Chronische Darmerkrankungen: Operation
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Wenn Sie an einer Colitis ulcerosa leiden, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Verlauf Ihrer Erkrankung operiert werden müssen, bei circa 20 bis 30%. Die Entfernung des Dickdarms und des Enddarms (Proktokolektomie) kann eine Heilung der Erkrankung bedeuten und reduziert das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Bei einer Operationsmethode wird das untere Endes des Dünndarms mit einer Öffnung (Stoma) im Unterbauch verbunden. Das ist ein künstlicher Darmausgang. In einem kleinen, daran befestigten Beutel (Stomabeutel), wird der Stuhl gesammelt. Bei Bedarf wird der Beutel ausgetauscht.
Bei einer anderen möglichen Operation entfällt die Notwendigkeit eines Stomabeutels. Bei diesem Eingriff werden der Dickdarm und die innere Schleimhaut des Enddarms entfernt. Ein Teil des Dünndarms wird verlegt und an den Enddarm angenäht, sodass eine fast normale Stuhlpassage möglich ist. Mediziner nennen dies ileoanale Anastomose oder Ileoanostomie
Die Wahrscheinlichkeit einer notwendigen Operation ist bei Morbus Crohn wesentlich höher. Mindestens 70 Prozent der Betroffenen benötigen eine oder mehrere Operationen. Bei diesen Operationen wird im Allgemeinen ein Teil des Dünn- oder Dickdarms entfernt, der von der Krankheit befallen ist. Das kann manchmal eine Besserung oder sogar Symptomfreiheit für Jahre zur Folge haben. Jedoch kehrt die Krankheit oft an einem anderen Ort im Verdauungstrakt zurück.