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Erfahren Sie alles zum Thema Diabetes Mellitus

Inhalt:

  1. Was verbirgt sich dahinter?
  2. Steigende Anzahl der Erkrankungen
  3. Diskriminierung von Diabetikern
  4. Diabetes – und nun?
  5. Bewegen Sich sich regelmäßig
  6. Motivation: Die Triebfeder für Erfolg und Gesundheit

Kennen Sie einen Diabetiker? Heutzutage beantworten die meisten Menschen diese Frage mit „ja“. Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus stellt eine weitverbreitete Volkskrankheit dar, deren Patientenzahl stetig steigt.

Was verbirgt sich dahinter?

Diabetes mellitus bezeichnet eine Stoffwechselstörung, die den Abbau von Blutzucker (Glukose) betrifft. Der Körper baut alle zucker- und kohlenhydrathaltigen Speisen im Laufe der Verdauung zu Glukose ab, welche das Blut durch die Darmwand aufnimmt.

Glukose gilt als Hauptenergiequelle des menschlichen Körpers. Der Blutstrom transportiert sie zu den einzelnen Zellen der Gewebe. Diese nehmen sie auf und nutzen sie als Energiequelle. Um die Glukose ins Zellinnere aufzunehmen, benötigen die Zellen Insulin. Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziertes Hormon. Dieses Organ sitzt direkt hinter dem Magen.

Der Verdauungsprozess

In der Regel wirkt das Insulin wie ein Generalschlüssel, der alle Türen der Zellen aufschließt und der Glukose den Eintritt ins Innere ermöglicht. Auch nachts oder zwischen den Mahlzeiten setzt die Bauchspeicheldrüse geringe Mengen an Insulin frei. Der gesamte Verdauungsprozess läuft sozusagen auf Sparflamme, ist aber ständig in Bereitschaft. Bei Bedarf, wie nach einer Mahlzeit, erhöht die Bauchspeicheldrüse die Ausschüttung von Insulin und passt sich der neuen Situation an. Das freigesetzte Hormon sorgt dafür, dass die zusätzliche Glukose in Ihre Zellen gelangt.

Überschüssige Glukose, die der Körper nicht verbrennt, speichern Leber und Muskeln in Form von Glykogen oder wandeln sie in Fett um. In einem hungrigen Moment mobilisiert Ihr Körper die gespeicherte Energie wieder und gibt sie in das Blut ab.

Bei Diabetikern ist der Ablauf des Glukoseabbaus gestört: Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht genügend Insulin oder die Körperzellen reagieren nicht mehr auf das Insulin als Türöffner. Anstatt in die einzelnen Zellen zu gelangen, häuft sich die Glukose im Blut an. Einen Teil scheidet man unter Umständen sogar mit dem Urin aus.

Diabetes Typ I

Die häufigsten Formen dieser chronischen Stoffwechselerkrankung sind Typ-I- und Typ-II-Diabetes. Typ-I-Diabetiker leiden an einer Erkrankung ihres Autoimmunsystems. Diese zerstört die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren, was zu einem Insulinmangel führt.

Als Folge steigt der Blutzuckerspiegel an, da die Körperzellen die Glukose aus dem Blut ohne Insulin nicht aufnehmen. An Typ-I-Diabetes erkranken sowohl Kinder als auch ältere Menschen. Die Patienten spritzen von Beginn an Insulin.

Diabetes Typ II

Beim Diabetes Typ II reagieren die Körperzellen nicht mehr oder nicht ausreichend auf das vorhandene Insulin: Es liegt eine Insulinresistenz vor. Zusätzlich kommt es zu Störungen bei der Insulinbildung, denn zunächst versucht der Körper, die Resistenz durch eine Überproduktion an Insulin auszugleichen. Nach einigen Jahren versagen die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und der Glukosespiegel im Blut steigt an. Diabetes Typ II ist erblich bedingt oder tritt durch eine ungesunde Lebensweise auf.

Immer mehr Kinder und junge Menschen erkranken aufgrund von Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel an diesem Diabetes-Typ. Aus dem Grund funktioniert die Bezeichnung „Altersdiabetes“ nicht mehr zutreffend. Durch einen gesünderen Lebenswandel und Medikamente, die die Insulinbildung und -wirkung verbessern, zögern viele Typ-II-Diabetiker das Spritzen von Insulin hinaus oder vermeiden es sogar.

