Die Colitis ulcerosa ist eine Entzündung des Dickdarms mit unvorhersehbaren Folgen. Dank medizinischer Fortschritte läßt sie sich heute besser behandeln. Durch neuere Forschungserkenntnisse ergeben sich vielversprechende Behandlungsansätze. Bei der Colitis ulcerosa handelt es sich um eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut, meist mit Geschwürbildung. Im Unterschied zum Morbus Crohn, ebenfalls einer Form von Darmentzündung, ist hier lediglich der Dickdarm (Kolon) von der Entzündung betroffen.

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Die Colitis ulcerosa wird nicht durch eine bestimmte Lebensweise verursacht. Wenn man jedoch Streß begrenzt und Lebensmittel meidet, auf die der Körper unmittelbar nach Verzehr negativ reagiert, kann man eine weitere Verschlechte-rung der Beschwerden reduzieren.

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Bei etwa 20 bis 30 % der Patienten mit Colitis ulcerosa ist ein operativer Eingriff erforderlich. Dies ist gewöhnlich der Fall, wenn ernsthafte Komplikationen vorliegen und durch die eingesetzten Medikamente kein Erfolg erzielt werden konnte. Bei einer Ileostomie entfernt der Chirurg den erkrankten Kolonabschnitt und macht eine Öffnung in die Bauchdecke (Stoma). Ein Stück des Ileums (sog. Krummdarm) wird fest mit der Öffnung verbunden. In einem kleinen Beutel, der außen über der Öffnung getragen wird, wird der Kot gesammelt.

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Nicht bei jeder Colitis ulcerosa ist das Darmkrebsrisiko erhöht

03.12.2009 16:00 

Frau Mina T. möchte Folgendes wissen: Gibt es Fälle, bei denen durch eine vorhandene Colitis ulcerosa das Darmkrebsrisiko erhöht wird? Wenn ja, welche Kontrolluntersuchungen werden empfohlen? []

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Zu den Symptomen einer Colitis ulcerosa gehören schleimig-blutige Durchfälle, Bauchschmerzen, Gewichtsabnahme und Fieber sowie sogenannte extraintestinale Symptome wie Arthritis, Hautausschläge oder Augenentzündung. Das toxische Megakolon ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation der Colitis ulcerosa, bei der sich der Dickdarm erheblich aufbläht.

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In den USA gibt es eine neue Behandlungsmethode für Colitits ulcerosa: ein Nikotinpflaster, das bislang üblicherweise zur Raucherentwöhnung eingesetzt wird. Bevor die Ärzte der Mayo Clinic jedoch das Nikotinpflaster empfehlen, ziehen sie die traditionellen Medikamente vor, die zum Beispiel die Wirkstoffe Prednison, Sulfasalazin (z. B. Azulfidine ®) oder Mesalazin (z. B. Claversal ®, Salofalk ®) enthalten. In Deutschland sind Nikotinpflaster derzeit für die Anwendung bei Colitis ulcerosa noch nicht amtlich zugelassen (z. B. Nicotinell ®, Angabe des Herstellers).

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