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Erfahren Sie alles zum Thema Diabetes Mellitus

Kennen Sie einen Diabetiker? Heutzutage beantworten die meisten Menschen diese Frage mit „ja“. Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus stellt eine weitverbreitete Volkskrankheit dar, deren Patientenzahl stetig steigt.

Krankenschwester misst Blutzucker einer alten Frau© Gina Sanders – Fotolia

Was verbirgt sich dahinter?

Diabetes mellitus bezeichnet eine Stoffwechselstörung, die den Abbau von Blutzucker (Glukose) betrifft. Der Körper baut alle zucker- und kohlenhydrathaltigen Speisen im Laufe der Verdauung zu Glukose ab, welche das Blut durch die Darmwand aufnimmt.

Glukose gilt als Hauptenergiequelle des menschlichen Körpers. Der Blutstrom transportiert sie zu den einzelnen Zellen der Gewebe. Diese nehmen sie auf und nutzen sie als Energiequelle. Um die Glukose ins Zellinnere aufzunehmen, benötigen die Zellen Insulin. Insulin ist ein von der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziertes Hormon. Dieses Organ sitzt direkt hinter dem Magen.

Der Verdauungsprozess

In der Regel wirkt das Insulin wie ein Generalschlüssel, der alle Türen der Zellen aufschließt und der Glukose den Eintritt ins Innere ermöglicht. Auch nachts oder zwischen den Mahlzeiten setzt die Bauchspeicheldrüse geringe Mengen an Insulin frei. Der gesamte Verdauungsprozess läuft sozusagen auf Sparflamme, ist aber ständig in Bereitschaft. Bei Bedarf, wie nach einer Mahlzeit, erhöht die Bauchspeicheldrüse die Ausschüttung von Insulin und passt sich der neuen Situation an. Das freigesetzte Hormon sorgt dafür, dass die zusätzliche Glukose in Ihre Zellen gelangt.

Überschüssige Glukose, die der Körper nicht verbrennt, speichern Leber und Muskeln in Form von Glykogen oder wandeln sie in Fett um. In einem hungrigen Moment mobilisiert Ihr Körper die gespeicherte Energie wieder und gibt sie in das Blut ab. Bei Diabetikern ist der Ablauf des Glukoseabbaus gestört: Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht genügend Insulin oder die Körperzellen reagieren nicht mehr auf das Insulin als Türöffner. Anstatt in die einzelnen Zellen zu gelangen, häuft sich die Glukose im Blut an. Einen Teil scheidet man unter Umständen sogar mit dem Urin aus.

Diabetes Typ I

Die häufigsten Formen dieser chronischen Stoffwechselerkrankung sind Typ-I- und Typ-II-Diabetes. Typ-I-Diabetiker leiden an einer Erkrankung ihres Autoimmunsystems. Diese zerstört die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die das Hormon Insulin produzieren, was zu einem Insulinmangel führt.

Als Folge steigt der Blutzuckerspiegel an, da die Körperzellen die Glukose aus dem Blut ohne Insulin nicht aufnehmen. An Typ-I-Diabetes erkranken sowohl Kinder als auch ältere Menschen. Die Patienten spritzen von Beginn an Insulin.

Diabetes Typ II

Beim Diabetes Typ II reagieren die Körperzellen nicht mehr oder nicht ausreichend auf das vorhandene Insulin: Es liegt eine Insulinresistenz vor. Zusätzlich kommt es zu Störungen bei der Insulinbildung, denn zunächst versucht der Körper, die Resistenz durch eine Überproduktion an Insulin auszugleichen. Nach einigen Jahren versagen die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und der Glukosespiegel im Blut steigt an. Diabetes Typ II ist erblich bedingt oder tritt durch eine ungesunde Lebensweise auf.

Immer mehr Kinder und junge Menschen erkranken aufgrund von Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel an diesem Diabetes-Typ. Aus dem Grund funktioniert die Bezeichnung „Altersdiabetes“ nicht mehr zutreffend. Durch einen gesünderen Lebenswandel und Medikamente, die die Insulinbildung und -wirkung verbessern, zögern viele Typ-II-Diabetiker das Spritzen von Insulin hinaus oder vermeiden es sogar. Bei einer Sonderform der Zuckerkrankheit, dem Schwangerschaftsdiabetes, erhöht sich der Blutzucker der künftigen Mutter. Nach der Schwangerschaft verschwinden die Symptome dieses Typs in der Regel von selber.

