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Die wirksamsten pflanzlichen Cholesterinsenker auf einen Blick

PflanzeZubereitungTagesdosisFertigpräparate (Beispiele)
ArtischockeBlätterextrakt

/Saft

1.400 mg Extrakt/

60 ml Saft

Ardeycholan® (100 Kps. 23,85 €), Hepar-POS® (100 Kps. 30,90 €), Hepar-SL® forte (100 Kps. 31,95 €)
Guar*Kernmehl5 bis 15 mgGuar Verlan® (50 Btl. 15,40 €)
Indische FlohsamenSamenschalen6 bis 10 gam besten lose in der Apotheke kaufen (100 g ca. 1,42 bis 2,80 €)
Knoblauch*Pulver oder Öl900 bis 1.200 mgSapec® (100 Drg. 25,30 €), Lipidavit® (100 Kps. 37,40 €)
Zuckerrohr/ Reiskleie**Extrakt5 bis 20 mgPolicosanol (30 Kps. ca. 24 €), Cholestin® (30 Kps. ca. 28 €)
Sojabohnen*Lecithin1,5 bis 3,0 gLipopharm® bzw. Lipostabil® 300 forte (100 Kps. 38,60 bzw. 51,70 €)*
*Die hier genannten Präparate sind als Arzneimittel ausdrücklich zur Senkung erhöhter LDL-Werte zugelassen und rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Alle anderen wirken zwar ebenfalls cholesterinsenkend, sie haben jedoch nur eine Zulassung als verdauungsfördernde Mittel.
**Nur im Ausland erhältlich, z. B. über Versandapotheken.

Verhindern Sie die gefährliche Cholesterin-Oxidation

Unter normalen Bedingungen gehen LDL und HDL der notwendigen Funktion nach, Fette von der Leber weg zu transportieren. Ihre Leber würde ohne sie nicht lange leben. Aber die Gefahr steigt mit der LDL-Oxidation, die ein Schlüsselfaktor bei der Entwicklung von Arteriosklerose ist. Dabei verengen sich die Arterien aufgrund von Plaque-Ablagerungen. Wenn Sie also die Oxidation verhindern, ist das Konzept, LDL ganz deutlich zu senken, nicht mehr so wichtig wie Pharmafirmen es Sie glauben lassen möchten.

Eine neue Studie zeigt, dass Ihr Herzkreislauf-System dabei durchaus große Hilfe vom Spurenelement Selen erhalten kann.

Die Wissenschaftler der Free Radical Research Group, die zusammenarbeiten mit dem italienischen National Research Institute for Food and Nutrition untersuchten 14 gesunde Erwachsene zwischen 35 und 40. Vor und nach einem fettreichen Essen wurden den Teilnehmern Blutproben genommen. 10 Tage lang nahmen sie darüber hinaus 110 Mikrogramm Selen nach dem Essen. Am Ende der 10 Tage mussten die Teilnehmer wieder das gleiche fettreiche Essen zu sich nehmen wie zu Beginn der Studie. Wieder wurden vorher und nachher Blutproben genommen.

Die Wissenschaftler stellten fest: Die Nahrungsergänzung mit Selen verhindert komplett den ernährungsbedingten Anstieg der LDL-Oxidation.

Heute liegt die Tagesdosis von Selen bei 55 Mikrogramm für Frauen und 70 Mikrogramm für Männer. Und auch, wenn hohe Dosen Selen giftig sind, 200 Mikrogramm pro Tag haben sich für die meisten Menschen als sicher erwiesen. Tatsächlich sind 200 Mikrogramm das Minimum, das Sie zu sich nehmen sollten, um die krebshemmenden Eigenschaften von Selen auszunutzen. Aber sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie hohe Selen-Dosen zu sich nehmen.

Johannisbrotmark kurbelt Fettverbrennung an

Das Fruchtmark des Johannisbrotbaums regt die Fettverbrennung an. Diese überraschende Entdeckung machten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Sie verabreichten 20 gesunden Probanden im Alter zwischen 22 und 62 Jahren einen entzuckerten Spezialextrakt aus dem Fruchtmark des mediterranen Baums.

Nahmen die Studienteilnehmer 20 g des ballaststoffreichen Extraktes zu ihrer Mahlzeit ein, nutzte ihr Körper hauptsächlich Fett als Energiequelle. Dies berichtete die Fachzeitschrift Journal of Nutrition im Juni 2006. Ohne Extrakt verbrannte der Körper vorwiegend Kohlenhydrate zu Energie.

