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Das tut Ihrer Darmflora gut

Die meisten Betroffenen reden nicht gern darüber, dass sie Probleme mit der Darmkontinenz haben. Dennoch ist dieses Übel weit verbreitet – etwa bei Menschen, die unter Hämorrhoiden leiden. Viele wenden sich mit diesem Problem nicht an ihren Arzt, weil sie sich schämen. Das ist zwar verständlich, aber wenig hilfreich. Denn es kann Ihnen mit einfachen Mitteln geholfen werden.

So wird beispielsweise bei etwa 80 Prozent der Betroffenen der Schließmuskel allein durch ein Biofeedback-Training wieder fit. Dazu wird eine Sonde in den Enddarm eingeführt, mit deren Hilfe dann das Pressen geübt wird. Je nachdem, welche Ursache für die Inkontinenz vorliegt, kommen auch andere Methoden zum Einsatz. In den meisten Fällen wird der Schließmuskel wieder dicht oder es kommt zumindest zu einer erheblichen Verbesserung. Sie sehen, es gibt also guten Grund, bei einer Stuhl-Inkontinenz den Arzt zu Rate zu ziehen.

Diese Mittel helfen bei nervösem Darm

Quälen Sie sich auch oft stundenlang mit Blähungen, Bauchkrämpfen oder ähnlichen Beschwerden herum? Dann haben Sie sich mit Sicherheit auch schon die Frage gestellt, ob es denn nicht Medikamente gibt, gegen die ein nervöser Darm hilflos ist?

Ja, die gibt es! Und zwar sind verschiedene Präparate auf dem Markt, die beim nervösen Darm zum Einsatz kommen können; je nachdem, welche Beschwerden Sie genau haben.

Es kann zum Beispiel ein Medikament eingesetzt werden, dass Ihre Darmmuskeln beruhigt. Möglich ist auch die Verwendung von Mitteln gegen Depressionen; sie regen bestimmte Hormon-Ausschüttungen an. Leiden Sie dagegen eher unter Verstopfung, wird Ihr Arzt Ihnen zu Quellmitteln raten. Hierzu gehören Leinsamen oder Milchsäure-Bakterien. Durch sie wird die Darmtätigkeit schließlich wieder angeregt.

Wenn bei Ihnen dagegen ständig Darmkrämpfe auftreten, sollten Sie es zunächst einmal mit einem alten Hausmittel versuchen: Warme Wickel und Auflagen haben sich dabei als sehr hilfreich erweisen.

So einfach bringen Sie Ihren Darm endlich wieder auf Trab

Wenn es um Ihren gesunden Darm geht, sind Ballaststoffe die Basis für Gesundheit und Wohlbefinden. Die natürlichen Pflanzenstoffe können von Ihren Verdauungsenzymen nicht auf gespalten werden und gelangen unverändert in Ihren Dickdarm.

Hier sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Ihre Darmbakterien und fördern die Entwicklung einer aktiven und stabilen Darmflora. In einer gesunden Darmflora sind viele kleine Helfer Ihres Immunsystems aktiv und das stärkt schließlich Ihre Abwehrkräfte. Aber das ist noch lange nicht alles: Durch einen hohen Ballaststoffverzehr nimmt Ihr Stuhlvolumen zu. Dadurch werden die natürlichen Bewegungen  Ihres Darms (Darmperistaltik) angeregt und Ihre Verdauung kommt so richtig in Fahrt.

Ballaststoffe binden aber auch giftige Stoffwechselprodukte, die Ihren Körper dann auf ganz natürlichem Weg verlassen. So leisten die wertvollen Pflanzenstoffe einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Dickdarmkrebs. 

Mein Tipp: Essen Sie täglich etwa zwei bis drei Scheiben Vollkornbrot, eine Portion Getreideflocken oder Müsli sowie eine Portion Kartoffeln, Vollkornreis oder Vollkornnudeln. Setzen Sie täglich fünf Portionen Gemüse und Obst auf Ihren Speiseplan und ein- bis zweimal pro Woche Hülsenfrüchte. Achten Sie bei einer ballaststoffreichen Kost immer darauf, dass Sie reichlich trinken – mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag.