Diabetes© abcmedia – Fotolia

Steigende Anzahl der Erkrankungen

Schätzungsweise 6 Millionen Menschen sind in Deutschland an Diabetes erkrankt. Am stärksten betrifft die Krankheit die Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen, wie die International Diabetes Federation (IDF) angibt. Im Jahr 2010 lebten weltweit 285 Millionen Diabetiker (6,6 Prozent der Menschheit) zwischen 20 bis 79 Jahren. Forscher rechnen damit, dass sich diese Anzahl bis zum Jahr 2030 auf 438 Millionen Menschen erhöht.

Ein Diabetes bringt unter Umständen verheerende Folgen mit sich. Bleibt die Zuckerkrankheit unbehandelt oder unkontrolliert, führt sie zu Herzerkrankungen, Schlaganfall, Erblindung, Amputationen, Nierenversagen und sogar zum Tod des Patienten. Zum Glück verhindert man die am weitesten verbreitete Form, den Typ-II-Diabetes, in vielen Fällen. Dies gilt selbst dann, wenn man ein erhöhtes Risiko für diese Krankheit aufweist. Eine große Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörde National Institute of Health zeigte: Eine geringe Gewichtsreduktion und mäßige sportliche Aktivität rtragen bereits dazu bei, den Ausbruch eines Diabetes zu verhindern.

Schlecht heilende Wunden: Nicht immer Diabetes als Ursache

Schlecht verheilende Wunden lassen bei Betroffenen schnell den Gedanken entstehen, sie könnten an Diabetes leiden. Auch Ärzte tippen in diesem Fall rasch auf die Zuckerkrankheit und untersuchen erst einmal in diese Richtung. Aber eine neue Studie hat gezeigt, dass ganz andere Erkrankungen dahinter stecken können. Einer Rheumatologin im Georgetown University Hospital war aufgefallen, dass ihre Patienten mit Autoimmunerkrankungen Probleme mit der Wundheilung hatten. Offene Wunden heilten schlecht und sogar noch langsamer als bei schwer erkrankten Diabetikern.

Sie wertete daher zusammen mit Kollegen die Daten ihrer Patienten aus, die an offenen Wunden, meist an den Beinen, behandelt wurden. Von 340 Betroffenen hatten „nur“ 49 Patienten Diabetes, aber fast 75 litten an Autoimmunerkrankungen. Die meisten waren an Lupus, Rheuma oder Gefäßleiden erkrankt. Leider ist diese Verbindung zwischen Autoimmunerkrankungen und schlecht heilenden Wunden bisher noch weitestgehend unbekannt. Wenn bei Ihnen nach Wochen oder Monaten Wunden noch nicht abgeheilt sind, obwohl Sie in Behandlung sind, sollten Sie sich daher auf eine solche Erkrankung hin untersuchen lassen.

Diabetiker als Beamte?

Wer eine Beamtenlaufbahn anstrebt, durchläuft unter anderem eine Gesundheitsprüfung. Die örtlichen Gesundheitsämter untersuchen Anwärter auf ihre Tauglichkeit. Stellt der Amtsarzt gesundheitliche Einschränkungen fest, die erwarten lassen, dass der Anwärter während seiner Laufbahn dienstunfähig werden könnte, kann er eine Verbeamtung ablehnen. Ende Januar entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass man eine Verbeamtung eines Diabetes-Patienten aufgrund des hohen Risikos für Folgeerkrankungen verweigern kann. Der Antrag eines jungen Lehrers in Nordrhein-Westfalen auf Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Probe ging dieser Entscheidung voraus.

Den Antrag lehnte das Bundesland mit der Begründung ab, dass er die für die Übernahme in ein Beamtenverhältnis erforderliche gesundheitliche Eignung nicht mitbringe. Dies stütze man auf eine hohe Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen, welche bei Diabetes besteht. Sie führt unter Umständen dazu, dass der Bewerber vor Erreichen der Altersgrenze dienstunfähig ist. Das Argument des Bewerbers, dass er solche Folgen bei guter Blutzucker- und Blutdruckeinstellung sowie gesundheitsbewusstem Lebensstil verringern kann, wies das Gericht ab.

Diskriminierung von Diabetikern

„Wir halten die Entscheidung des Oberverwaltungsgericht für falsch.“ Dies äußern Rechtsanwalt Oliver Ebert, Vorsitzender des Ausschuss Soziales der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und Mitglied im Ressort Soziales/Patientenrechte von diabetesDE – Deutsche DiabetesHilfe, sowie Jan Twachtmann, ebenfalls Jurist und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M).

„Das Urteil überrascht angesichts der geltenden gesetzlichen Regelungen sowie der bis dahin ergangenen Rechtsprechung nicht. Trotzdem ist es nicht abwegig, hierin eine unzulässige Diskriminierung chronisch kranker Menschen zu sehen“, so Oliver Ebert. „Allerdings bedeutet das Urteil nicht, dass man Menschen mit Diabetes oder anderen chronischen Krankheiten nicht in das Beamtenverhältnis übernimmt.“

Tipp: Schwerbehindertenstatus erlangen!