Bei einer Sonderform der Zuckerkrankheit, dem Schwangerschaftsdiabetes, erhöht sich der Blutzucker der künftigen Mutter. Nach der Schwangerschaft verschwinden die Symptome dieses Typs in der Regel von selber.

Steigende Anzahl der Erkrankungen

Schätzungsweise 6 Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes erkrankt. Am stärksten betrifft die Krankheit die Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen, wie die International Diabetes Federation (IDF) angibt. Im Jahr 2010 lebten weltweit 285 Millionen Diabetiker (6,6 Prozent der Menschheit) zwischen 20 bis 79 Jahren. Forscher rechnen damit, dass sich diese Anzahl bis zum Jahr 2030 auf 438 Millionen Menschen erhöht.

Ein Diabetes bringt unter Umständen verheerende Folgen mit sich. Bleibt die Zuckerkrankheit unbehandelt oder unkontrolliert, führt sie zu Herzerkrankungen, Schlaganfall, Erblindung, Amputationen, Nierenversagen und sogar zum Tod des Patienten. Zum Glück verhindert man die am weitesten verbreitete Form, den Typ-II-Diabetes, in vielen Fällen.

Dies gilt selbst dann, wenn man ein erhöhtes Risiko für diese Krankheit aufweist. Eine große Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörde National Institute of Health zeigte: Eine geringe Gewichtsreduktion und mäßige sportliche Aktivität rtragen bereits dazu bei, den Ausbruch eines Diabetes zu verhindern.

Schlecht heilende Wunden: Nicht immer Diabetes als Ursache

Schlecht verheilende Wunden lassen bei Betroffenen schnell den Gedanken entstehen, sie könnten an Diabetes leiden. Auch Ärzte tippen in diesem Fall rasch auf die Zuckerkrankheit und untersuchen erst einmal in diese Richtung. Aber eine neue Studie hat gezeigt, dass ganz andere Erkrankungen dahinter stecken können.

Einer Rheumatologin im Georgetown University Hospital war aufgefallen, dass ihre Patienten mit Autoimmunerkrankungen Probleme mit der Wundheilung hatten. Offene Wunden heilten schlecht und sogar noch langsamer als bei schwer erkrankten Diabetikern.

Sie wertete daher zusammen mit Kollegen die Daten ihrer Patienten aus, die an offenen Wunden, meist an den Beinen, behandelt wurden. Von 340 Betroffenen hatten „nur“ 49 Patienten Diabetes – aber fast 75 litten an Autoimmunerkrankungen. Die meisten waren an Lupus, Rheuma oder Gefäßleiden erkrankt.

Leider ist diese Verbindung zwischen Autoimmunerkrankungen und schlecht heilenden Wunden bisher noch weitestgehend unbekannt. Wenn bei Ihnen nach Wochen oder Monaten Wunden noch nicht abgeheilt sind, obwohl Sie in Behandlung sind, sollten Sie sich daher auf eine solche Erkrankung hin untersuchen lassen.

Diabetiker als Beamte

Wer eine Beamtenlaufbahn anstrebt, durchläuft unter anderem eine Gesundheitsprüfung. Die örtlichen Gesundheitsämter untersuchen Anwärter auf ihre Tauglichkeit. Stellt der Amtsarzt gesundheitliche Einschränkungen fest, die erwarten lassen, dass der Anwärter während seiner Laufbahn dienstunfähig werden könnte, kann er eine Verbeamtung ablehnen.

Ende Januar entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass man eine Verbeamtung eines Diabetes-Patienten aufgrund des hohen Risikos für Folgeerkrankungen verweigern kann. Der Antrag eines jungen Lehrers in Nordrhein-Westfalen auf Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe ging dieser Entscheidung voraus.

Den Antrag lehnte das Bundesland mit der Begründung ab, dass er die für die Übernahme in ein Beamtenverhältnis erforderliche gesundheitliche Eignung nicht mitbringe. Dies stütze man auf eine hohe Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen, welche bei Diabetes besteht. Sie führt unter Umständen dazu, dass der Bewerber vor Erreichen der Altersgrenze dienstunfähig ist. Das Argument des Bewerbers, dass er solche Folgen bei guter Blutzucker- und Blutdruckeinstellung sowie gesundheitsbewusstem Lebensstil verringern kann, wies das Gericht ab.

Diskriminierung von Diabetikern

„Wir halten die Entscheidung des Oberverwaltungsgericht für falsch.“ Dies äußern Rechtsanwalt Oliver Ebert, Vorsitzender des Ausschuss Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Mitglied im Ressort Soziales/Patientenrechte von diabetesDE – Deutsche DiabetesHilfe sowie Jan Twachtmann, ebenfalls Jurist und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M).