Bereits vor einigen Jahren bewies das Institut, dass das Fruchtmark erhöhte Cholesterinspiegel senkt. Im aktuellen Versuch bewirkte der Extrakt eine kurzzeitige Senkung der Triclyceridwerte (Neutralfett) um bis zu 97,2 Prozent und der freien Fettsäuren um bis zu 67,2 Prozent. Dieser Effekt hielt gut drei Stunden an. Der wirksame Extrakt ist nicht zu verwechseln mit dem Fruchtmark-Produkt Carob. Dieses findet man als Kakaoersatz für Süßspeisen in Bioläden und Reformhäusern. Nur das entzuckerte Fruchtmark bringt die positiven Wirkungen mit sich.

Sie erhalten es unter der Bezeichnung Caromax® in pflanzlichen Zubereitungen zur Cholesterinsenkung (z. B. Cholesterinreduktion Dr. Wolz, 472 g ca. 18,90 €) in Apotheken und im Versandhandel.

Lebensmittelergänzungsstoff Guggulipid

Lässt sich ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut mit einer Substanz aus dem Harz von Myrrebäumen absenken? Der Extrakt des Baumes heißt Guggul. Er gewinnt jedenfalls in den USA als pflanzlicher Lebensmittelzusatz zunehmend an Popularität. Man vermarktet die Substanz unter dem Namen Guggulipid. Man wendet es in Indien seit Jahren als lipidsenkendes Medikament an. Jedoch widersprechen die Ergebnisse einer unlängst durchgeführten, streng kontrollierten Studie bezüglich seiner Wirksamkeit denen von indischen Studien. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift Journal of the American Medical Association (Ausgabe vom 13. August 2003).

Man führte sie mit 103 Erwachsenen aus der Gegend rund um Philadelphia in den USA durch, die einen erhöhten Cholesterinspiegel aufwiesen, aber ansonsten gesund waren. Nach Beendigung der Studie verbesserte sich der Cholesterinspiegel bei den Teilnehmern nicht, die Guggulipid einnahmen.

Tatsächlich war der Wert des„unerwünschten“ LDL(Low Density Lipoprotein)-Cholesterins bei ihnen sogar leicht erhöht. Dies steht im Vergleich mit den Teilnehmern, die ein Placebo einnahmen. Die Ärzte der Mayo Clinic meinen, dass diese Studie Zweifel an der Wirksamkeit von Guggulipid zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels auslöst. Darüber hinaus bleiben einige äußere Umstände ungeklärt.

Das betrifft beispielsweise den Zusammenhang zwischen Wirksamkeit von Guggulipid und der Ernährung der Menschen. Vielleicht wirkt Guggulipid in einem Land wie Indien besser. Dort ernähren sich die Menschen im Allgemeinen weniger fett als im Westen.

Der Lebensmittelzusatz Cholestin

Bei Cholestin handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel, das man aus Reis herstellt. Dieser wiederum wurde in roter Hefe fermentiert. In China nutzen die Menschen roten Hefereis seit Jahrhunderten, um sowohl den Geschmack als auch die Farbe des Essens zu verstärken und die Durchblutung zu stärken.

Zu den Bestandteilen des roten Hefereises gehören verschiedene natürlich vorkommende Substanzen (Statine), die den Cholesterinspiegel senken. Mehrere verschreibungspflichtige und cholesterinsenkende Medikamente enthalten Statine. Den Ergebnissen einer kleinen Zahl klinischer Kurzzeitstudien zufolge senkt Cholestin den Cholesterinspiegel. In einer US-Studie mit 88 Personen sank der LDL-Spiegel der Probanden um 22 Prozent. Wenn Sie eine Cholestin-Einnahme zur Senkung Ihres Cholesterinspiegels erwägen, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt.

Cholestin ist in Deutschland weder als Lebensmittelzusatz noch als Arzneimittel zugelassen (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin, Berlin).

Cholestin könnte sich in Zukunft als nützliches Mittel in der Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels erweisen. Trotzdem meinen die Ärzte der Mayo Clinic, dass weitere Forschungen zur Langzeitwirksamkeit und Unbedenklichkeit nötig seien. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es wichtig, mit Ihrem Arzt zusammenzuarbeiten, um einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken. Im Allgemeinen bewerkstelligen Sie dies durch körperliche Bewegung und Änderungen in der Ernährung.