Jan Twachtmann erläutert: „Die gesundheitlichen Anforderungen an einen Beamtenstatus sind hoch. Man verbeamtet lediglich Anwärter, die die Gewähr bieten, dauerhaft und bis zum Erreichen der Altersgrenze dienstfähig zu sein. Unserer Auffassung nach rechtfertigt die Krankheit Diabetes mellitus nicht die Annahme, dass Anwärter früher in Rente gehen. Vielmehr kommen hier zusätzliche Erkrankungen hinzu.“ Dies bestätigt Professor Dr. med. Thomas Danne, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Chefarzt des Kinderkrankenhauses auf der Bult in Hannover. „Diabetes mellitus an sich muss nicht zu einer Dienstunfähigkeit führen.“

Dies unterstreichen Untersuchungen der Techniker Krankenkasse und der AOK Rheinland. Trotzdem beziehe sich die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster auf Beamtenanwärter, die unter erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie etwa Diabetes mellitus leiden, sich aber nicht auf einen Schwerbehindertenstatus berufen. Für Menschen mit Diabetes, bei denen ein Arzt eine Schwerbehinderung feststellte, sei eine Verbeamtung unproblematisch. Es dürfen nur ansonsten keine erheblichen Folgeerkrankungen oder Beeinträchtigungen vorliegen.

Sonderregelungen für Behinderte

Oliver Ebert führt aus: „Dies liegt daran, dass die Gleichbehandlung beziehungsweise Förderung behinderter Menschen Verfassungsrang genießt. Gemäß Artikel 3 des Grundgesetzes muss der Staat dafür sorgen, dass niemand wegen seiner Behinderung eine Benachteiligung erfährt.“ Aus diesem Grund gebe es zahlreiche Nachteilsausgleiche für behinderte Menschen. „Hierzu zählen unter anderem Sonderregelungen im Beamtenrecht“, so Ebert.

Ist ein Bewerber schwerbehindert im Sinne von § 2 Abs. 2 SGB IX, dürfe der Arbeitgeber nur ein Mindestmaß an gesundheitlicher Eignung verlangen, die für den vorgesehenen Dienstposten erforderlich ist. Bei der Anstellung müsse man lediglich die Prognose stellen, dass in absehbarer Zeit nicht mit einer Dienstunfähigkeit zu rechnen ist. In zahlreichen Bundesländern ist diese Zukunftsprognose auf einen Zeitraum von fünf Jahren befristet oder auf den Ablauf der Probezeit beschränkt. „Um im Vorfeld einer Verbeamtung die hohe Hürde der Gesundheitsprognose zu meistern, ist es angesichts dieser Rechtsprechung ratsam, sich vorab um die Feststellung einer Schwerbehinderung zu bemühen.“ Dessen sind sich die Juristen Oliver Ebert und Jan Twachtmann einig.

Diabetes – und nun?

Wenn Sie daran erkrankt sind, helfen Ihnen die richtige Ernährung sowie regelmäßige körperliche Bewegung bei der Kontrolle des Diabetes. Auf diese Weise reduzieren Sie das Risiko, schwere Komplikationen zu entwickeln. Dank der Entwicklung neuer Medikamente, medizinischer Hilfsmittel (z. B. des Pins zur Insulininjektion) und anderer moderner Behandlungsmöglichkeiten leben Diabetiker heute mit ihrer Erkrankung gesünder als je zuvor.

Allerdings bleibt der Nutzen des medizinischen Fortschritts begrenzt, wenn der einzelne Diabetiker nicht bereit ist, ein gesünderes Leben zu führen. Die Dunkelziffer an Zuckerkranken fällt hoch aus. In den USA schätzt man, dass 7 Millionen Amerikaner nichts von ihrer Krankheit wissen (National Diabetes Fact Sheet, 2011). Eine noch viel größere Anzahl an Menschen ist sich ihres hohen Diabetes-Risikos nicht bewusst. Mit Ihrem persönlichen Einsatz und der Hilfe Ihres Arztes ist die Aussicht, einen Diabetes-Ausbruch zu verhindern oder eine bestehende Zuckerkrankheit zu kontrollieren, besser als jemals zuvor.