„Das Urteil überrascht angesichts der geltenden gesetzlichen Regelungen sowie der bis dahin ergangenen Rechtsprechung nicht. Trotzdem ist es nicht abwegig, hierin eine unzulässige Diskriminierung chronisch kranker Menschen zu sehen“, so Oliver Ebert. „Allerdings bedeutet das Urteil nicht, dass man Menschen mit Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten nicht in das Beamtenverhältnis übernimmt.“

Tipp: Schwerbehindertenstatus erlangen!

Jan Twachtmann erläutert: „Die gesundheitlichen Anforderungen an einen Beamtenstatus sind hoch. Man verbeamtet lediglich Anwärter, die die Gewähr bieten, dauerhaft und bis zum Erreichen der Altersgrenze dienstfähig zu sein. Unserer Auffassung nach rechtfertigt die Krankheit Diabetes mellitus nicht die Annahme, dass Anwärter früher in Rente gehen. Vielmehr kommen hier zusätzliche Erkrankungen hinzu.“

Dies bestätigt Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Kinderkrankenhauses auf der Bult in Hannover. „Diabetes mellitus an sich muss nicht zu einer Dienstunfähigkeit führen.“

Dies unterstreichen Untersuchungen der Techniker Krankenkasse und der AOK Rheinland. Trotzdem beziehe sich die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster auf Beamtenanwärter, die unter erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie etwa Diabetes mellitus leiden, sich aber nicht auf einen Schwerbehindertenstatus berufen. Für Menschen mit Diabetes, bei denen ein Arzt eine Schwerbehinderung feststellte, sei eine Verbeamtung unproblematisch. Es dürfen nur ansonsten keine erheblichen Folgeerkrankungen oder Beeinträchtigungen vorliegen.

Sonderregelungen für Behinderte

Oliver Ebert führt aus: „Dies liegt daran, dass die Gleichbehandlung beziehungsweise Förderung behinderter Menschen Verfassungsrang genießt. Gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes muss der Staat dafür sorgen, dass niemand wegen seiner Behinderung eine Benachteiligung erfährt.“ Aus diesem Grund gebe es zahlreiche Nachteilsausgleiche für behinderte Menschen. „Hierzu zählen unter anderem Sonderregelungen im Beamtenrecht“, so Ebert.

Ist ein Bewerber schwerbehindert im Sinne von § 2 Abs. 2 SGB IX, dürfe der Arbeitgeber nur ein Mindestmaß an gesundheitlicher Eignung verlangen, die für den vorgesehenen Dienstposten erforderlich ist. Bei der Anstellung müsse man lediglich die Prognose stellen, dass in absehbarer Zeit nicht mit einer Dienstunfähigkeit zu rechnen ist. In zahlreichen Bundesländern ist diese Zukunftsprognose auf einen Zeitraum von fünf Jahren befristet oder auf den Ablauf der Probezeit beschränkt.

„Um im Vorfeld einer Verbeamtung die hohe Hürde der Gesundheitsprognose zu meistern, ist es angesichts dieser Rechtsprechung ratsam, sich vorab um die Feststellung einer Schwerbehinderung zu bemühen.“ Dessen sind sich die Juristen Oliver Ebert und Jan Twachtmann einig.

Diabetes – und nun?

Wenn Sie daran erkrankt sind, helfen Ihnen die richtige Ernährung sowie regelmäßige körperliche Bewegung bei der Kontrolle des Diabetes. Auf diese Weise reduzieren Sie das Risiko, schwere Komplikationen zu entwickeln. Dank der Entwicklung neuer Medikamente, medizinischer Hilfsmittel (z. B. des Pins zur Insulininjektion) und anderer moderner Behandlungsmöglichkeiten leben Diabetiker heute mit ihrer Erkrankung gesünder als je zuvor.

Allerdings bleibt der Nutzen des medizinischen Fortschritts begrenzt, wenn der einzelne Diabetiker nicht bereit ist, ein gesünderes Leben zu führen. Die Dunkelziffer an Zuckerkranken fällt hoch aus. In den USA schätzt man, dass 7 Millionen Amerikaner nichts von ihrer Krankheit wissen (National Diabetes Fact Sheet, 2011). Eine noch viel größere Anzahl an Menschen ist sich ihres hohen Diabetes-Risikos nicht bewusst.

