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Joghurt hilft Ihrer Darmflora auf die Beine

Spezielle Bakterien, die Probiotika, begünstigen Ihre natürliche Darmflora. Sie optimieren die Verdauung und beschleunigen die Darmpassage. Sie helfen einer angeschlagenen Darmflora, sich wieder zu regenerieren und sich zu verjüngen. Solche hilfreichen Bakterien stecken in Naturjoghurt beziehungsweise in Joghurt, der mit probiotischen Bakterien angereichert ist.

Nach Hersteller-Untersuchungen sollen sich nach dem Genuss dieser Bakterien mehr Immunzellen im Körper befinden. In probiotisch angereichertem Joghurt sind die Bakterien in so großen Mengen vorhanden, so dass ein Teil von ihnen auch die Passage durch das saure Magenmilieu übersteht.

Wiederaufbau der Darmflora mit probiotischen Arzneien

Das sagt zumindest die Werbung. Zum Aufbau Ihrer Darmflora müssen Sie diesen Joghurt täglich und über einen längeren Zeitraum von mindestens vier Wochen essen. Damit sind Sie allerdings auch eine verlässliche Kundin. Sie können jedoch genauso gut Naturjoghurt und normale Milchprodukte wie Quark oder Hüttenkäse essen, um Ihre Darmflora auf Vordermann zu bringen. Auch ballaststoffreiches Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte helfen Ihrem Darm. Das ist entschieden preiswerter als die beworbenen Produkte.

Wenn Ihre Darmflora stark angegriffen ist – etwa nach der Einnahme von Antibiotika – reicht der Genuss von Milchprodukten ohnehin meist nicht aus. Dann sollten Sie sich in der Apotheke probiotische Arzneimittel (z.B. Bifiteral) besorgen und eine vierwöchige Kur einplanen. Wenn die Präparate wirksam sein sollen, müssen sie pro Tagesdosis etwa 10 Milliarden probiotische Lakto- oder Bifidobakterien enthalten. Das entspricht der Menge an gesunden Bakterien aus etwa 50 Joghurts.

Der Wiederaufbau der Darmflora mit probiotischen Arzneien nach einer Antibiotika-Therapie sollte nach Ansicht von Experten Pflicht sein. Doch leider wird das von der Schulmedizin trotz besseren Wissens viel zu selten beachtet.

So regen Sie die Darmtätigkeit an

Mit den folgenden natürlichen Maßnahmen regen Sie Ihren Darm an und fördern eine gesunde Verdauung:

Darmanregender Knieguss: Führen Sie morgens den Strahl Ihres Brauseschlauchs an der rechten Fußaußenseite nach oben, um das Knie herum und zur Fußinnenseite nach unten. Das Wasser sollte dabei kühl und der Wasserstrahl ohne großen Druck sein.

Krampflösende Sitzbäder: Zur Lösung einer akuten Verstopfung kann ein ansteigendes Sitzbad hilfreich sein. Setzen Sie sich dazu in einer Sitzbadewanne oder in Ihrer Brausetasse bis zum Nabel in ca. 35 Grad kühles Wasser. Gießen Sie nun so lange heißes Wasser hinzu, bis eine Temperatur von etwa 40 Grad erreich ist. Tupfen Sie sich anschließend nur leicht trocken.

Aktivierende Bauchmassage: Führen Sie morgens vor dem Aufstehen 5 Minuten lang eine Darmmassage aus, die anregend auf die Darmbewegung wirkt. Beginnen Sie am rechten Unterbauch und massieren Sie mit der flachen Hand und mit sanftem Druck in kreisförmigen Bewegungen. Umkreisen Sie bei dieser Massage im Uhrzeigersinn mehrmals den ganzen Unterbauch.

Entleerungsförderndes Bauchschnellen: Atmen Sie tief ein, und ziehen Sie den Bauch dabei so fest Sie können ein. Lassen Sie beim Ausatmen den Bauch ruckartig nach vorne schnellen. Wiederholen Sie die Übung vor dem geplanten Toilettengang am Morgen 10-mal.

Entzündliche Darmerkrankungen: In Zukunft Hilfe durch Probiotika

In Zukunft können spezielle Probiotika helfen, wenn Sie unter Morbus Crohn oder anderen entzündlichen Darmerkrankungen leiden. Amerikanische Wissenschaftler haben es geschafft, solche Bakterien weiterzuentwickeln, die bei diesen Krankheiten helfen können.