Hilfreiche Organisationen

Zwei gute Anlaufstellen für Diabetiker sind zum Beispiel:

  1. Das Deutsche Diabetes-Forschungsinstitut bietet umfassende und gut aufbereitete Informationen für Patienten (DDFI, Leibniz-Institut an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Auf‘m Hennekamp 65, 40225 Düsseldorf, Tel. 0211 – 33 82 0, www.diabetes-deutschland.de). Obwohl das Institut vorwiegend Typ-I-Diabetiker anspricht, sind die Hinweise zur Ernährung, Vermittlung von Diabetologen und andere Serviceleistungen für alle Diabetiker interessant. So bietet die DDFI einen Selbsttest zum Erkrankungsrisiko (Typ II) an und vermittelt die Teilnahme an neuen wissenschaftlichen Studien.
  2. Der Deutsche Diabetikerbund ist eine bundesweite Selbsthilfe-Organisation, die unter anderem viele Weiterbildungsmöglichkeiten und weitere Kontakte bietet (Deutscher Diabetiker Bund e. V., Goethestr. 27, 34119 Kassel, Tel.: 0561 – 70 34 77 0, www.diabetikerbund.de).

Mit Sport den Diabetes stoppen

Neben der Ernährungsumstellung und einem guten Gewichtsmanagement ist regelmäßige Bewegung die wichtigste Säule im Kampf gegen den Typ-II-Diabetes, denn Bewegung transportiert den Zucker aus dem Blut in die Zellen. Kreislauf und Stoffwechsel werden durch Sport angeregt und die Insulinresistenz wird zudem verringert. Dadurch lässt sich der Effekt von Sport sogar messen: Der Blutzuckerspiegel sinkt nachweisbar. Wenn Sie körperlich aktiv werden, bewegen sich Ihre Muskeln. Dazu benötigen Sie Energie in Form von Glukose.

Diesen „Betriebsstoff“ holen sich die Muskeln zunächst aus den Zuckerdepots ihrer Zellen. Sind diese Vorratsspeicher geleert, holen sich die Muskeln aus dem Blut Nachschub, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt. Dieser blutzuckersenkende Effekt hält auch noch bis zu zwei Tagen nach dem Training an: Solange kann sich die Muskulatur noch im Blut bedienen, um die leeren Speicher ihrer Zellen wieder aufzufüllen. Auch für Diabetiker ist Sport wichtig. Er kann sogar helfen, ihre Krankheit deutlich zu verbessern. Aber Vorsicht: Hier ist nicht jede Sportart gleich gut geeignet. Es kommt darauf an, wie die Diabetes ausgeprägt ist.

Bewegen Sich sich regelmäßig

Wenn Sie Ihren Blutzucker langfristig senken möchten, empfehlen Experten drei- bis viermal wöchentlich 30 bis 60 Minuten aktive körperliche Betätigung. Vielleicht erscheint Ihnen das recht viel, wenn Sie bisher eher ein Bewegungsmuffel waren. Beginnen Sie dann einfach damit, jeden Tag einen Spaziergang von einer Viertelstunde zu machen oder die Treppe statt den Aufzug zu nehmen. Steigern Sie allmählich das Tempo und die Dauer, bis Sie genügend Ausdauer für eine der folgenden Sportarten haben.

Die besten Sportarten bei Typ-II-Diabetes sind:

Entscheidend für die Wirksamkeit des Ausdauertrainings ist die richtige Belastung. Ob Sie hier das richtige Maß gefunden haben, zeigt Ihnen Ihr Puls.

Nahaufnahme eines joggenden Mannes© Maridav – Fotolia

Wann bewegen Sie sich am besten?

Bleibt aber immer noch eine Frage: Zu welchen Zeiten sollten Sie sich bewegen? Spielt es überhaupt eine Rolle, ob Sie früh morgens loslegen oder doch eher nachmittags? Empfehlungen dazu gab es bisher nicht und doch sind Forscher der Universität Dunedin in Neuseeland der Ansicht, dass auch der Zeitpunkt entscheidend sein könnte, wann die Sporteinheit stattfindet. Der Grund dafür: Gerade nach den Mahlzeiten steigt der Blutzuckerspiegel gravierend an. Also haben sich die Wissenschaftler mit der Frage befasst, ob an dem alten Satz „Nach dem Essen 1.000 Schritte tun“ tatsächlich etwas dran ist – gerade für Diabetiker.

41 Typ-II-Diabetiker mit einem Durchschnittsalter von 60 Jahren nahmen an einer Studie teil, aufgeteilt in zwei Gruppen. Die eine Gruppe ging jeden Tag 30 Minuten spazieren. Die anderen machten zehnminütige Spaziergänge direkt nach den Mahlzeiten, also dreimal zehn Minuten. Ein Schrittzähler wurde eingesetzt, um zu überprüfen, ob die Studienteilnehmer wirklich die erforderliche Strecke zurücklegten. Außerdem wurde ständig der Blutzuckerspiegel überwacht. Nach zwei Wochen Studiendauer wurde eine 30-tägige Pause eingelegt. Danach tauschten die beiden Gruppen.