Mit Ihrem persönlichen Einsatz und der Hilfe Ihres Arztes ist die Aussicht, einen Diabetes-Ausbruch zu verhindern oder eine bestehende Zuckerkrankheit zu kontrollieren, besser als jemals zuvor.

Hilfreiche Organisationen

Zwei gute Anlaufstellen für Diabetiker sind zum Beispiel:

  1. Das Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut bietet umfassende und gut aufbereitete Informationen für Patienten (DDFI, Leibniz-Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Auf‘m Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf, Tel. 0211 – 33 82 0, www.diabetes-deutschland.de). Obwohl das Institut vorwiegend Typ-I-Diabetiker anspricht, sind die Hinweise zur Ernährung, Vermittlung von Diabetologen und andere Serviceleistungen für alle Diabetiker interessant. So bietet die DDFI einen Selbsttest zum Erkrankungsrisiko (Typ II) an und vermittelt die Teilnahme an neuen wissenschaftlichen Studien.
  2. Der Deutsche Diabetikerbund ist eine bundesweite Selbsthilfe-Organisation, die unter anderem viele Weiterbildungsmöglichkeiten und weitere Kontakte bietet (Deutscher Diabetiker Bund e. V., Goethestr. 27, 34119 Kassel, Tel.: 0561 – 70 34 77 0, www.diabetikerbund.de).

Mit Sport den Diabetes stoppen

Neben der Ernährungsumstellung und einem guten Gewichtsmanagement ist regelmäßige Bewegung die wichtigste Säule im Kampf gegen den Typ-II-Diabetes, denn Bewegung transportiert den Zucker aus dem Blut in die Zellen. Wenn Sie körperlich aktiv werden, bewegen sich Ihre Muskeln. Dazu benötigen Sie Energie in Form von Glukose.

Diesen „Betriebsstoff“ holen sich die Muskeln zunächst aus den Zuckerdepots ihrer Zellen. Sind diese Vorratsspeicher geleert, holen sich die Muskeln aus dem Blut Nachschub, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt. Dieser blutzuckersenkende Effekt hält auch noch bis zu zwei Tagen nach dem Training an: Solange kann sich die Muskulatur noch im Blut bedienen, um die leeren Speicher ihrer Zellen wieder aufzufüllen.

Auch für Diabetiker ist Sport wichtig. Er kann sogar helfen, ihre Krankheit deutlich zu verbessern. Aber Vorsicht: Hier ist nicht jede Sportart gleich gut geeignet. Es kommt darauf an, wie die Diabetes ausgeprägt ist.

Bewegen Sich sich regelmäßig

Wenn Sie Ihren Blutzucker langfristig senken möchten, empfehlen Experten drei- bis viermal wöchentlich 30 bis 60 Minuten aktive körperliche Betätigung. Vielleicht erscheint Ihnen das recht viel, wenn Sie bisher eher ein Bewegungsmuffel waren. Beginnen Sie dann einfach damit, jeden Tag einen Spaziergang von einer Viertelstunde zu machen. Steigern Sie allmählich das Tempo und die Dauer bis Sie genügend Ausdauer für eine der folgenden Sportarten haben.

Die besten Sportarten bei Typ-II-Diabetes sind:

  • Radfahren
  • Joggen
  • Wandern
  • Nordic-Walking
  • Schwimmen

Entscheidend für die Wirksamkeit des Ausdauertrainings ist die richtige Belastung. Ob Sie hier das richtige Maß gefunden haben, zeigt Ihnen Ihr Puls.

Sport als Polyneuropathie-Patient

Sie sollten als Diabetiker auf bestimmte Sportarten verzichten, wenn Sie unter Polyneuropathie leiden. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der die Nerven geschädigt werden. Die Betroffenen spüren keine Schmerzen mehr. Verletzungen auch oder gerade an den Füßen fallen häufig erst auf, wenn sich dort ein Geschwür gebildet hat.

Durch diese Erkrankung kommt es gerade an den Füßen bei Diabetikern häufiger zu schwereren Erkrankungen, denn die Gliedmaßen sind bei ihnen schlechter durchblutet.

Geht es daher um Sport, sollten Sie eine Sportart wählen, bei der Ihre Füße nicht belastet werden. Grundsätzlich sollten Sie sich für eine Ausdauersportart entscheiden. Verzichten Sie hier aber auf Walking oder Nordic Walking. Hier ist die Belastung für Ihre Füße zu groß. Schwimmen ist daher in diesem Fall die deutlich bessere Alternative für Sie.

