Darmkrebs: Insulin erhöht Risiko
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Als Typ-2-Diabetiker (Altersdiabetes) haben Sie ein etwas höheres Darmkrebsrisiko als die Normalbevölkerung. Darauf wiesen im Dezember 2006 Mediziner der Universität München in der Zeitschrift für Gastroenterologie hin.
Insulin stimuliert offensichtlich bestimmte Rezeptoren auf den Darmzellen, die das Wachstum von Krebszellen unterstützen. Da Diabetiker im Anfangsstadium deutlich erhöhte Insulinspiegel aufweisen (das Hormon wirkt in dieser Phase der Krankheit nur noch in höheren Konzentrationen), wächst auch die Krebsgefahr. Das gilt auch, wenn Sie in der späten Krankheitsphase auf Insulinspritzen angewiesen sind.
Beim Start der Insulintherapie sollten Sie daher eine Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung (Koloskopie, Darmspiegelung) durchführen lassen. Gehen Sie als insulinpflichtiger Diabetiker wegen des höheren Risikos nach fünf Jahren erneut zur Vorsorge. Bei Gesunden genügt es, diese Untersuchung alle zehn Jahre vorzunehmen.