1000 Schritte nach dem Essen

Es zeigte sich: Bei denen, die nach jeder Mahlzeit gingen, wirkte sich die Bewegung deutlich besser auf den Blutzuckerspiegel aus. Der Blutzucker war nach den drei Hauptmahlzeiten durchschnittlich um 12 Prozent geringer als bei denen, die ihre Bewegung irgendwann im Laufe des Tages am Stück absolvierten. Besonders deutlich war der Unterschied nach dem Abendessen: der Blutzuckerspiegel war bei den „Etappen-Sportlern“ um 22 Prozent geringer.

Grund dafür, so die Forscher: Zum einen werden beim Abendessen in der Regel sehr häufig viele Kohlenhydrate gegessen, die den Blutzuckerspiegel steigen lassen. Zum anderen aber ist die Tendenz groß, sich nach dem Essen abends einfach aufs Sofa zu legen und nichts mehr zu machen. Besser ist es, so die Wissenschaftler, gerade als Diabetiker abends aktiv zu werden. Denn wenn sie ihre körperliche Aktivität richtig planen, können sie dadurch sehr viel Insulin einsparen.

Blutzucker im Griff? Vermeiden Sie eine Unterzuckerung

Sport senkt Ihren Blutzucker. Aus diesem Grund sollten Sie vor und nach dem Training Ihren Wert messen, bei längeren Einheiten auch währenddessen. Falls Sie Insulin spritzen oder blutzuckersenkende Tabletten einnehmen (z. B. Sulfonylharnstoffe, Glinide), ist das Risiko für eine Unterzuckerung erhöht. Grundsätzlich kann jeder Diabetiker von einer Unterzuckerung beim Sport betroffen sein. Je länger und intensiver die Belastung ist, desto höher das Risiko. Warnzeichen einer Unterzuckerung wie Schwitzen und Herzjagen werden häufig als Folge der körperlichen Anstrengung fehlgedeutet oder treten erst spät bzw. gar nicht auf.

Um eine Unterzuckerung zu vermeiden, sollten Sie Folgendes einplanen. Dies gilt vor allem bei längeren Sporteinheiten wie einer Wandertour:

  • Sprechen Sie auf jeden Fall vor körperlichen Anstrengungen mit Ihrem Arzt.
  • Informieren Sie Ihre Sportpartner im Vorfeld über Ihre Erkrankung und die Gefahr starker Zuckerschwankungen.
  • Ihr Blutzucker sollte vor dem Sport mindestens zwischen 150 bis 180 mg/dl (8,3 bis 10 mmol/l) liegen. Das ist nur ein Richtwert. Er kann individuell abweichen und höher liegen.
  • Bei längeren Anstrengungen (z. B. bei einer Wandertour) sollten Sie Ihren Blutzucker engmaschig kontrollieren: Die erste Messung nach 30 Minuten, dann nach jeweils 30 bis 60 Minuten neu bestimmen.
  • Besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt bzw. Diabetologen, ob Sie die Dosis Ihres Medikamentes (Insulin oder Tabletten) vor dem Sport verringern sollen.
  • Halten Sie immer Traubenzucker und bei längeren Einheiten Vollkorn griffbereit (z. B. in einer kleinen Gürteltasche, erhältlich in Sportgeschäften).
  • Noch viele Stunden nach dem Sport kann das Unterzuckerungsrisiko erhöht sein. Wenn Sie also abends Sport getrieben haben, sollten Sie lieber mit einem etwas höheren Abendwert in die Bettruhe starten. Die stummen Hypoglykämien (Unterzuckerungen, die nachts im Schlaf auftreten) sind besonders gefährlich, da sie nicht oder erst sehr spät bemerkt werden.

Erste Hilfe bei Unterzuckerung

Bei ersten Anzeichen einer Unterzuckerung bzw. bei Werten unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) essen Sie sofort zwei bis vier Plättchen Traubenzucker (schnell wirkendes Kohlenhydrat). Auch ein Glas Cola (keine zuckerfreie Diät-Cola) und purer Orangen- oder Apfelsaft helfen. Pausieren Sie mit dem Sport.

Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker engmaschig. Sie schützen sich am besten vor einer erneuten Unterzuckerung, indem Sie langsam ins Blut fließende Kohlenhydrate verzehren, also beispielsweise ein bis zwei Scheiben Vollkornbrot.

