Darmkrebs: Polypen als Vorstufe
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Auch große Probleme fangen einmal klein an. Dieses Sprichwort trifft insbesondere auf die kleinen Gewächse (Polypen) zu, die sich in den Schleimhäuten von Dick- oder Enddarm bilden können.
Dickdarmpolypen fangen klein an und verursachen in der Regel keine Symptome. In einigen Fällen bleiben sie auch klein und die Betroffenen verspüren keine bedeutenden Probleme. In anderen Fällen können sie im Verlauf der Zeit wachsen und zu Dick- oder Enddarmkrebs entarten.
Die frühzeitige Erkennung – beispielsweise im Rahmen eines Screeningtests bei Ihrem Arzt – ist daher entscheidend. Wenn die Schleimhaut nicht länger glatt ist Die Schleimhaut im Dick- und Enddarm ist normalerweise frei von Wucherungen oder Behinderungen, sodass der verdaute Nahrungsbrei ungehindert passieren kann. Jedoch können sich bei einigen Menschen Polypen bilden.
Das sind kleine Gewächse, die von der Darmschleimhaut ausgehend in den Darmkanal hineinwachsen, durch den die unverdaulichen Nahrungsreste transportiert werden. Polypen sind entweder flach und ausgedehnt mit einer breiten Basis (sessile oder festgewachsene Polypen) oder sehen aus wie herunter hängende Tropfen (gestielte Polypen).
Ihr Risiko, Polypen zu entwickeln steigt mit dem Alter. 4 von 10 MenGestielter Menschen, die 60 Jahre oder älter sind, haben bereits einen Polypen oder werden einen bilden. Die meisten Betroffenen haben gleichzeitig mehrere Polypen. Außerdem werden die meisten davon nicht bösartig (maligne), wenn auch einige entarten können. Je kleiner der Polyp ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er sich zu einem Krebs entwickelt.
Bei einigen Menschen werden die Polypen durch eine vererbbare Erkrankung, die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) verursacht. Diese Störung zeichnet sich dadurch aus, dass im gesamten Verlauf des Dickdarms zahlreiche – 100 oder zuweilen 1.000 und mehr – Polypen auftreten. Menschen mit dieser Erbkrankheit erkranken bis zu einem Alter von 40 Jahren zu fast 100% an Dick- oder Enddarmkrebs. Um die Entstehung von Krebs in solchen Fällen zu verhindern, können Ärzte empfehlen, den gesamten Dickdarm zu entfernen.