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Allgemeine Grundlagen zum Zika-Virus

Beim Zika-Virus handelt es sich um eine virale Infektionskrankheit, die ursprünglich in tropischen Gebieten überall auf der Welt vorkommt.

Erstmalig wurde es im Jahre 1947 an afrikanischen Affen diagnostiziert, wo es mutmaßlich durch Mücken aus den dortigen Zika-Wäldern übertragen und ausgebreitet worden war. Daher gaben die Ärzte ihm den Namen Zika-Virus.

Die primären Zika-Überträger sind bestimmte Mücken der so genannten Aedes-Gattung, darunter fallen sowohl die Gelbfiebermücke als auch die Tigermücke, die in Asien beheimatet ist.

Nach dem jüngsten Auftreten in Brasilien, Kolumbien und zahlreichen weiteren lateinamerikanischen Regionen und einer ungewöhnlich schnellen Ausbreitungsgeschwindigkeit, wird nun untersucht, ob eventuell auch Menschen zu Überträgern des Virus werden können.

Neben dem Blut der angesteckten Personen befindet sich der Erreger neuesten Erkenntnissen zufolge auch in der Samenflüssigkeit und kann daher durch sexuellen Kontakt übertragen werden.

Zika-Virus: Ansteckung und Symptome

Die ursprüngliche Ansteckung erfolgt wie oben beschrieben durch Stiche von Insekten, die das Virus in sich tragen. Durch Reisende und Urlauber in tropischen Regionen gelangte der Erreger nach und nach in viele weitere Länder der Welt.

Das gefährliche am Zika-Virus ist sein oftmals fast symptomfreier Verlauf. Gelegentlich wurde von leichten grippeähnlichen Beschwerden berichtet, die sich nach drei bis zehn Tagen nach der Infektion äußern.

Betroffene leiden unter leichtem Fieber, Gelenk- und Kopfschmerzen und einem eigentümlichen Hautausschlag.

Schon nach wenigen Tagen, in der Regel zwei bis drei, verschwinden diese Symptome jedoch wieder und die Infizierten wähnen sich als gesund. Weitere Auswirkungen für die Virusträger scheint es nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu geben.

Wer besonders vom Zika-Virus betroffen wird

Die schädlichen Auswirkungen des Zika-Virus zeigen sich jedoch, wenn schwangere Frauen davon betroffen sind. Sie übertragen den Erreger während der Schwangerschaft auf ihr Kind, wo das Virus zu verheerenden Fehlbildungen führt.

Neugeborene, die im Mutterleib dem Zika-Virus ausgesetzt waren, werden dann mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Krankheit Mikrozephalie geboren.

Dabei handelt es sich um eine Deformation und ungewöhnliche Verkleinerung des Schädels. Kinder, die mit Mikrozephalie geboren werden, weisen zudem starke geistige Behinderungen auf.

Der Zika-Virus in Europa

Wie zuvor beschrieben wurde das Zika-Virus von menschlichen Trägern mittlerweile weit über die tropischen Gebiete Lateinamerikas hinaus verbreitet.

Neben den USA konnten die Erreger in jüngster Zeit auch in europäischen Ländern nachgewiesen werden. So gab es bislang sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland mehrere Fälle von Zika-Infektionen.

Zika-Virus: Behandlung und Schutz

Nach aktuellem Stand der Medizin gibt es weder einen Impfstoff noch Medikamente zur Bekämpfung einer Zika-Infektion.

Die Forschungen auf diesem Feld laufen zwar gerade jetzt wieder auf Hochtouren, dennoch können noch einige Jahre vergehen bis solche Mittel auf dem Medikamentenmarkt zur Verfügung stehen.

Die Grippe-Symptome jedoch können mit üblichen Schmerz- und Fiebermedikamenten gelindert werden.

Als präventive Maßnahme eignet sich in erster Linie der generelle Schutz vor Insektenstichen, wenn man in den Ausbreitungsgebieten des Zika-Virus unterwegs ist.

Das deutsche Robert-Koch-Institut empfiehlt Insektenschutzmittel, bedeckende Kleidung und Moskitonetze sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Frauen in der Schwangerschaft sollten nach Möglichkeit solche Regionen vollständig meiden.

Zudem sollten sich Urlauber schon vor Reiseantritt von ihrem Hausarzt beraten lassen.

Die Weltgesundheitsorganisation rät generell allen Urlaubern, die aus den betroffenen Ländern heimkehren, eine Untersuchung beim Arzt oder in einem Krankenhaus. Mittels eines Bluttestes kann der Zika-Erreger eindeutig festgestellt werden.

Dies gilt natürlich in besonderem Maße dann, wenn Reisende nach ihrem Auslands-Aufenthalt die beschriebenen grippeähnlichen Symptome bei sich feststellen.