Ellbogen etwa 90° gebeugt. Der Oberkörper ist aufrecht, Bauch- und Rückenmuskeln sind leicht angespannt.
  2. Ziehen Sie nun beide Ellbogen langsam nach hinten. Die Schulterblätter nähern sich dabei einander an. Die Bewegung erinnert an Rudern und trainiert Ihre schrägen Bauchmuskeln, deren Zusammenspiel mit dem Rücken unerlässlich für einen beschwerdefreien Rücken ist.

Übung 4: Stärkt Rumpfmuskulatur und Gesäß

  1. Stellen Sie sich in den Vierfüßlerstand und legen Sie die Bandmitte flächig um die rechte Fußsohle. Umwickeln Sie beide Hände mit den jeweiligen Bandenden etwa auf Schulterhöhe und fixieren Sie sie dadurch am Boden. Halten Sie Ihren Nacken gerade, erhöhen Sie die Bauchspannung, atmen Sie tief und gleichmäßig.
  2. Strecken Sie langsam das rechte Bein nach hinten, sodass das Bein und der Rücken eine gerade Linie bilden. Nach den Wiederholungen wechseln Sie das Bein. Stellen Sie sich ein gefülltes Wasserglas auf Ihrem Becken (Kreuzbein) vor, das nicht überschwappen darf.

Übung 5: Stärkt Beine und Gesäß

  1. Legen Sie sich gerade auf den Boden, eine Gymnastikmatte oder einen Teppich. Beugen Sie Ihr rechtes Knie im 90-Grad-Winkel an und legen Sie die Bandmitte flächig unter Ihre rechte Fußsohle. Dann wickeln Sie die Bandenden um beide Hände.
  2. Strecken Sie nun das rechte Bein gerade durch, sodass Ihre Ferse fast den Boden berührt. Kurz Spannung halten und zurück. Nach den Wiederholungen wechseln Sie das Bein.

Übung 3: Stärkt die Oberarme

  1. Nehmen Sie wieder eine leichte Schrittstellung ein. Ihr vorderer, rechter Fuß steht auf der Bandmitte. Wickeln Sie die Bandenden um Ihre Hände.
  2. Ziehen Sie nun das Theraband bis etwa auf Schulterhöhe nach oben. Halten Sie dabei Ihren Rücken unbedingt gerade. Spannung halten und zurück. Nach den Wiederholungen wechseln Sie das Bein.

Zimt: ein uraltes Gewürz mit Heilwirkung

Zimt zählt zu den ältesten bekannten und am häufigsten verwendeten Gewürzen. Seit über 5.000 Jahren nutzen es die Menschen in China darüber hinaus als Arzneipflanze. Des Weiteren verwendeten andere Hochkulturen wie Ägypten, Israel, Mesopotamien, das antike Griechenland und Rom Zimt fürrituelle Zwecke. Die Ägypter verwendeten das Gewürz zur Mumifizierung. Den alten Griechen diente es als Wundheilungsmittel und als Bestandteil von Räuchermischungen.

Zimt war bis ins Mittelalter teuer und galt deshalb als Geschenk für die Fürsten und Päpste. Zu dieser Zeit setzte man es bei Erkältungen, Fieber, Verdauungsbeschwerden und Frauenleiden ein. Erst im Spätmittelalter wuchs seine Beliebtheit als Gewürz, sodass die arzneiliche Verwendung mehr und mehr in den Hintergrund trat. Vor allem für die dunkle Jahrszeit hält Zimt mit seiner würzigen und wärmenden Wirkung viel Gutes bereit. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie ein hochwertiges Produkt kaufen, das frei von Schadstoffen ist.

Mit Zimt gegen Zucker?

Im Jahr 2003 verabreichte eine Gruppe pakistanischer Wissenschaftler je zehn Diabetespatienten mit Typ-II-Diabetes täglich eine Kapsel Zimt. Je zehn Patienten bekamen ein, drei oder sechs Gramm pro Kapsel und eine Kontrollgruppe Diabetiker nur ein Placebo. Das Ergebnis der Studie: Bereits nach vierzig Tagen war bei den Diabetikern der Zimtgruppe der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand um 20 bis 30 Prozent gesunken. Die höchste Dosis hatte das beste Ergebnis. Leider erwähnt man die methodischen Schwächen dieser Untersuchung viel zu selten: Es ist nicht bekannt, ob die Teilnehmer ihre Essgewohnheiten veränderten.