Motivation: Die Triebfeder für Erfolg und Gesundheit

Viele Menschen beklagen, dass ihnen die Motivation fehlt: Zum erfolgreichen Abnehmen, zur regelmäßigen Bewegung, zum gesunden Lebensstil. Diesen Menschen fehlt vor allem die Fantasie, sich vorzustellen, was oder wie sie wirklich sein möchten. Und es fehlt ihnen das Selbstvertrauen, daran zu glauben, diese Ziele verwirklichen zu können.

Viele Menschen haben, wenn es um Leistung und Wettkampf geht, vor allem Angst vor dem Versagen. Dieses Gefühl ist bei ihnen stärker ausgeprägt als die Freude am Gewinnen. Angst aber lähmt und verhindert, dass die beste Leistung erbracht wird. Denn, wie der bekannte Sportpsychologe Jan Mayer sagt: „Der Kopf (meine Gedankenwelt) soll die Handlung unterstützen und nicht stören, wenn es darauf ankommt.“

Wenn Sie es so machen wie der Tennis-Profi Stanislaw Wawrinka, wird der Versagensangst von vornherein ihre Bedrohlichkeit genommen. Der erfolgreiche Tennis-Profi galt zwar immer als fleißig, aber nicht ausreichend talentiert.

Mit Siegen bei den Australian und den French Open ist er nunmehr zu den „Tennislegenden“ aufgestiegen. Eine Legende ohne Talent? Seine Worte zu seiner persönlichen Erfolgsstrategie sind sehr eindrucksvoll: „Wenn ich falle, stehe ich auf. Wenn ich wieder falle, stehe ich wieder auf. Egal wie oft ich falle, ich stehe immer wieder auf.“ Bei ihm liegt der Akzent nicht auf dem Fallen (Verlieren / Versagen), sondern auf dem Aufstehen (Gewinnen).

Das ist ein geschickter und kluger Umgang mit den eigenen Gefühlen. Und weise in Bezug auf das Leben, in dem niemand immer gewinnt. Wahre Größe zeigt sich in der Niederlage, sagt man.

Wenn Ihnen Ihr Ziel wichtig ist, erreichen Sie es auch!

In der Theorie der Motivation unterscheidet man zwischen

  • „To-be-Zielen“(Was möchten Sie gern sein?)
  • „To-do-Zielen“(Was müssen Sie tun, um dieses Ziel zu erreichen?)

Was möchten Sie gern sein, was ist Ihr „To-be-Ziel“? Ein Weltrekordler? Davon gibt es wenige, vielleicht ist dieses Ziel ein wenig unrealistisch. Ein Tennis-Grand-Slam-Gewinner? Auch nicht zu schaffen. Aber schlank mit einer sportlichen Figur? Das könnten Sie durchaus erreichen. Wichtig bis entscheidend für Ihren Erfolg auf dem Weg zu einem selbst gewählten Ziel ist Ihre Selbstwirksamkeitserwartung.

Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen ein, dieses Ziel zu erreichen? Bei der schlanken Figur gibt es eigentlich keine berechtigten Zweifel, dieses Ziel in die Tat umzusetzen. Mit anderen Worten: Es ist entscheidend, dass Sie möglichst zu jedem Zeitpunkt Ihres Weges fest an sich glauben.

Die zweite Frage: Was müssen Sie tun, um dieses Ziel zu erreichen (Ihr „To-do-Ziel“)? Beispielsweise sich regelmäßig Zeit nehmen zur Bewegung, angemessen essen, nicht zu oft in der Kneipe versacken. Das können Sie gut umsetzen, wenn das To-be-Ziel stark genug ist. Dann brauchen Sie auch nicht ständig darüber nachzudenken, ob Sie nun dieses oder jenes gerade tun oder lassen sollen.

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Ziel?

Wer ständig an Hindernissen scheitert (Beispiel: „Heute ist es regnerisch, da werde ich nicht zum Joggen gehen“), muss sich fragen, ob das Ziel (Motiv) stark genug verankert ist, also ob man es wirklich erreichen will oder ob es nur (wie man heute sagt) „nice to have“ ist.

Und bevor Sie ständig mit sich unzufrieden sind, weil Sie mit Ihrer mangelnden Durchsetzungskraft hadern, sollten Sie sich vielleicht ein anderes Ziel auswählen. Gut leben lässt sich auch, wenn man etwas weniger ambitioniert ist. Doch vielleicht nicht ganz so glücklich oder nicht ganz so gesund. Oder beides.

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