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Candida albicans: Hungern Sie die Hefepilze aus

Schon im Alter von 6 Monaten ist der Darm fast aller Kleinkinder mit Candida albicans befallen. Dort bleibt er das ganze Leben lang – es sei denn, Immunsystem oder Darmflora sind nicht stark genug, um den Hefepilz in Schach zu halten.

Diese Faktoren können die Darmflora schwächen

Dann breitet sich der Pilz im ganzen Körper aus und wird so zum Krankheitsherd. Viele Faktoren schwächen Darm und Immunsystem, oft ohne dass Sie es merken. Dazu gehören

  • Antibiotika: Diese Medikamente vernichten einen großen Teil der Darmflora, so dass nicht mehr genügend gute“ Mikroorganismen in Ihrem Darm leben, die ein Ausbreiten von Candida verhindern können. Wissenschaftler vermuten außerdem, dass das gesteigerte Aufkommen von Candida-Erkrankungen darauf zurückzuführen ist, dass wir heute durch unsere Nahrung oft Antibiotika zu uns nehmen und dadurch, ohne es zu wollen und zu merken, unsere gesunde Darmflora zerstören. Unnötig verwendet werden Antibiotika zum Beispiel in der Tierzucht; sie kommen daher in den Endprodukten Fleisch, Eier oder Milch oft vor.
  • Kortison und andere Medikamente blockieren das Immunsystem und ermöglichen dem Pilz wegen der Schwächung der Körperabwehr seine Ausbreitung.
  • Durch die Nahrung aufgenommene Schwermetalle wie Blei oder Cadmium schwächen ebenfalls das Immunsystem.
  • Stress im Alltag ist ein weiterer Faktor für ein zu schwaches Immunsystem.
  • Eine falsche Ernährung kann schließlich auch der Grund für eine Candida-Erkrankung sein: Wenn Sie viel Zucker und Kohlenhydrate essen, liefern Sie dem Pilz ideale Wachstumsbedingungen, da er sich von diesen beiden Stoffen ernährt.

Der Pilzbefall hat viele Gesichter

Die Beschwerden, die der Hefepilz auslösen kann, sind sehr unterschiedlich und manchmal auch schwer sofort dem Darmpilz zuzuordnen. Mögliche Beschwerden sind:

  • Müdigkeit,
  • Blähungen, Verstopfung oder Durchfall,
  • Brennen oder Jucken im Anal- oder Vaginalbereich,
  • starker Harndrang,
  • häufige Blasenentzündungen,
  • verstopfte Nase,
  • Heiserkeit,
  • Hautprobleme,
  • Bläschen im Mund,
  • Gelenkbeschwerden oder
  • Nervenschmerzen.

Was tun bei den Symptomen?

Wenn Sie unter einem oder mehreren der genannten Symptome leiden und nicht wissen, was der Auslöser ist, sollten Sie zusammen mit Ihrem Arzt sehr genau untersuchen, woher diese unklaren Symptome kommen. Sie sollten, wenn andere Ursachen ausscheiden, auch anregen, dass Ihr Arzt eine Untersuchung auf Candida albicans vornimmt.

Dazu braucht er eine Stuhlprobe von Ihnen, die er dann in ein Spezial-Labor schickt, wo sie auf Keime getestet wird. Bei einer Belastung von 1.000 Keimen und mehr pro Gramm Stuhl gehen Experten von einem übermäßigen Candida-Befall aus. In diesem Fall ist eine Kombinationstherapie die richtige Behandlung.

Unterstützen Sie Ihre Therapie mit einer Anti-Pilz-Diät

Sie werden von Ihrem Arzt ein Anti-Pilz-Mittel erhalten. Gleichzeitig sollten Sie dem Pilz aber die Wachstumsgrundlage entziehen. Wenn Sie genau darauf achten, was Sie essen, und bestimmte Nahrungsmittel vermeiden, hungern Sie die Pilze sozusagen aus. Sie können sich nicht mehr vermehren und sterben langsam ab.

Das sollte bei Pilzbefall auf Ihrem Speiseplan vorläufig tabu sein:

  • Lebensmittel, die Hefe enthalten, zum Beispiel Weißmehlbrot, Bier, Wein, aber auch Bierhefe und B-Vitamine aus Hefezucht;
  • Lebensmittel, die Kohlenhydrate enthalten, etwa Weißmehlprodukte, Zucker, Fruchtzucker oder Honig. Auch Fruchtsäfte und Limonaden enthalten zu viel Zucker und bieten somit einen idealen Nährboden für die Pilze;
  • Lebensmittel, die selbst Pilze enthalten, beispielsweise Käse oder Essig sowie alles, was mit Essig hergestellt wurde;
  • Wurst.

Diese Lebensmittel müssen Sie rund 3 Wochen lang komplett meiden. Aber auch danach sollten sie nicht wieder jeden Tag auf Ihrem Speiseplan stehen. Ab und zu können Sie das eine oder andere davon zu sich nehmen, aber in Maßen.

Wichtig ist, dass Sie eine Anti-Pilz-Diät nicht auf eigene Faust durchführen. Sie sollten sich immer durch einen fachkundigen Therapeuten beraten lassen. Es kann nämlich leicht passieren, dass sich die Pilze bei einer unsachgemäß durchgeführten Diät andere Nährstoffquellen suchen. Sie können so unter anderem auch Eiweiß verstoffwechseln, wenn Sie versuchen, den Pilz einfach so auszuhungern. Und das kann für Sie verheerend sein.

Zudem muss Ihr Therapeut beachten, dass Sie auch weiterhin gut mit Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt sind, denn eine Candida-albicans-Erkrankung kann Ihrem Körper viele wichtige Nährstoffe entziehen.

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