Alkohol nach dem Sport? Für Diabetiker eine riskante Verbindung

Alkohol nach starken körperlichen Anstrengungen kann Diabetiker in eine Unterzuckerung führen. Während des Alkoholabbaus in der Leber gibt diese weniger Zucker ins Blut ab. Weil Ihre Muskeln nach intensivem Sport mehr Zucker aus dem Blut herausschleusen, kann Ihr Zuckerspiegel noch Stunden danach gefährliche Tiefen erreichen.

Doch der Zuckerwert kann beim Sport auch nach oben ausbrechen. Bei Aufregung und Stress (z. B. bei Wettkämpfen) schütten Sie mehr Adrenalin aus. Das kann Ihre Blutzuckerwerte stark erhöhen. Messen Sie vor oder beim Sport erhöhte Werte, ist Vorsicht geboten: Bei Ergebnissen von 250 mg/dl (13,9 mmol/l) und höher sollten Sie zunächst auf anstrengende Belastungen verzichten sowie mit Ihrem Arzt sprechen.

Greifen Sie nur zu diesen Durstlöschern

Zum Durstlöschen eignen sich Getränke wie Cola, Limonaden und pure Säfte schon wegen ihres Kaloriengehaltes nicht. Sie fungieren lediglich als „Erste Hilfe“ bei einer Unterzuckerung. Auch als Diabetiker benötigen Sie keine speziellen Sportgetränke (die meist gar keine sind). Die meisten sind Lifestyle-Getränke mit sportlichem Marketingansatz. Greifen Sie lieber zu Durstlöschern wie Apfelschorle oder Mineralwasser. Vergleichen Sie:

Apfelschorle* pro 200 mlSportdrink“ pro 200 ml
Kilokalorien (kcal)ca. 20ca. 30-50
Kohlenhydrateca. 4,5 gca. 8-12 g

* Apfelsaftschorle: 1 Teil Apfelsaft und 4 Teile Mineralwasser

Auch Koffeinzusätze, wie sie in einigen Sport- und Energy-Getränke enthalten sind, sind nicht zu empfehlen. Größere Mengen Koffein können Kopfschmerzen, Schwindel und sogar Herzrhythmusstörungen auslösen.

Führen Sie ein „sportliches“ Blutzucker-Tagebuch

Sehr wichtig: Schreiben Sie alles auf!

  • Wie lange und wie intensiv sind Sie gelaufen oder gewalkt?
  • Was haben Sie gegessen, und wie haben sich Ihre Blutzuckerwerte verändert?

Notieren Sie alles mit Datum und Uhrzeit. Das Tagebuch dient nicht nur der Kontrolle, sondern wird Sie auch ungemein motivieren. Warum? Viele Diabetiker sehen schon nach nur einer Woche den positiven Effekt auf ihren Langzeitblutzucker (HbA1c) und auf den Insulinbedarf (bei insulinpflichtigen Diabetikern).

Sport als Polyneuropathie-Patient?

Sie sollten als Diabetiker auf bestimmte Sportarten verzichten, wenn Sie unter Polyneuropathie leiden. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der die Nerven geschädigt werden. Die Betroffenen spüren keine Schmerzen mehr. Verletzungen auch oder gerade an den Füßen fallen häufig erst auf, wenn sich dort ein Geschwür gebildet hat. Durch diese Erkrankung kommt es gerade an den Füßen bei Diabetikern häufiger zu schwereren Erkrankungen, denn die Gliedmaßen sind bei ihnen schlechter durchblutet.

Geht es daher um Sport, sollten Sie eine Sportart wählen, bei der Ihre Füße nicht belastet werden. Grundsätzlich sollten Sie sich für eine Ausdauersportart entscheiden. Verzichten Sie hier aber auf Walking oder Nordic Walking. Hier ist die Belastung für Ihre Füße zu groß. Schwimmen ist daher in diesem Fall die deutlich bessere Alternative für Sie.

Wichtig für Diabetiker: Ärztlicher Check-up

Wenn Sie bislang keinen Sport gemacht haben, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt, wann und mit welcher „Anfangsdosis“ Sie loslegen dürfen. Das gilt für Diabetiker genauso wie für gesunde Menschen. Bei Diabetikern kommt jedoch erschwerend hinzu, dass Warnsymptome einer Durchblutungsstörung ausbleiben können.

Welche Parameter sollten bestimmt werden?

