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Darmdivertikel: Beugen Sie vor mit Ballaststoffen

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Darmdivertikel


Beugen Sie vor mit Ballaststoffen

Um Darmdivertikeln vorzubeugen, sollten Sie Ihre Ballaststoffzufuhr deutlich erhöhen. Denn diese unverdaulichen, meist faserigen Bestandteile in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten binden sehr viel Wasser und machen den Nahrungsbrei im Darm flüssiger. Er ist dann wesentlich leichter zu transportieren.

Ballaststoffgehalt von Lebensmitteln (in g pro 100 g)
Weizenkleie40 – 50
Knäckebrot13 – 24
Vollkornmehl (Roggen, Weizen)13
Weizenflocken12
Trockenobst5 – 13
Erdnüsse10
Linsen10
Mandeln10
Haferflocken5 – 9
Weißmehl (Roggen, Weizen)6 – 8

Sie benötigen täglich etwa 30 bis 40 g Ballaststoffe. Mit welchen Nahrungsmitteln Sie diese Zufuhr sichern, entnehmen Sie der Tabelle unten. Besonders reich an Ballaststoffen ist Weizenkleie, die Sie in Ihre Mahlzeiten einstreuen können (z. B. in Müsli, Kompott oder Gemüsegerichte).

Auch mit Trockenfrüchten und natürlichen Quellstoffpräparaten aus der Apotheke oder dem Reformhaus können Sie Ihre Ballaststoffzufuhr erhöhen.

Empfehlenswerte Quellstoffe sind:

  • Weizenkleie
  • Flohsamenschalen
  • Leinsamen
  • Lactulose

Wichtig: Wenn Sie Quellstoffe nehmen, sollten Sie darauf achten, täglich mindestens 2 l Flüssigkeit zu trinken. Sehr anregend auf die Verdauung wirken außerdem Joghurt oder andere Sauermilchprodukte. Ein täglicher Spaziergang sowie ein regelmäßiges sportliches Training (z. B. leichte Gymnastik, Jogging oder Radfahren) sind ebenfalls ratsam. Auch Übungen zur Stärkung der Bauchmuskulatur werden empfohlen, um das Pressen beim Stuhlgang besser unterstützen zu können.


Natürliche Hilfe: Einläufe und Bauchbürstungen

Bei besonders starker Verstopfung haben sich auch Einläufe mit 60 bis 100 ml warmem Wasser oder dünnem Kamillentee bewährt (verwenden Sie am besten eine kleine Klistierspritze aus der Apotheke). Zur Verdauungsförderung können Sie außerdem jeden Morgen ein Glas lauwarmes Wasser trinken und sich vor dem Aufstehen sanft den Bauch massieren.

Als „Geheimrezept“ bei Divertikeln gilt ein spezieller Tee aus Hibiskusblüten und Schachtelhalm (siehe Rezeptkasten oben). Die Fruchtsäuren der Hibiskusblüten wirken leicht abführend und fördern die Entleerung der Divertikel. Das siliziumreiche Schachtelhalmkraut stabilisiert das Bindegewebe der Darmwand. Ähnlich wirken Nahrungsergänzungspräparate mit siliziumhaltiger Kieselsäure. Darüber hinaus können Sie Ihren Darm auch durch Anwendungen nach Pfarrer Kneipp unterstützen.

Diese Kneipp-Therapien regen den Darm an:

  • warme Sitz- oder Halbbäder (36 bis 38° C; Dauer 10 bis 15 Min.; Zusätze: Kamille, Scharfgarbe oder Heublumen)
  • kalte Leibwaschungen (2-mal täglich mit einem kalten Waschlappen. Wichtig: Ihr Körper muss zu Beginn warm sein!)
  • kreisendes Bürsten des Bauchraums mit einer feuchten Bürste gegen den Uhrzeigersinn

Mit diesen natürlichen Mitteln bekommen Sie die leichten Beschwerden durch Divertikel rasch in den Griff (bei akuten Entzündungen müssen Sie selbstverständlich den Arzt aufsuchen). Behalten Sie stets im Hinterkopf: Divertikel sind eine typische Zivilisationskrankheit. Eine Hinwendung zu mehr „Natürlichkeit“ in Ihrem Leben kann ihrer Entstehung vorbeugen oder zumindest das Voranschreiten rechtzeitig stoppen.

Mann greift sich an den Kopf

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