Darmdivertikel: Allgemeine Informationen
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Darmdivertikel
GNL5356
Diese Darmkrankheit ist meist hausgemacht
Darmdivertikel sind Aussackungen der Darmwand und gelten als eine typische Zivilisationserscheinung. Als eine der Ursachen für die Ausbildung solcher Darmausstülpungen hat man den Verzehr industriellgefertigter Nahrungsmittel und ein Mangel an Ballaststoffen ausgemacht.Bewegungsmangel scheint ebenso eine Rolle zu spielen wie der Missbrauchvon Abführmitteln.
Ballaststoffarme Ernährung begünstigt die Entstehung von Darmdivertikeln
Eine ballaststoffarme Kost mit einem zu geringen Anteil an Obst, Gemüse und Getreide führt dazu, dass der Nahrungsbrei zu langsam transportiert wird und oft zu fest ist. Um diese feste Masse weiterzuschieben, muss sich der Darm extrem anstrengen. Dabei baut sich Druck auf. Wenn er zu groß wird, weicht die Darmwand an bestimmten Stellen aus und stülpt sich nach außen – meist an Stellen, an denen das Bindegewebe schwach ist oder Blutgefäße in die Darmwand einziehen.
Bei Frauen sind das oft Gewebestellen, die durch Schwangerschaften in Mitleidenschaft gezogen wurden. In vielen Fällen verursachen die Darmdivertikelkeinerlei Symptome. Häufig werden sie bei routine mäßigen Darmuntersuchungen entdeckt. Bemerkbar können sich die Darmdivertikeljedoch auch durch Bauchweh, Blähungen, unregelmäßigen Stuhlgang, häufigen Stuhldrang und Verstopfung machen.
Darmdivertikel können sich entzünden
In rund 20 % aller Fälle entzünden sich die Darmdivertikel, und es entwickelt sich eine Divertikulitis, bei der vor allem ein hoher Blutverlust gefürchtet wird. Bei diesen Symptomen sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, denn sie sprechen für eine Divertikulitis: plötzlich einsetzende, heftige, kolikartige Schmerzen im Bauch Fieber Übelkeit schmerzende, gespannte Bauchdecke Blut im Stuhl Durchfall oder Verstopfung man nimmt an, dass die Ursache Kotreste sind, die in der Ausstülpung hängen bleiben. Es entstehen Miniverletzungen, durch die Bakterien in benachbarte Gewebeschichten eindringen und dort eine Infektion hervorrufen können. In äußerst seltenen Fällen kann eine solche Ausstülpung dann platzen, so dass Stuhl in die Bauchhöhle gelangt. Das ist lebensgefährlich und muss sofort operiert werden.
Meine Empfehlung für Sie:
Essen Sie lieber ballaststoffreich, als sich auf irgendwelche isolierten Hilfsstoffe zu verlassen. Dann bekommen Sie auch alle anderen guten Inhaltsstoffe, die in den Pflanzen stecken und Ihrer Gesundheit dienlich sind. Das hilft Ihnen nicht nur gegen die Ausbildung von Darmdivertikeln, sondern schützt Sie auch vor einer Reihe weiterer Darmerkrankungen. Zusätzlich dankt es Ihnen Ihr Darm, wenn Sie sich ausreichend bewegen.