Darmkrebs: Diabetes steigert Risiko
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Wer unter Diabetes leidet – insbesondere unter Alterszucker – hat ein bis zu dreimal höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kamen britische Forscher, die über 10.000 Männer und Frauen zwischen 45 und 79 auf ihre Zuckerwerte überprüften und die Ergebnisse sechs Jahre später kontrollierten. Es zeigte sich, dass die Diabetiker und diejenigen mit einem auffälligen Zuckerstoffwechsel ein wesentlich erhöhtes Darmkrebs-Risiko hatten. Diese Tendenz war bei Männern stärker ausgeprägt als bei Frauen.
Hohe Zuckerwerte – selbst wenn sie unter den Grenzwerten für Diabetes liegen – können mit der Entwicklung von Darmkrebs in Verbindung gebracht werden, erklärte Kay-Thee Khaw, der Leiter der Studie. Er ist sicher, dass dies unter anderem darin begründet liegt, dass beide Erkrankungen gleiche Risikofaktoren haben, wie ballaststoffarme Ernährung und Bewegungsmangel.
Zu ähnlichen Erkenntnissen kamen amerikanische Kollegen, die mehr als 60.000 Veteranen untersuchten. Unter Berücksichtigung von Einflussfaktoren wie Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum kam die Forschergruppe um Dr. Rambabu Chalasani zu dem Ergebnis, dass Diabetiker ein um 32 Prozent erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben. Die genauen Zusammenhänge sind bislang noch nicht bekannt. Diese Erkenntnis macht jedoch einmal mehr deutlich, wie wichtig die Vorsorgemaßnahmen – ausgewogene Ernährung, Bewegung und Reduktion von Übergewicht – gerade für Diabetiker sind.