Die Forscher führten Versuche mit Lactobacillus acidophilus durch. Lactobacillus acidophilus ist ein stäbchenförmiges Bakterium, das aus der Sauermilchproduktion bekannt ist. Darüber hinaus ist es in der Lage, Wasserperoxid herzustellen und so anderen Bakterien den Lebensraum zu entziehen.

Die Forscher veränderten das Bakterium und entdeckten im Tierversucht, dass die entzündlichen Prozesse im Darm deutlich zurückgingen, wenn sie diese veränderte Version einsetzten. Durchfall und Blutverlust traten nur noch selten auf. Grund dafür ist wahrscheinlich, dass durch den Einsatz dieses Bakteriums vermehrt Interleukin-10 produziert wird, ein Stoff, der im Immunsystem dafür verantwortlich ist, dass er Entzündungen hemmt.

Die Forscher wollen nun herausfinden, wie das Bakterium generell bei entzündlichen Darmerkrankungen angewandt werden kann.

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Alte Kommentare
  • K Jahnke schrieb am 13.04.2010, 07:57 Uhr

    Liebe Frau Schneider Gilt die Hilfe für die Darmflora uch für Sojajoghurt? Da ich keine Milchprodukte vertrage, kommt herkömmlicher Joghurt für mich nicht in Frage. vielen Dank und sonnige Grüße K. Jahnke

  • Volker Specht schrieb am 13.04.2010, 08:33 Uhr

    In der gleichen Email im Punkt vor führt Dr. Spitzbart zu probiotischem Joghurt aus: Achtung: Märchen, Mythen und Legenden! Der Renner im Kühlregal: probiotische Jogurts! Aber keine Werbung verrät, dass diese auf längere Sicht die Darmflora schädigen, weil sie einen Teil der körpereigenen gesunden Darmflora verdrängen. Volker Specht

  • Viktor Frick schrieb am 13.04.2010, 08:51 Uhr

    Soviel ich von Pro-Biotika hörte, macht es den Darm abhängig davon, so dass man diese dann immer verwenden muss...

  • Peter Burgauer schrieb am 13.04.2010, 09:57 Uhr

    sie empfehlen bei geschädigter Darmflora Bifiteral. wäre nicht Perenterol geeigneter? Bifiteral ist meines Erachtens doch ein Abführmittel!

  • Müller schrieb am 13.04.2010, 11:46 Uhr

    hallo, also meine ca. 100gr. BioNaturJoghurt pur sind täglich auf meiner Speisekarte. ich habe auch festgestellt dass der fettige naturgegebene besser verträglich ist. generell meide ich eigentlich alle mager-Milchprodukte - die verursachen bei mir eher eine gewisse Unruhe, manchmal sogar mit Kopfschmerzen.. Gruß J.Müller

  • Stahl schrieb am 13.04.2010, 14:41 Uhr

    zu diesem Beitrag : Brottrunk und Fermentgetreide haben auch einiges in der Richtung aufzuweisen und sind auch wesentlich billiger

  • ruchatz marese schrieb am 13.04.2010, 20:55 Uhr

    ja, auch ich kaempfe immer noch - seit 26.12.2009 - diese chem.-keulen - danke - nun nehme ich auch noch huettenkaese +++

  • medmarc schrieb am 18.04.2010, 17:22 Uhr

    Wie leichtfertig hier über die Darmflora und deren tiefgeifender Therapie berichtet wird, zeigt nicht nur von großer Unkenntnis der Autorin, sondern erweckt eher den Eindruck einer seitens der Industrie gesteuerten Werbeaktion. Die Behandlung des Darms und seiner Flora gehört durch den Fachmann und Speziallabore abgeklärt und behandelt. Der Aussage von Dr Spitzbart kann ich mich nur voll anschließen. Hände weg von Eigenmedikationen im Bereich Darm!

  • Nikolaj schrieb am 24.01.2014, 22:16 Uhr

    So sehe ich das auch, Joghurt hilft nur in harmlosen Fällen weil die Bakteriendichte einfach viel zu niedrig ist. Und meine Erfahrung ist eben auch: In schweren Fällen von Darmflorastörungen bringt auch eine Selbstanwendung mit probiotischen Präparaten nicht viel. Lassen Sie ihren Darm vorher mal checken, am besten von einem Fachmann, der etwas davon versteht. Wie so etwas aussehen kann, wird hier schön beschrieben: http://www.ingwerteeseite.de/darmflora-aufbauen/ Es ist doch imemr besser, sich individuell helfen zu lassen, als einfach nur ein paar Tabletten zu kaufen und darauf zu hoffen, dass sie auch wirklich helfen! Gute Besserung