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Ein knurrender Magen hat nicht immer Hunger

Woher kommt das Magenknurren?

Im Bauchraum werden verschiedene Geräusche verursacht. Das erste ist das klassische Magenknurren, dass seine Ursache in der Tätigkeit des Magens hat. Im Magen landet die Nahrung, dort wird sie mit den Magensäften vermischt.

Die Muskeln des Magens kneten diesen Brei durch, indem sie sich zusammenziehen und wieder entspannen. Befindet sich nun keine Speise im Magen und er zieht sich zusammen, gelangt Luft vom Magen in den Darm. Dabei kommt es zum Knurren, eben zu jenem deutlich hörbaren Geräusch.

Aber auch im Dünndarm, sogar in noch tiefer gelegenen Darmabschnitten kann es zum Knurren kommen, der Magen kann sogar dann knurren, wenn er gar nicht leer ist.

Schuld daran ist das eigene Nervensystem des Magen-Darm-Trakts. Dieses ist für die Kontraktionen der Muskeln im Magen und Darm zuständig. Ziehen sich diese Muskeln zu schnell zusammen, kommt es zu Darmgeräuschen, die sich nicht vom Magenknurren unterscheiden.

Wenn Ihr Darm leistungsschwach ist, verwertet er Nährstoffe nicht

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind fast immer mit Untergewicht verbunden. Die entzündete Darmschleimhaut ist in ihrer Verdauungsfähigkeit eingeschränkt, es kommt zu einer verminderten Aufnahme der Nährstoffe.

Mineralien, Eiweiße und Fette werden einfach wieder ausgeschieden, ohne verwertet worden zu sein. Insgesamt essen die Betroffenen auch seltener und weniger, weil sie in ständiger Angst vor Unverträglichkeitserscheinungen und negativen Auswirkungen auf ihr Krankheitsgeschehen leben.

Vielen älteren Untergewichtigen fehlt vor allem der Appetit. Appetitlosigkeit ist eines der häufigsten Symptome bei akuten und chronischen Erkrankungen. Bei akuten Krankheiten ist sie oft verbunden mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber. Manche Krankheiten entziehen dem Körper aber auch so viel Energie, dass der Darm die Verdauung nicht mehr gewährleisten kann. Das passiert häufig bei Krebserkrankungen, Herzschwäche, schweren Atemwegserkrankungen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Galle oder der Nieren.

Auch Medikamente wie Antibiotika, Rheuma- oder Schmerzmittel oder ein Mangel an Mineralien oder Spurenelementen können zu Appetitlosigkeit führen.

Appetitmangel hängt nicht selten mit Depressionen oder psychischen Überlastungssyndromen zusammen. Dann macht der Magen regelrecht „dicht“.

Der Notfallplan für Ihren Reizdarm

Der Reizdarm – das spastische Kolon beziehungsweise Colon irritabile – ist ein typisches Frauenproblem: Etwa 85 % aller Patienten sind Frauen. Das typische Opfer: die Mittvierzigerin, die sich schon seit 10 oder 15 Jahren mit ihrem nervösen Darm herum quält. Ständig hat sie einen aufgeblähten, harten Unterleib, manchmal Bauchweh. Häufig wechseln sich Verstopfung und Durchfälle ab. Sie fühlt sich matt, abgeschlagen und ohnmächtig.

Psychologen sagen, dies sei meist die Quittung für die Last der Doppelt- und Dreifachbelastung. Vor allem ehrgeizige Frauen seien betroffen. Die wahren Ursachen sind aber bisher nicht bekannt.

Bei einem Reizdarmsyndrom werden häufig auch folgende Sypmtome beobachtet:

• hastiges Essen

• Luft schlucken

• Bewegungsmangel

• ballastarme Kost

• zu häufiges und ausgiebiges Naschen.

Medikamentös werden Mittel gegen Darmkrämpfe eingesetzt. Viel wichtiger aber ist es, dass Sie Stress abbauen, wenn Ihr Darm auf diese Weise rebelliert. Regelmäßige Bewegung und regelmäßige, in Ruhe eingenommene Mahlzeiten sowie ausreichend Ruhepausen und das regelmäßige Ausüben von Entspannungsverfahren sind für Reizdarm-Geplagte das A und O.

Hilfreiche Kräuter – zum Beispiel als Tee – sind Kamille, Kümmel und Schafgarbe. Bei Bauchweh versuchen Sie es mit feuchtwarmen Bauchwickeln und Zubereitungen zum Beipsel aus Schöllkraut, Kümmel und anderen Heilkräutern. Hier gibt es verschiedene bewährte pflanzliche Präparate, nach denen Sie in der Apotheke fragen sollten.

Probieren Sie einmal aus, ob kurzfristiges Heilfasten Ihnen Linderung verschafft. Dabei sollte natürlich vorher der Rat des Arztes eingeholt werden. Manchmal werden bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen, die Sie dann konsequent meiden sollten. Auch homöopathische Zubereitungen sind häufig erfolgreich. Positive Erfahrungen werden ebenso mit chinesischer Pflanzenmedizin (lassen Sie sich von einem erfahrenen Therapeuten behandeln und kaufen Sie keine Mittel im Internet), Ozontherapie, Eigenblutbehandlung, Akupunktur und Entspannungsmethoden gemacht.

So sieht Ihr Erste-Hilfe-Programm für den Reizdarm aus

  • Bevorzugen Sie leichte, nicht blähende Kost.
  • Gewöhnen Sie sich eine feste Toiletten-Routine an.
  • Verwöhnen Sie Ihren gestressten Bauch mit Wärmflasche, Heublumensack und Co..
  • Lösen Sie die Krämpfe mit Pfefferminztee oder einem Fertigpräparat mit Minzöl aus der Apotheke.
  • Weitere Magen- und Darmkräuter sind Anis, Fenchel und Kümmel.
  • Bitterstoffreiche Nahrung stimuliert Ihren Appetit und harmonisiert Ihre Verdauung.
  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Essen.
  • Lernen Sie Entspannungsverfahren.
  • Meiden Sie Stress, wo Sie nur können.
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