Colitis: Diagnose
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GNL5356
Der einzig sichere Weg für die Diagnose einer kollagenen oder lymphozytären Colitis besteht in einer Gewebeprobe (Biopsie), die unter einem Mikroskop untersucht wird. Die Gewebeprobe wird entweder mittels einer Koloskopie oder einer Sigmoidoiskopie entnommen. Bei beiden Verfahren wird ein beweglicher Schlauch mit einer befestigten Kamera in den Dickdarm eingeführt, um ein Bild vom Darm zu liefern. Falls notwendig, kann auch ein Biopsie-Instrument eingeführt werden, um eine oder mehrere Gewebeproben zu entnehmen. Da die Behandlung der beiden Erkrankungen dieselbe ist, ist es nicht notwendig, zwischen beiden zu unterscheiden. Wichtiger ist vielmehr, andere schwerwiegendere entzündliche Erkrankungen wie zum Beispiel Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn auszuschließen. Dazu gehört aber auch der Ausschluss von infektiösen Ursachen, wie zum Beispiel eine Colitis als Folge einer vorausgegangenen Antibiotika-Behandlung.
Zusätzliche Tests wie Blutuntersuchung, Stuhlproben oder sogar eine Biopsie Ihres Dünndarms können erforderlich sein, um weitere Erkrankungen auszuschließen. So können zum Beispiel ähnliche Anzeichen und Symptome bei einer Infektion auftreten oder bei einer Erkrankung, die als Zöliakie bezeichnet wird. Gemeint ist damit eine Unverträglichkeit von Gluten, das in vielen Getreidesorten (z. B. Weizen, Gerste, Roggen) vorkommt.
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