Wenn diese Veränderungen nicht ausreichen, empfiehlt Ihr Arzt Ihnen eine Behandlung mit zugelassenen Medikamente einschließlich der cholesterinsenkenden „Statine“.

Senken Sie Ihren Cholesterinwert auf natürliche Weise

Enthält Ihre Nahrung viel Cholesterin, drosselt Ihr Körper normalerweise seine Eigenproduktion, sodass Ihr Cholesterinspiegel im Blut relativ konstant bleibt. Bei 20 bis 25 Prozent aller Menschen ist dieser Regelmechanismus jedoch gestört: Sie können ihre Eigenproduktion nicht entsprechend regulieren und reagieren auf hohe Cholesteringehalte in der Nahrung mit hohen Blut-Cholesterin-Werten. Fazit: Für die Mehrheit aller Menschen macht „cholesterinarme“ oder sogar „cholesterinfreie“ Kost keinen Sinn.

In diesen Lebensmitteln steckt besonders viel Cholesterin:

  • Innereien (Milz, Bries, Leber etc.)
  • fettreiche Wurstwaren wie Salami, Leberwurst, Bratwurst
  • Schalentiere (Muscheln, Garnelen)
  • Eidotter
  • fettreiche Milchprodukte (Käse, Butter, Sahne, Schmand)

Warum tierische Fette die Übeltäter sind

Für die Cholesterinkonzentration in Ihrem Blut ist das Nahrungscholesterin von geringer Bedeutung. Die entscheidende Rolle spielt hierbei, wie viel Fett Sie insgesamt essen und besonders, wie hoch die Menge an gesättigten Fettsäuren (meist tierische Fette) dabei ist. Gesättigte Fettsäuren regen Ihre körpereigene Cholesterinproduktion an. Dadurch steigt besonders das gefäßschädigende LDL-Cholesterin im Blut an.

Achtung: Cholesterin kommt nur in tierischen Lebensmitteln vor und hier vor allem in den fettreichen. Aber Vorsicht! Auch in pflanzlichen Fetten stecken gesättigte Fettsäuren: Frittierfette wie Kokos- oder Palmfett sind reich an gesättigten Fettsäuren. Sie stecken auch in Blätter- oder Plunderteig und fettreichen Süßigkeiten.

Nutzen Sie das Medikament Bewegung

Regelmäßige körperliche Aktivität in Form von Ausdauersport ist die wirksamste Maßnahme, mit der Sie Ihre Blutfettwerte verbessern. Die Blutfette werden so wieder zu Energielieferanten und verbraucht. Das ist ihre eigentliche Rolle im menschlichen Organismus. Dadurch steigen Ihre HDL-Werte, die Konzentration an LDL-Cholesterin und Triglyceriden sinkt. Schon flottes Spazierengehen (Walking) hat einen hohen gesundheitlichen Nutzen.

Müssen es immer Medikamente sein?

Die folgenden Naturheilmittel senken Ihren Cholesterinspiegel auf natürliche Weise:

  • Indischer Flohsamen: Beim Aufquellen im Darm bilden diese Schalen reichlich Schleim, der das Nahrungscholesterin sowie cholesterinhaltige Gallensalze bindet und mit dem Stuhl zur Ausscheidung bringt.
  • Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl: Die regelmäßige Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, entweder als Mahlzeit mit Seefisch oder als Kapseln, erhöht den Anteil des ,,guten Cholesterins“, senkt die Konzentration von schlechtem Cholesterin leicht ab und verflüssigt das Blut.
  • Gerste, Roggen und Hafer: Diese Getreidearten enthalten besondere Ballaststoffe, die vermutlich die körpereigene Cholesterinproduktion hemmen. Alle komplexen Ballaststoffe drosseln die Cholesterinproduktion in der Leber.
  • Olivenöl: Die im Olivenöl vorhandenen, einfach ungesättigten Fettsäuren sind vermutlich für die cholesterinsenkende Wirkung verantwortlich.
  • Zwiebeln und Knoblauch: In einigen Fällen sank in Studien durch den Verzehr von Knoblauch oder Zwiebeln der Cholesterinspiegel deutlich. Die Ergebnisse variieren zwischen 6 und 20 Prozent Senkung des Gesamtcholesterins.
  • Apfelpektin: Der lösliche Ballaststoff in der Apfelschale senkt das Gesamtcholesterin und besonders das schädliche LDL-Cholesterin. Für diese Wirkung reichen schon zwei Äpfel pro Tag aus.
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