Als man im Jahr 2006 diese Studie aus Pakistan an einer deutschen Hochschule überprüfte, kam man dort zu anderen Ergebnissen. Bei gleicher Versuchsanordnung sank der Blutzuckerspiegel um 10 Prozent im Vergleich zu den Werten vor Beginn der Zimttherapie. Zudem war der positive Effekt nur bei den Teilnehmern zu beobachten, die eine strenge Diät einhielten. Hermann Amonn arbeitet als Pharmakologe und Präsident der Deutschen Diabetesgesellschaft. Er kam zu dem Schluss, dass bei Typ-II-Diabetes ein positiver Effekt nicht ausgeschlossen ist. Jedoch halte der Wirksamkeitsnachweis nach den harten Prüfkriterien klinischer Studien nicht stand.

Zimtsterne in Schale und Kochlöffel

Chinesischer Zimt wirkt Wunder

Wenn Sie ein erhöhtes Diabetesrisiko haben oder an einem manifesten Typ-II-Diabetes erkrankt sind, vwewenden Sie chinesischen Zimt (Cinnamomum cassia) als Gewürz. Dieser senkt Ihre Blutzuckerwerte wesentlich besser als der hier zu Lande angebotene Ceylon-Zimt (Cinnamomum zeylanicum). Die internationale Fachzeitschrift Phytotherapy Research veröffentlichte im Juni 2005 eine Studie des Pharmakologen Professor Dr. Eugen Verspohl von der Universität Münster. Danach erwiesen sich wässrige Extrakte aus dem Chinazimt als fast gleichwertig mit dem oralen Antidiabetikum Glibenclamid.

Zwar sind solche Zimtextrakte noch nicht als antidiabetische Arzneimittel zugelassen. Sie können sich die blutzuckersenkende Wirkung des Zimts zunutze machen, indem Sie ihn täglich als Gewürz verwenden. Dies geschieht beispielsweise in Süßspeisen, Backwaren und heißen Früchtetees. Chinazimt erhalten Sie auf Bestellung in jeder Apotheke.

Fünf Schritte gegen die Zuckerkrankheit

Sie brauchen keine Angst vor Diabetes zu haben, so lange Sie sich nur ausreichend um Ihren Körper kümmern. Selbst wenn Sie schon unter einer Insulinresistenz leiden, können Sie diese rückgängig machen. Denn Sie haben es selbst in der Hand: Sie können verhindern, dass Sie überhaupt erkranken. Es sind nur fünf Schritte nötig. Gehen Sie diese!

  1. Bewegen Sie sich. Laufen Sie einfach los, walken Sie, radeln Sie oder springen Sie Trampolin. Ganz gleich, welche Ausdauersportart Sie sich aussuchen, jede tut Ihnen und Ihrem Körper gut. Denn durch Sport wird eine eventuell schon vorhandene Insulinresistenz abgebaut. Ihr Idealprogramm gegen Diabetes sieht vor, dass Sie spätestens jeden zweiten Tag, besser sogar jeden Tag, 30 Minuten in Ausdauersport investieren. Machen Sie dazu noch einmal pro Woche eine gute Stunde lang ein Muskeltraining, dann bleiben Ihre Zuckerwerte da, wo sie hingehören: tief unten.
  2. Ihre Nahrung sollte aus Lebens-Mitteln bestehen. In frischem Obst und Gemüse steckt besonders viel Leben, wenn Sie all dies roh essen. Dann nehmen Sie Vitamine und Vitalstoffe zu sich, eben jene Stoffe, die Ihren Körper gesund erhalten. Verzichten Sie dagegen so weit wie möglich auf Kohlenhydrate, die im Körper schnell in Zucker umgewandelt werden können: Weißbrot, helles Mehl, aber auch Süßspeisen sollten Sie möglichst von Ihrem Speiseplan streichen. Diese enthalten viel Zucker, der in Ihrem Körper die Insulinproduktion ankurbelt. Im Übermaß gegessen, kommt es dann wieder zur Insulinresistenz.
  3. Setzen Sie auf das richtige Öl. Noch immer geistern Sonnenblumenöl, Margarine und tierische Fette in deutschen Küchen herum. Hinzu kommen ge­härtete Fette aus frittierten Produkten. Sie haben alle eines gemeinsam: Langsam, aber sicher lassen sie Ihr Körpergewicht steigen und verstopfen Ihre Arterien. Die Folge: Sie entwickeln eine Insulinresistenz und später dann Diabetes. Machen Sie einen Ölwechsel. Raps- oder Olivenöl, genauso wie Fisch, enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die Ihre Gefäße nicht verstopfen und daher nicht so gefährlich für Ihre Gesundheit sind. Aber auch hier gilt: Verwenden Sie selbst gesundes Öl nur in Maßen, nicht in Massen.
  4. Trinken Sie ausreichend. Wenn Sie nicht genügend trinken, verliert Ihr Körper Wasser. Ihre Zellen trocknen im wahrsten Sinne des Wortes aus. Sie schrumpfen und werden resistent gegen Insulin. Aber Mediziner wissen aus vielen Beobachtungen: Ist Ihr Zuckerhaushalt aus dem Rhythmus geraten, können Sie ihn durch eine ausreichende Trinkmenge wieder normalisieren. Sie sollten dazu rund einen Liter Flüssigkeit pro 25 Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Trinken Sie aber bitte keine zuckerhaltigen Limonaden. Mineralwasser mit wenig Kohlensäure oder ungesüßter Tee sind die bessere Lösung.
  5. Nehmen Sie Chrom. Chrom kann das Insulin in Ihrem Körper unterstützen. Dieser Mineralstoff ist in der Lage, Zucker in die Zellen zu transportieren. So normalisiert er den Blutzuckerspiegel, es muss weniger Insulin ausgeschüttet werden. Die Insulinrezeptoren, die an Ihren Zellwänden vorhanden sind, können sich erholen und bauen die Resistenz gegen Insulin ab. Gerade wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie Ihren Chromspiegel messen lassen. Der Wert im Blut sollte bei 0,2 bis 1,0 mg/l liegen.