  • Ein EKG und ein Belastungs-EKG im Rahmen einer sportmedizinischen Untersuchung geben Hinweise darauf, wie belastbar Ihr Herz und Ihre Lunge sind.
  • Ihr Blutdruck sollte in Ruhe und bei Belastung kontrolliert werden (gegebenenfalls Langzeitmessung).
  • Die optionale Laktat-Bestimmung ist eine Messgröße der Leistungsdiagnostik, die dabei hilft, das Training besser zu planen und dessen Intensität zu optimieren.
  • Eine Augenuntersuchung ist gerade für Diabetiker besonders wichtig, weil zu intensive körperliche Anstrengungen einen durch Diabetes verursachten Netzhautschaden verschlechtern können.

Diabetiker mit diagnostiziertem Risikoprofil für eine koronare Herzkrankheit gehören in eine spezielle Herzsportgruppe. Dort ist ein in Notfallmedizin geübter Arzt inklusive Defibrillator und Notfallkoffer anwesend.

Die richtige Belastungsstufe: zu Beginn immer „niedrig“

Beim Laufen, Walken & Co. sollten Sie immer mit einer gefühlt niedrigen Belastung beginnen. Damit ausreichend Sauerstoff für Ihre Glukose- und Fettverbrennung vorhanden ist, sollten Sie im „aeroben“ Bereich trainieren. Das heißt, dass Sie sich mit einem (realen oder virtuellen) Trainingspartner flüssig in vollständigen Haupt- und Nebensätzen unterhalten können.

Wenn Sie ganz genau wissen wollen, wo der optimale Anstrengungsgrad für Sie liegt, kommt jetzt die Laktatdiagnostik ins Spiel. Natürlich in der Bewegungsform, die Sie am liebsten praktizieren wollen. Mit Hilfe einer Pulsuhr können Sie danach Ihr Belastungsgefühl schulen, bis Sie ein gutes Körpergefühl entwickelt haben. Das ist uns Zivilisationsmenschen, die sich im Alltag kaum noch ausdauernd bewegen, abhanden gekommen.

Altersbedingte Trainings-Herzfrequenzen

An diesen niedrigen Belastungsstufen können Sie sich zum Einstieg in ein Bewegungsprogramm grob orientieren, falls keine näheren Details etwa aus der Leistungsdiagnostik vorliegen:

AlterAlter Idealer Trainingspuls

(ca. 60 – 75 % der max. Herzfrequenz)

7090 – 120
6095 – 125
50100 – 130
40105 – 145

Die wichtigsten Faustregeln in Kürze

  • Kommen Sie (anfangs) beim Sport nicht außer Atem.
  • Beginnen Sie mit Belastungen von zehn Minuten Dauer.
  • Steigern Sie zunächst die Häufigkeit pro Woche (z. B. von zwei- auf dreimal), dann die Belastungsdauer (z. B. von 10 auf 15 Minuten).
  • Als Optimum empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine halbe Stunde Bewegung pro Tag. Lassen Sie sich Zeit, dieses Ziel zu erreichen

Bei der Einnahme von Betablockern (Standardtherapie bei Bluthochdruck) versagt die Belastungssteuerung über die Herzfrequenz. Gerade dann sollten Sie der alten Formel folgen: „Laufen ohne zu schnaufen“ folgen. Also auch hier gilt: Ein kleiner Plausch mit Ihren Mitstreitern während der Bewegungseinheit sollte immer möglich sein. Ansonsten reduzieren Sie das Tempo oder legen eine Gehpause ein.

Sport bei diabetischen Spätschäden? Das sollten Sie beachten

  • Vermeiden Sie bei der proliferativen Retinopathie (schwere Form der diabetischen Retinopathie) Blutdruckanstiege über 180 bis 200/100mmHg. Also Bewegung nur in sehr sanfter Form.
  • Nach Laserung der Netzhaut oder Augenoperation gilt: Sechs Wochen keine körperliche Belastung.
  • Krafttraining und Kampfsportarten sind bei der Retinopathie potenziell schädlich. Die Art und die Intensität des Trainings sollten Sie mit Ihrem Arzt abklären.
  • Bei diabetischer Neuropathie, also wenn Ihre Nerven geschädigt sind, steigt das Risiko für ein diabetisches Fußsyndrom durch unpassendes Schuhwerk. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt (der hoffentlich selbst sportlich ist, damit er Sie gut beraten kann), welches Schuhwerk beim Sport für Sie am besten geeignet ist. Übrigens: Schwimmen belastet Ihre Füße am wenigsten.
  • Auch wichtig bei diabetischer Neuropathie: Selbst wenn Ihnen nichts wehtut, sollten Sie Ihre Gelenke nach dem Sport immer auf Schwellungen, Ihre Haut auf Schürfungen oder andere Verletzungen hin kontrollieren, damit Sie nicht später böse Überraschungen (z. B. ein offenes, schwer abheilendes Geschwür) entdecken.

