Die kollagene Colitis und die lymphozytäre Colitis sind beide entzündliche Erkrankungen des Darms mit praktisch identischen Anzeichen und Symptomen. Der Unterschied besteht hauptsächlich im mikroskopischen Bereich. Wenn Darmgewebe von einer kollagenen Colitis betroffen ist, wird es unter dem Mikroskop untersucht, wobei ein verdicktes Band von steifem Bindegewebe (Kollagen) in der Darmschleimhaut sichtbar ist. Bei der lymphozytären Colitis tritt eine erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen in der Darmschleimhaut auf.

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Viele Fälle einer kollagenen oder lymphozytären Colitis verbessern sich innerhalb weniger Wochen ohne eine Behandlung. Um die Beschwerden und Symptome früher zu lindern oder die zu behandeln, die nicht verschwinden, ist es im Allgemeinen empfehlenswert, mit der einfachsten und am besten verträglichen Behandlung zu beginnen. Behandlungen, die mit einem größeren Risiko oder Nebenwirkungen verbunden sind, sollten erst folgen, wenn einfache Maßnahmen nicht greifen.

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Der einzig sichere Weg für die Diagnose einer kollagenen oder lymphozytären Colitis besteht in einer Gewebeprobe (Biopsie), die unter einem Mikroskop untersucht wird. Die Gewebeprobe wird entweder mittels einer Koloskopie oder einer Sigmoidoiskopie entnommen. Bei beiden Verfahren wird ein beweglicher Schlauch mit einer befestigten Kamera in den Dickdarm eingeführt, um ein Bild vom Darm zu liefern. Falls notwendig, kann auch ein Biopsie-Instrument eingeführt werden, um eine oder mehrere Gewebeproben zu entnehmen.

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