8 Tipps für eine gute Darmflora

  1. Essen Sie mit Ruhe und Genuss. Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten in möglichst entspannter Atmosphäre ein und kauen Sie gründlich.
  2. Verzehren Sie viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Die darin enthaltenen Ballaststoffe unterstützen den Darm bei seiner Arbeit.
  3. Sauer vergorene Nahrungsmittel wie rohes Sauerkraut oder milchsauer eingelegte Gurken enthalten Milchsäurebakterien in großer Zahl enthalten und regenerieren Ihre Darmflora,. Ebenfalls gut für Ihre Darmflora: sauer eingelegtes Obst und Gemüse, saure Äpfel, Zitronen und Pampelmusen.
  4. Sauermilchprodukte wie Joghurt, Quark, Dickmilch, Kefir oder Buttermilch versorgen Ihren Darm mit probiotischen Bakterien.
  5. Trinken Sie ausreichend. Der Körper benötigt mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit am Tag. Gut geeignete Getränke sind Mineralwasser, Saftschorlen sowie in Maßen Kräuter- und Früchtetees. Kühle Getränke verringern die Transportzeit der Nahrung und regen die Verdauung an.
  6. Bewegen Sie sich ausreichend. Denn auch Ihr Darm braucht diese Bewegung, um  besser durchblutet zu werden und mehr Sauerstoff zu bekommen.
  7. Gehen Sie bei der kleinsten Regung auf die Toilette, denn wenn der Stuhldrang unterdrückt wird, verlernt der Darm dieses Signal schnell.
  8. Nehmen Sie sich Zeit für die morgendliche Toilette. Gestalten Sie Ihren Tagesablauf regelmäßig, denn auch Ihr Darm braucht „seine“ Zeiten. Gewöhnen Sie Ihren Organismus an feste Toilettenzeiten. Setzen Sie sich dann auch ohne Drang einfach hin. Seien Sie geduldig und vermeiden Sie unnötiges Pressen.
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Alte Kommentare
  • Steffie Leimert schrieb am 25.03.2010, 07:46 Uhr

    Noch ein Tipp: Nach einer Darmreinigung habe ich mir angewöhnt, jeden Morgen ein Glas - 0,2 l - stilles Wasser zu trinken. Spätestens 10 Minuten später setzt der Erfolg ein. Vorher ging das erst nach dem Frühstück und nach einer Tasse Kaffee.

  • Martin Stähle schrieb am 25.03.2010, 11:47 Uhr

    Sehr geehrte Silvia Schneider Ich hatte das Problem des harten Stuhlgangs bis zu meinem 18. Lebensjahr - danach ist es in die andere Richtung gekippt - insbesonders in den letzten 5 Jahren bin jetzt 33 und ich hatte fast durchgehend hellbraunen bis farblosen Stuhl und Durchfall. Ausserdem laufe ich auch für´s kleine Geschäft dauernd auf die Toilette, so daß ich mir das regelmäßige Trinken fast abgewöhnt habe aus Angst meinen Unterricht dauernd unterbrechen zu müssen. Liebe Grüsse Martin

  • Christina Näf schrieb am 26.03.2010, 09:07 Uhr

    Sehr geehrte Frau Schneider Es erstaunt mich,dass so viele Pülverchen und Tabletten,gegen die Verstopfung, gibt.Dabei gibt es ein ganz natürliches Mittel uns zwar Wasser.Das heisst wenn ich erwache ist meine erster Handlung etwa 2dl Wasser trinken.Erst dann bereite ich mein Frühstück vor.Etwa eine halbe Stunde nach dem Frühstück kann ich meine Toilette problemlos verrichten. Mit freundlichem Gruss Ch.Näf

  • Gerhard Heeren schrieb am 28.03.2010, 15:47 Uhr

    Täglicher pünktlicher Stuhlgang kann erreicht werden: Frisch geflockte Körner als Müsli über den Tag verteilt bis 16:00 Uhr essen. Bei jedem nächtlichen Aufstehen eine Schluck aus der Wasserflasche trinken. Morgens im Bett 1/4 Liter Wasser trinken. Dann Beinübungen machen, bei denen die Bauchdecke laufend angespannt wird. Dann kommt sehr schnell das Gefühl, dass man muss.

  • Günter flack schrieb am 31.03.2010, 19:56 Uhr

    Das Zauberwort für einen geregelten u. guten Stuhlgang heißt KOMBUCHA. Das ist ein Teepilz, für dessen Zubereitung man ca. 20 Min. Pro Woche braucht, um 2 Liter dieses Getränks herzustellen. Täglich eine Tasse davon vor oder zum Frühstück trinken. Dieses Getränk ist sehr erfrischend u. hat sehr viele gesundheitliche Vorteile. Weitere Invo im Internet unter: Suchmaschine kombucha bei Günther W. Frank