Motivation: Die Triebfeder für Erfolg und Gesundheit

Viele Menschen beklagen, dass ihnen die Motivation fehlt: Zum erfolgreichen Abnehmen, zur regelmäßigen Bewegung, zum gesunden Lebensstil. Diesen Menschen fehlt vor allem die Fantasie, sich vorzustellen, was oder wie sie wirklich sein möchten. Und es fehlt ihnen das Selbstvertrauen, daran zu glauben, diese Ziele verwirklichen zu können. Viele Menschen haben, wenn es um Leistung und Wettkampf geht, vor allem Angst vor dem Versagen. Dieses Gefühl ist bei ihnen stärker ausgeprägt als die Freude am Gewinnen. Angst aber lähmt und verhindert, dass die beste Leistung erbracht wird. Denn, wie der bekannte Sportpsychologe Jan Mayer sagt: „Der Kopf (meine Gedankenwelt) soll die Handlung unterstützen und nicht stören, wenn es darauf ankommt.“

Wenn Sie es so machen wie der Tennis-Profi Stanislaw Wawrinka, wird der Versagensangst von vornherein ihre Bedrohlichkeit genommen. Der erfolgreiche Tennis-Profi galt zwar immer als fleißig, aber nicht ausreichend talentiert. Mit Siegen bei den Australian und den French Open ist er nunmehr zu den „Tennislegenden“ aufgestiegen. Eine Legende ohne Talent? Seine Worte zu seiner persönlichen Erfolgsstrategie sind sehr eindrucksvoll: „Wenn ich falle, stehe ich auf. Wenn ich wieder falle, stehe ich wieder auf. Egal wie oft ich falle, ich stehe immer wieder auf.“ Bei ihm liegt der Akzent nicht auf dem Fallen (Verlieren / Versagen), sondern auf dem Aufstehen (Gewinnen). Das ist ein geschickter und kluger Umgang mit den eigenen Gefühlen. Und weise in Bezug auf das Leben, in dem niemand immer gewinnt. Wahre Größe zeigt sich in der Niederlage, sagt man.

Wenn Ihnen Ihr Ziel wichtig ist, erreichen Sie es auch!

In der Theorie der Motivation unterscheidet man zwischen

  • „To-be-Zielen“ (Was möchten Sie gern sein?)
  • „To-do-Zielen“ (Was müssen Sie tun, um dieses Ziel zu erreichen?)

Was möchten Sie gern sein, was ist Ihr „To-be-Ziel“? Ein Weltrekordler? Davon gibt es wenige, vielleicht ist dieses Ziel ein wenig unrealistisch. Ein Tennis-Grand-Slam-Gewinner? Auch nicht zu schaffen. Aber schlank mit einer sportlichen Figur? Das könnten Sie durchaus erreichen. Wichtig bis entscheidend für Ihren Erfolg auf dem Weg zu einem selbst gewählten Ziel ist Ihre Selbstwirksamkeitserwartung.

Wie hoch schätzen Sie Ihre Chancen ein, dieses Ziel zu erreichen? Bei der schlanken Figur gibt es eigentlich keine berechtigten Zweifel, dieses Ziel in die Tat umzusetzen. Mit anderen Worten: Es ist entscheidend, dass Sie möglichst zu jedem Zeitpunkt Ihres Weges fest an sich glauben. Die zweite Frage: Was müssen Sie tun, um dieses Ziel zu erreichen (Ihr „To-do-Ziel“)? Beispielsweise sich regelmäßig Zeit nehmen zur Bewegung, angemessen essen, nicht zu oft in der Kneipe versacken. Das können Sie gut umsetzen, wenn das To-be-Ziel stark genug ist. Dann brauchen Sie auch nicht ständig darüber nachzudenken, ob Sie nun dieses oder jenes gerade tun oder lassen sollen.

Frau hebt die Arme voller Motivation und Kraft© Alexstar – Fotolia

Wie wichtig ist Ihnen Ihr Ziel?

Wer ständig an Hindernissen scheitert (Beispiel: „Heute ist es regnerisch, da werde ich nicht zum Joggen gehen“), muss sich fragen, ob das Ziel (Motiv) stark genug verankert ist, also ob man es wirklich erreichen will oder ob es nur (wie man heute sagt) „nice to have“ ist.

Und bevor Sie ständig mit sich unzufrieden sind, weil Sie mit Ihrer mangelnden Durchsetzungskraft hadern, sollten Sie sich vielleicht ein anderes Ziel auswählen. Gut leben lässt sich auch, wenn man etwas weniger ambitioniert ist. Doch vielleicht nicht ganz so glücklich oder nicht ganz so gesund. Oder beides.

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