Koffein und Pestizide: Minimieren Sie das Risiko

Auch mit Getränken können Sie Ihren Blutzuckerspiegel beeinflussen. Das gilt nicht nur für zuckerhaltige Säfte, sondern auch für koffeinhaltige Getränke. Das haben Forscher der Duke-University in Durham, North Carolina, beobachtet. Patienten, die an Typ-II-Diabetes litten, aber noch keine Medikamente nehmen mussten, wurde ein Chip unter die Bauchhaut implantiert. Mit diesem wurde der Blutzuckerspiegel rund um die Uhr gemessen. Alle Teilnehmer tranken mindestens zwei Tassen Kaffee pro Tag. Die Forscher entdeckten, dass der Blutzuckerspiegel an den Tagen um 8 Prozent erhöht war, an denen die Probanden eine Kapsel schluckten, die Koffein von vier Tassen Kaffee enthielt. Zudem war er nach dem Frühstück um 9 Prozent, nach dem Mittagessen um 15 Prozent und nach dem Abendessen um 26 Prozent höher als sonst. Koffein, so die Forscher, ist ein Störfaktor bei einer Diabetes-Therapie. Sie sollten daher als Diabetiker auf Kaffee und Limonadengetränke mit Koffein verzichten.

Neben mangelnder Bewegung und falscher Ernährung haben Forscher nun noch zwei Auslöser für Diabetes entdeckt. Die erste Erkenntnis kommt aus England. In einer Studie gingen Wissenschaftler der Tatsache nach, dass plötzlich auch dünne Menschen vermehrt an Diabetes Typ II erkranken. Sie stellten fest, dass diese Menschen einer hohen Pestizidbelastung ausgesetzt waren. Diese ließ das Diabetesrisiko auf das eines übergewichtigen Menschen ansteigen. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie sich ausreichend mit Vitamin C, Vitamin E und Zink versorgen. So können Sie Ihrem Körper bei der Entgiftung helfen und Ihr Diabetesrisiko senken.

Auch Rauchen und Fruktose sind gefährlich

In einer Meta-Studie werteten Wissenschaftler 25 Studien zum Thema Diabetesrisiko aus. Die hier beteiligten Forscher entdeckten, dass Raucher im Durchschnitt ein um 44 Prozent erhöhtes Diabetesrisiko aufweisen. Abhängig ist dieses Risiko von der Menge der Zigaretten. Leichte Raucher erkranken zu 29 Prozent häufiger, bei mehr als 20 Zigaretten pro Tag liegt ein um 61 Prozent erhöhtes Risiko vor. Schwache Raucher haben immer noch ein Diabetesrisiko, das um 23 Prozent erhöht ist, genauso wie Menschen, die schon vor Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben.

Ebenfalls gefährlich für Sie sind die im Moment so beliebten Lebensmittel, die mit Fruchtsäure gesüßt sind. Forscher der Universität Florida haben herausgefunden, dass diese Lebensmittel mit Fruktose gar nicht so gesund sind. Fruktose im Übermaß erhöht die Konzentration der Harnsäure im Blut. So schlimm wie sonst keine andere Zuckerart führt die Fruktose dann zur Insulinresistenz und somit zu Diabetes.

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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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